Passend zum Josefstag, dem Schutzpatron der Kirche und der Arbeiter lud die katholische Kirchgemeinde Dussnang am 19. März 2018 zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung im Pfarreiheim „Stöckli“. Im Detail wurde über die Gründe der Fusion mit Fischingen und Au informiert.Pünktlich um 19.30 Uhr begrüsste Caroline Stäbler, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft Dussnang, die erschienenen Kirchbürger und übergab sogleich das Wort an Pfarrer Walter Rieser zur Einstimmung. Er äusserte einige interessante und anregende Gedanken zum heiligen Josef und schloss mit einem ermutigenden Gebet.

Traktanden:
Caroline Stäbler informierte, dass 711 Einladungen versandt und heute Abend 42 Stimmberechtigte anwesend seien, was einem absoluten Mehr von 22 Stimmen entspräche. Das Protokoll der letzten Sitzung wurde einstimmig angenommen genauso wie die Jahresrechnung 2017 und das Budget 2018. Kirchenpflegerin Gisela Gadient erläuterte einige Positionen der Rechnung und des Budgets noch eingehender.

Der Kreditantrag der Baukommission wurde aufgrund der anstehenden Fusion um ein Jahr verschoben. Dies gibt einerseits der Baukommission die Möglichkeit das Projekt konkret auszuarbeiten, andererseits können nach der Fusion sämtliche Kirchbürger aller drei fusionierten Kirchgemeinden über das Projekt mitentscheiden.

Der Steuerfuss für 2018 wurde auf 27% festgesetzt und ist unabhängig von einer allfälligen Fusion der Kirchgemeinden.

Waldparzelle verkaufen
Ein nachträglich eingereichtes Traktandum betraf die Waldparzelle Mooswangen. Da diese für die Kirchgemeinde keinen Nutzen darstellt, wurde von Martin Widmer beantragt, dass dieses Waldstück veräussert werden soll. Der Antrag, der Kirchgemeinde die Kompetenz zu übertragen, den Verkauf zu prüfen und die Parzelle unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Landeskirche zu veräussern, wurde mit grosser Mehrheit angenommen.

Grüner Güggel:
Caroline Stäbler informierte weiter über das Projekt „grüner Güggel“, ein Label für nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die erfolgreiche Prüfung durch einen externen Auditor wurde anlässlich eines Fest-Gottesdienstes mit einem Zertifikat belegt. Dies war jedoch erst ein Anfang, nun beginnt ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, wie dieser aussehen wird, erläuterte sie anhand einiger konkreter Ziele.

Stand Fusionsprozess mit Fischingen und Au
Da nicht alle der anwesenden Kirchbürger am Infoanlass betreffend der Fusion im Februar 2018 teilnehmen konnten, wurden die wichtigsten Punkte von Caroline Stäbler und Pater Gregor noch einmal erläutert.

In Zukunft erhalten kleinere Kirchgemeinden weniger Geld durch den Finanzausgleich, die mittleren Gemeinden hingegen werden gestärkt. Dies würde sich ohne Fusion finanziell negativ für Au und Fischingen auswirken. Durch die Fusion würden die drei Kirchgemeinden statt CHF 237‘500 CHF 280‘000 erhalten. Dazu kommt, dass durch ein Zusammenlegen der Bücher und der Verwaltung deutlich an administrativem, personellem und finanziellem Aufwand eingespart, Synergien genutzt sowie Kräfte gebündelt und zielgerecht eingesetzt werden können.

Fusion Kirgemeinden und Pfarreien macht Sinn
Pater Gregor erklärte seinerseits das duale System Pfarrei / Kirchgemeinde. Es sei sinnvoll, dass nebst den Kirchgemeinden auch die Pfarreien fusionieren. Auch hier wird eine Vereinfachung des administrativen und personellen Aufwands durch das Zusammenlegen der Pfarrbücher, des Archivs sowie der Verwaltungs- und Pfarrstrukturen angestrebt. Für beide Fusions-Anträge werde es eine Urnen-Abstimmung geben.

Nach diversen Infos und Mitteilungen aus Kirchenvorsteherschaft, Pastoralraum und Pfarreirat schloss Caroline Stäbler den offiziellen Teil der Versammlung und lud alle Anwesenden zum gemütlichen Apéro ein.