Warum ist es in der Silvesternacht manchmal so neblig, dass man das Feuerwerk mehr hört als sieht? Hat das etwa mit den Feuerwerken zu tun? Ja, erklärt Luzian Schmassmann in der «Wetterfrage» von SRF Meteo zum Beginn von 2022. Wenn die Wetterbedingungen stimmen würden, so könne das Abbrennen von Feuerwerken Einfluss auf die Nebelbildung haben.

Wie bildet sich Nebel überhaupt?

Dies sei vor allem dann der Fall, wenn die Luft feucht genug sei und die Nacht anschliessend kalt werde. Wenn sich nämlich die feuchte Luft abkühle, so beginne das erst gasförmige Wasser ab einer bestimmten Temperatur zu kondensieren. Das heisst: Es entstehen kleine Wassertropfen. Damit der Übergang aber vom gasförmigen zum flüssigen Wasser gelingen könne, brauche es in der Luft sogenannte «Kondensationskerne», was wiederum «ganz, ganz kleine Partikel sind», wie Schmassmann ausführt. Dies können etwa Salzkörnchen aber auch Russpartikel sein, die sich ohnehin in der Luft befänden.

Wie kommt es zum Feuerwerksnebel?

Mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern kämen nun in kurzer Zeit eine zusätzliche Ladung Feinstaub und damit eben auch viele zusätzliche Kondesationskerne hinzu. Wenn es nun auch noch windstill sei und die Feinstaubpartikel nicht weggewindet würden, so könne es zur Entstehung des dichten Feuerwerksnebels kommen. In Deutschland nennt man ihn übrigens auch Böllernebel.

In der letzten Silvesternacht und am frühen Morgen des 1. Januar habe man mancherorts im Schweizer Mittelland dichten Nebel beobachten können, führt Schmassmann aus. Spätestens am Nachmittag hatte sich dieser dann aber wieder aufgelöst. So zeigte sich die Stadt am 1. Januar denn auch im besten Licht und war von vielen Leuten besucht worden.