Neophyten sind Pflanzen, die vom Menschen bewusst oder unbewusst aus dem Ausland eingeführt werden. Sie fallen durch ihren üppigen Wuchs, ihre explosionsartige Verbreitung und Verdrängung der einheimischen Pflanzen- und Tierwelt negativ auf. Leider können sich die Neophyten an vielen unterschiedlichen Lebensräumen ansiedeln und verändern so innerhalb weniger Jahre ganze Landschaften, schreibt der Gemeinderat im aktuellen Mitteilungsblatt. 

Unterhaltsdienst im Einsatz

Zweimal jährlich bekämpft der Unterhaltsdienst die invasiven Pflanzen entlang der grösseren Gewässer. Dabei kann er im August jeweils auf die Unterstützung von Asylbewerbern zählen. In mühsamer Handarbeit und in teils schwer zugänglichem Gelände werden die Neophyten samt Wurzeln ausgerissen und entsorgt. Wichtig dabei ist, darauf zu achten, dass die Pflanze sich nicht weiter versamen und verbreiten kann. Deshalb können Neophyten nicht mit der normalen Grünabfuhr mitgegeben werden. Besonders häufig ist an der Glatt das drüsige Springkraut, der asiatische Staudenknöterich und die nordamerikanische Goldrute anzutreffen. Die intensiven Anstrengungen machen sich bezahlt, die Ausbreitung an der Glatt konnte bereits merklich vermindert werden.

Mithilfe der Bevölkerung

Der Kampf ist aussichtslos, wenn in den Privatgärten weiterhin Samenpflanzen invasiver gebietsfremder Arten vorhanden sind. Deshalb sollten diese ebenfalls bekämpft und fachgerecht entsorgt werden. Werden auf einem Spaziergang Neophyten entdeckt, empfiehlt es sich, das Gespräch mit dem betroffenen Grundeigentümer zu suchen und sie über die Problematik aufzuklären. Bei Grundstücken der Gemeinde kann die Meldung direkt an die Bauverwaltung erfolgen.

Die auf dem gesamten Gemeindegebiet vorkommenden invasiven gebietsfremden Arten sind im Neophytenportal visualisiert und auch im öffentlichen Geoportal einsehbar. Die Bauverwaltung nimmt weitere Standortmeldungen telefonisch unter 071 950 48 55 gerne entgegen.