Der Blick aus dem Fenster zeigt in diesen Tagen oft eins: eine dicke Nebelsuppe. Das ist aber auch ganz normal, denn erstens erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Nebel in der kalten Jahreszeit. Zweitens gehört die Region um den Bodensee entlang der Thur zu den fünf Regionen auf der Alpennordseite in denen am häufigsten Nebel auftritt, so Meteo Schweiz.

Für die einen bedeutet «Nebel» eine romantische, mystische, fast schon magische Atmosphäre. Für die anderen hingegen ist er lästig und drückt aufs Gemüt. Was er aber ohne Zweifel ist: Eine Behinderung der Sicht, was besonders im Strassenverkehr eine erhöhte Aufmerksamkeit verlangt. So schreibt denn auch die Kantonspolizei St. Gallen in ihrem Ratgeber «Sichtbarkeit bringt Sicherheit»: «In der Dunkelheit werden schwächere Verkehrsteilnehmer, die dunkel gekleidet sind, oft übersehen.» Mittels Kleidung in auffälligen, grellen Farben und zusätzlichen Reflektoren könne die Sicherheit erhöht werden. Entsprechende Zahlen der Kapo illustrieren dies eindrücklich: «Die Sichtbarkeit von Fussgängern bei Dunkelheit beträgt mit dunkler Kleidung 25 Meter, mit heller Kleidung 40 Meter, mit Reflektoren 140 Meter.» Trägt man Reflektoren, so ist man 115 Meter früher zu sehen, als mit dunkler Kleidung ohne Reflektoren.

Velos müssen ausserdem mit zwingend mit Vorder- und Rücklicht ausgestattet sein. Auch hier erhöhen zusätzliche Reflektoren und blinkende Lichter die Sicherheit. Diese Tipps seien auch für Tierhalter empfehlenswert. Indem etwa dem Hund ein reflektierendes oder blinkendes Halsband angelegt werde, sei er besser geschützt. Ausserdem wisse man so auch immer, wo sich das Tier befinde. Autofahrer hingegen könnten zur Sicherheit beitragen, indem sie die Geschwindigkeit anpassten und die Sicht optimal gewährleisten. Dazu sei es etwa nötig, die Scheiben völlig eisfrei zu kratzen. Denn: Das sogenannte «Gucklochfahren» ist nicht nur gefährlich, es ist auch strafbar.