Arthur Wyss’ Werke sind oft grossflächig, umso filigraner und aufwändiger sind seine Techniken. Er arbeitet seine Bilder gern in Punkte- oder Streifentechnik aus, einer Art impressionistischer Pointillismus. Dafür trägt er drei Schichten auf: Als erste Schicht malt er das ganze Bild in den gewählten Acrylfarben, anschliessend schneidet er ein wasserabweisendes Klebeband in zwei bis drei Millimeter dünne Streifen, die er dann im selben Abstand auf das ganze Bild aufklebt. 

Nun übermalt der Künstler das ganze Bild. Wenn alles trocken ist, entfernt er vorsichtig alle Klebstreifen und macht nötige Korrekturen. Nach ähnlichem Prinzip funktioniert der klassische Pointillismus: Dabei werden auf dem bemalten Untergrund mit dünnen Pinseln tausende feine Punkte aufgebracht, was aus der Nähe ein verpixeltes Bild ergibt, das auf Distanz durch optische Verschmelzung umso harmonischer wirkt. Bei diesen Techniken erhalten die Farben mehr Leuchtkraft, während beim Vermischen auf der Staffelei die Farben dunkler werden.

Die öffentliche Vernissage findet am Samstag, 29. Oktober, von 16 bis 18 Uhr statt mit Saxophonklängen von Manuel Thoma aus Henau. Am 12. November um 18 Uhr wird Arthur Wyss in der Galerie einen Vortrag über die Farbe in der Natur halten, mit Gedanken zu ihrem Entstehen und Wirken.  Zinta Okle