Die Konsumgenossenschaft lud die Bevölkerung zur Neueröffnung des Dorfladens im Erdgeschoss des neu erstellten Kulturgebäudes ein. Die Musig Lenggenwil gab dem Anlass eine festliche Note.
Im Rahmen der Dorfplatzgestaltung und dem Umbau des Restaurants Krone wurde auch ein neues Kulturgebäude realisiert. Die Konsumgenossenschaft nutzte die einmalige Gelegenheit, den Dorfladen vom bisherigen Standort in das neue Gebäude zu verlegen. Die optimale Lage mitten im Dorfzentrum und ein erweitertes Sortiment weckt nun die Hoffnung auf eine verbesserte Rentabilität. Walter Hollenstein, seit acht Jahren Präsident der Genossenschaft sieht der Zukunft optimistisch entgegen. „Wir freuen uns auf den neuen Laden mit einem attraktiven Warenangebot und wesentlich mehr Platz. Gerne hoffen wir, dass die Bevölkerung die Möglichkeit nutzt, im eigenen Dorf den täglichen Bedarf zu decken“. In den Dorfladen ist ebenfalls die Postagentur integriert. Mit EC-Karten könnten neu auch Bargeldbezüge ohne Gebühren getätigt werden, informierte der Genossenschaftspräsident.

Grosszügige Räumlichkeiten
Die Konsumgenossenschaft mietet die Räumlichkeiten des neuen Dorfladens, Ladenlokal, Büro, Kühlraum und Tiefkühlraum, bei der Bauherrschaft des Kulturgebäudes. Dort ist der Bühnenverein mit Rolf Högger an der Spitze federführend verantwortlich. Genossenschafts-Präsident Hollenstein erwähnte mit Stolz, dass der Umzug und das Einrichten des Dorfladens mit freiwilligen Helferinnen und Helfern durchgeführt werden konnte. Die Beteiligten hätten sich mit viel Herzblut und grossem Engagement eingesetzt. Corina Nüssli, seit drei Jahren als freundliche Verkäuferin im Dorfladen verantwortlich, wies auf einige Neuerungen hin: „Wir können neu auch Bioprodukte sowie gluten- und laktosefreie Nahrungsmittel anbieten. Neu ist auch der Verkauf von Swiss-Losen“. Die meisten Frischprodukte würden in der Region beschafft.

Grund zum Feiern
Am ersten Samstag im Dezember fand die offizielle Eröffnung des Dorfladens statt. Gewisse Artikel wurden mit einem Rabatt verkauft. Eine ansprechende Zahl von Dorfbewohnern zeigte ihre solidarische Verbundenheit und nahm an der bedeutungsvollen Veranstaltung teil. Nachdem die Einkäufe getätigt waren, bot sich die Gelegenheit, im Gemeinschaftsraum im Obergeschoss eine Pause einzulegen. Bei Grillwürsten, Getränken oder Kaffee fanden Begegnungen mit Bekannten und Freunden statt. Viele äusserten sich dahingehend, dass ein Dorfladen nicht nur für die Abdeckung des täglichen Bedarfs, sondern auch als Begegnungsort sehr wichtig sei. Mit zwei Ständchen auf dem Vorplatz gab die Musig Lenggenwil dem Anlass einen festlichen Rahmen.

Auf genossenschaftlicher Basis
Vor 39 Jahren gründeten initiative Dorfbewohner die Konsumgenossenschaft Lenggenwil, nachdem die Dorfbäckerei Meienhofer und das kleine „Tante Emma-Lädeli“ ihre Geschäftstätigkeit aufgaben. Peter Bernhardsgrütter übernahm das Präsidium. Die Genossenschaft konnte einen Pavillon erwerben, der mit grosser Eigenleistung von Dorfbewohnern eingerichtet wurde. Auch der Verkauf des hauptsächlich durch Volg gelieferten Sortiments wurde in den eigenen Reihen organisiert. Mit dem Wechsel im Präsidium fand auch der Übertritt zum neuen Lieferanten C+C Angehrn, Gossau statt. Damit konnten kurzfristige Lieferungen garantiert werden. Umtriebig wie das Dorf Lenggenwil auch heute noch in seinen erfolgreichen Anlässen agiert, wurden bei den jährlichen Erntedankfesten beachtliche Erlöse zu Gunsten des Dorfladens generiert. Sie ermöglichten trotz schmalem Ertrag die Erhaltung der Einkaufsmöglichkeit.