Die Rehabilitationsklinik Kneipphof legte gestern Mittag einen weiteren Grundstein, eine neue geriatrische Rehabilitation wird entstehen. Der Neubau „Tolenberg“ soll schon in gut einem Jahr eröffnet werden. Das Kostendach beträgt total 36 Millionen Franken. Darin involviert ist auch die Verbesserung der Bestandsklinik, inklusive der Ausstattung.Der Kanton Thurgau erhält eine neue geriatrische Rehabilitation. Mit der Grundsteinlegung zum Neubau Tolenberg am Mittwochmittag wird ein weiterer Meilenstein gesetzt. Es sei ein bedeutungsvoller Schritt in eine wegweisende Zukunft, sagte Evelyne Wirz. Der neuen Geschäftsführerin vom Kneipphof war die Freude, aber auch der Stolz, ins Gesicht geschrieben, als sie den Festakt eröffnete. In dem nach dem Dussnanger Hausberg, dem Tolenberg, benannten Neubau, wird Platz geschaffen für 84 Patienten, die stationär versorgt werden können. «In unserer neuen Einrichtung können wir die Rehabilitation noch besser auf unsere Patienten mit Einschränkungen am Bewegungsapparat und auf betagte Patienten mit komplexen Beschwerdebildern ausrichten», sagte Evelyne Wirz. Der Kneipphof wird sich dementsprechend verändern – nicht nur optisch. Bis zum Jahr 2020 wird unter anderem auch die Mitarbeiterzahl beträchtlich ansteigen. Aktuell werden 180 Personen beschäftigt, bis in drei Jahren werden es 100 mehr sein. Mit der dann vorhandenen Bettenanzahl von 200 wird der Kneipphof zu den grössten Rehabilitationszentren der Schweiz gehören.

Tagesaktueller Menuplan in der Zeitkapsel
An der Grundsteinlegung nahmen Architekten, Nachbarn, Gemeindevertreter und etliche weitere Personen teil. Gemeindepräsident Willy Nägeli sprach dabei von einer Zusammenarbeit zwischen der Politischen Gemeinde und dem Kneipphof, die zwar nicht immer mit der gleichen Meinung beginne, aber schlussendlich stets konstruktiv und mit guten Resultaten ende. «Was ich immer wieder betone ist, dass wir und die Gemeinde Fischingen wirklich stolz sein können, den Kneipphof bei uns zu haben. Ich wünsche allen einen unfallfreie und speditive Bauzeit.» Unlängst hat die Bauzeit begonnen, doch Platz für eine Zeitkapsel muss es haben. So füllte Evelyne Wirz diesen Behälter mit der neusten Ausgabe der Kneipphof-Nachrichten, Fotos und dem tagesaktuellen Menuplan, bevor die Kapsel einzementiert wurde.

Für die regionale Wertschöpfung
30 Doppelzimmer und 24 Einzelzimmer, zwölf Behandlungsräume für Physio-, Logo- und Ergotherapie werden entstehen. Jedes Geschoss wird über einen Ess- und Begegnungsbereich verfügen, im Erdgeschoss werden eine Besucherlounge und ein Warteraum eingerichtet und eine rollstuhlgängige Tiefgarage soll für eine unkomplizierte Zugänglichkeit sorgen. Für die Baufacharbeiten werden rund 100 Unternehmen beauftragt. Knapp 90 Prozent der Leistungen werden dabei von Unternehmen aus der Region erbracht. «Damit soll die regionale Wertschöpfung signifikant unterstützt werden, das liegt uns stets am Herzen. Und auch die nahezu kompletten restlichen Arbeiten werden von Schweizer Unternehmen ausgeführt», sagte Walter Troger, Geschäftsführer von VAMED, Standortentwicklung und Engineering GmbH.


Neubau Tolenberg
Der weltweit führende Gesundheitsdienstleiter VAMED, als neue Betreiberin und die neue Besitzerin die Credit Suisse stehen hinter dem Projekt und dem Kneipphof. Von VAMED war Walter Troger und seitens der CS Stefan Bangerter anwesend. Beide hielten eine kurze Ansprache und reüssierten dabei, wie stolz man auf den Kneipphof und den Neubau Tolenberg sei. Die Firma Jörg und Kuster AG aus Degersheim steht als Architekturbüro hinter dem Neubau.