Der EHC Uzwil darf sich trotz eines Rumpfteams weiterhin Chancen ausrechnen, die Playoffs zu erreichen. Beim 6:1-Erfolg beim abgeschlagenen Schlusslicht Reinach erfüllte er seine Pflicht souverän. Die Habichte mussten sich einzig vorwerfen lassen, die Chancen nicht konsequent genug verwertet zu haben. Hätten sie dies getan, wäre gegen die bemitleidenswerten Aargauer zum zweiten Mal in dieser Saison ein «Stängeli» Tatsache geworden. Den Uzwilern spielte in die Karten, dass ihnen Reinachs Goalie früh den Führungstreffer schenkte. Mischa Broder hatte den Schuss aus spitzem Winkel abgegeben und war somit Torschütze. Als Lukas Klopfer und der aus dem Militär zurückgekehrte Robin Reinmann mit zwei Treffern im Mittelabschnitt auf 4:0 erhöht hatten, war die Entscheidung bereits gefallen. Im Schlussabschnitt sorgten Raoul Seiler und Marco Benz mit weiteren Toren dafür, dass der höchste Auswärtssieg der Saison resultierte. Daran änderte auch nichts, dass der ehemalige Uzwiler Vitezslav Dum zwischenzeitlich auf 1:4 verkürzt und somit Gäste-Goalie Valentin Bauer den Shutout vermiest hatte.

Da auch Konkurrent Prättigau-Herrschaft zu einem Auswärtssieg kam und in Bellinzona mit 4:3 siegte, blieb es beim Status quo am Strich – ausser dass nun Argovia auf Platz zehn praktisch aus der Entscheidung gefallen ist. In den nächsten beiden Runden spielen Uzwil und Prättigau-Herrschaft je gegen besser eingestufte Mannschaften. In der Schlussrunde «darf» Uzwil nach Aarau, während Prättigau-Herrschaft Herisau empfängt. Spannung total.

Auch Wil souverän

Der EC Wil kehrte ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis aus dem Aargau heim. Am Dienstagabend hatte er sich in Aarau gegen Argovia mit 8:3 durchgesetzt und war auf Platz zwei vorgerückt. Es war der sechste Sieg in den vergangenen sieben Meisterschaftsspielen. Bei den Wilern zeichneten sich Andreas Ambühl, Elia-Marius Mettler und Matteo Schärer als Doppeltorschützen aus. Diese drei Spieler haben nun zusammen 56 der 108 Wiler Tore dieser Saison erzielt – also mehr als die Hälfte. Für die weiteren beiden Treffer in Aarau waren Leeroy Rüsi und Dario Eigenmann verantwortlich. Da die Wiler schon früh in Führung lagen, war der Erfolg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Resultate, 1. Liga, Ostgruppe, 24. Runde:
Reinach – Uzwil 1:6
Argovia – Wil 3:8
Bellinzona - Prättigau-Herrschaft 3:4
Wetzikon - Frauenfeld 3:1
Arosa – Herisau 3:6
Rheintal – Pikes Oberthurgau 3:6

Rangliste:
1. Wetzikon 24/54. 2. Wil 24/47. 3. Arosa 24/46. 4. Bellinzona 24/46. 5. Frauenfeld 24/45. 6. Herisau 24/41. 7. Pikes Oberthurgau 24/41. 8. Prättigau-Herrschaft 24/32. 9. Uzwil 24/30. 10. Argovia 24/24. 11. Rheintal 24/20. 12. Reinach 24/6.

Nächste Spiele, 25. Runde:
Samstag, 26. Januar: Pikes Oberthurgau – Bellinzona (17.00 Uhr). Wil – Reinach (17.30 Uhr). Herisau – Rheintal (17.30 Uhr). Frauenfeld – Argovia (17.30 Uhr). Uzwil – Wetzikon (20.00 Uhr).
Sonntag, 27. Januar: Prättigau-Herrschaft – Arosa (15.30 Uhr).

Restprogramm am Strich:
Prättigau-Herrschaft (8. Platz, 24 Spiele/32 Punkte):
- Arosa (h)
- Pikes Oberthurgau (a)
- Herisau (h)

Uzwil (9. Platz, 24 Spiele/30 Punkte):
- Wetzikon (h)
- Frauenfeld (h)
- Argovia (a)

Argovia (10. Platz, 24 Spiele/24 Punkte):
- Frauenfeld (a)
- Reinach (a)
- Uzwil (h)

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Liveticker zum Spiel Reinach - EHC Uzwil:

Das war’s aus dem Oberwynental. Haben Sie noch einen angenehmen, wenn auch kurzen Rest dieses Donnerstags. Und dann schon mal ein schönes Wochenende. Bis bald auf hallowil.ch

Weiter geht es für den EHC Uzwil in nicht einmal zwei Tagen. Nach dem heutigen Spiel gegen den Letzten geht es am Samstag um 20 Uhr in der heimischen Uzehalle gegen den Ersten, also Leader Wetzikon. Auch Reinach wird am Samstag wieder zum Thema, wenn die Aargauer um 17.30 Uhr im Bergholz nächster Gegner des EC Wil sind. Von beiden Spielen wird hallowil.ch berichten.

Schlussfzait: Ein selbst in der Höhe verdienter Sieg. Uzwil war die klar bessere Mannschaft. Mit einer etwas besseren Chancenauswertung wäre zum zweiten Mal in dieser Saison gegen Reinach ein "Stängeli" möglich gewesen. Aber auch die mangelhafte Effizienz fiel nicht negativ ins Gewicht. Zu schwach war der Gegner. Reinmann war einziger Doppeltorschütze.

Schlusssirene: Der EHC Uzwil erfüllt die Pflicht souverän und besiegt Reinach mit 6:1. Der Rückstand auf den Playoff-Platz beträgt somit drei Runden vor Schluss zwei Punkte. Alles ist möglich.

60. Minute: TOOOOOOOOOR EHC Uzwil durch Benz zum 1:6. Der Treffer fällt 23 Sekunden vor Schluss. Es ist somit der höchste Uzwiler Auswärtssieg der Saison.

59. Minute: Noch ein etwas längerer Unterbruch, weil sich das Uzwiler Tor aus der Verankerung gelöst hat. Das Spiel schleppt sich dem Ende entgegen.

59. Minute: Auch dieses Überzahlspiel verstreicht ohne Tor. Weiterhin kein Treffer in Über- oder Unterzahl.

58. Minute: Da war eine Doppelchance im Boxplay zum 6:1. Die Gäste scheitern am Goalie und der eigenen Präzision.

57. Minute: Nochmals ein 2er gegen Uzwil. Strafen nehmen sie genug für so ein harmloses Spiel.

56. Minute: So steht nun dieses 5:1 wie am 18. November in Bellinzona. Gibt es noch den alleinigen höchsten Auswärtssieg dieser Saison? Den Goalie wird Reinach nicht mehr rausnehmen.

55. Minute: Wieder blieb es beim Versuch.

53. Minute: Reinach darf sich nochmals im Überzahlspiel probieren.

52. Minute: TOOOOOOOOOOR EHC Uzwil durch Seiler zum 1:5. Er wurde dicht vor dem Tor von Posch angespielt. Der Vier-Tore-Abstand ist wieder da. Zwischen den beiden Treffern lagen nur 45 Sekunden.

51. Minute. TOOOR Reinach durch Dum zum 1:4. Da ging der Torschütze - ein Ex-Uzwiler - sträflich vergessen. Futsch ist der Shutout von Bauer. 

50. Minute: Noch zehn Minuten. Und noch ein Uzwiler Treffer, dann ist es der höchste Auswärtssieg dieser Saison. Bis jetzt steht da ein 5:1-Erfolg in Bellinzona im November.

49. Minute: Was für dein Ding für … Reinach. Zu zweit ziehen sie alleine auf den Uzwiler Goalie Bauer zu, vergeben aber die Riesenchance. Reinach wieder komplett.

47. Minute: Nun Uzwil in Überzahl. Kommt jetzt der erste Überzahl-Treffer des Abends?

47. Minute: Wieder wehrt Bauer schön ab. Der will hier das zu Null halten.

46. Minute: Das war souverän von Uzwil. Relativ viel Scheibenbesitz in Unterzahl. Aber der Shorthander fällt auch dieses Mal nicht. Wie in jedem Unterzahlspiel an diesem Abend gab es Uzwiler Chancen dazu.

44. Minute: Powerplay nun für Reinach. Ein weiteres Mal die letzte Chance, um ins Spiel zu finden.

42. Minute: Da muss Bauer wehren. Sein Shutout hält aber.

41. Minute: Uzwil übrigens wieder komplett. Habe gar nicht gemerkt, dass sie das Drittel in Unterzahl in Angriff genommen hatten.

41. Minute: Und weiter geht's. Gibt es einen Shutout für Valentin Bauer im Uzwiler Tor? Sie merken: Ich bin sichtlich bemüht, hier noch etwas Spannung aufzubauen. Denn die Kuh ist gemolken. Da lehne ich mich einfach mal aus dem Fenster. Zu harmlos ist Reinach.

Zwischenfazit: Ah doch, ja. Hier ist die Musik wieder. Gleich geht es weiter mit dem Schlussdrittel.

Zwischenfazit: Es ist gespenstisch ruhig in der Halle. Keine Musik, keine Leute mehr. Geht das Spiel überhaupt noch weiter? Ich hoffe doch.

Zwischenfazit: Der Einbruch könnte kommen, wenn man gedanklich schon zu sehr beim nächsten Spiel ist. Dieses ist ja schon übermorgen - in Uzwil gegen Leader Wetzikon. Das wird dann ein ganz anderes Kaliber, welches die Uzwiler aber schon zweimal besiegt haben in dieser Saison. Einmal im Cup, einmal in der Meisterschaft.

Zwischenfazit: Die Frage ist: Wie schaut es mit den Kräften aus, da  nur 15 Feldspieler dabei sind? Es sollte heute keine Rolle spielen. Denn Reinach hat nur 14 Feldspieler am Start. Es bräuchte also einen deutlichen Uzwiler Einbruch im Schlussdrittel, um sich hier die Sahne noch vom Eis nehmen zu lassen.

Zwischenfazit: Der Doppelschlag mit den beiden Toren von Klopfer und Reinmann binnen weniger als zwei Minuten zum 2:0 und 3:0 dürfte die Partie schon vor Spielhälfte vorzeitig entschieden haben - zumal dann Reinmann mit dem 4:0 noch nachgedoppelt hat. Man kann sich nicht vorstellen, wie diese Reinacher noch ins Spiel zu holen wären.

2. Drittelspause: Der EHC Uzwil führt in Reinach nach 40 Minuten auch in der Höhe verdient mit 4:0.

39. Minute: Nochmals Powerplay Reinach. Das dürfte womöglich schon die letzte Chance sein, um noch ins Spiel zu finden.

38. Minute: Und da jubeln die Uzwiler schon wieder. Doch der Puck war dann doch nicht ganz drin.

37. Minute: TOOOOOOOOOOR EHC Uzwil von Reinmann zum 0:4. Der Abschluss von Klopfer dürfte noch leicht abgelenkt gewesen sein.

36. Minute: Wie gehabt: Die limitierten Aargauer sind nicht in der Lage, ein Powerplay aufzuziehen und brauchen eine Portion Glück, um nicht den vierten Gegentreffer zu fangen.

34. Minute: Plötzlich brennt es vor dem Uzwiler Gehäuse. Aber Bauer, der heute im Tor steht, taucht ab und hat die Scheibe.

34. Minute: Nächstes Überzahlspiel für Reinach.

33. Minute: Es wird übrigens eine Spur ruppiger. Da sind nun doch einige kernige Checks dabei.

32. Minute: Es dürften 89 sein alles in allem, wenn ich in der Beiz nicht den Überblick verloren habe.

32. Minute: Ich zähle zwischendurch mal kurz die Zuschauer durch ...

30. Minute: Nein. Auch in diesem Reinacher Powerplay hat Uzwil die klareren Chancen. Keine weiteren Tore. Weiter 3:0 für Uzwil bei Spielhälfte.

28. Minute: Da muss Uzwils Meyer raus für eine Behinderung. Wittern die in Rot spielenden Gastgeber Morgernröte?

27. Minute: TOOOOOOOOOR EHC Uzwil durch Reinmann zum 0:3. Jetzt geht es Schlag auf Schlag und plötzlich machen sie die Dinger rein. Reinmanns zwölfter Saisontreffer. Sind das schon die drei Punkte?

25. Minute: TOOOOOOOOR EHC Uzwil durch Klopfer zum 0:2. Endlich. Der Torschütze kann bei einem Break alleine auf das Tor zu ziehen und behält die Nerven.

24. Minute: Und dann mal Reinach. Eine wirkliche Chance schaut aber auch da nicht raus.

22. Minute: Sie nisten sich mal wieder ein in der Reinacher Zone.

21. Minute: Und weiter geht's hier in Reinach. Auf der Suche nach dem 2:0. Oder kehrt nun das Ding?

Zwischenfazit: Es ist durchaus empfehlenswert, hier rechtzeitig für eine gute Differenz zu sorgen. Was sonst passieren kann, haben die Uzwiler in dieser Halle gegen diesen Gegner vor noch nicht einmal drei Wochen erlebt. Da führten sie gegen Reinach bis weit ins Schlussdrittel hinein mit 4:1. Als sie dann vorzeitig nachliessen, stand es plötzlich nur noch 4:3 und das grosse Zittern begann. Das muss heute nicht sein.

Zwischenfazit: Was halt auch festzuhalten ist: Die Qualität im Abschuss ist ungenügend bei den Uzwilern. Zu viele offene Schüsse direkt auf den Goalie. Teilweise wirken die Versuche überhastet.

Zwischenfazit: Dieses 1:0 ist ein viel zu dürftiger Lohn für die Uzwiler, die gegen einen äusserst limitierten Gegner deutlich mehr Abschlüsse zu verzeichnen hatten und phasenweise drückend überlegen waren. Aber da müsste viel mehr rausschauen als ein Glückstreffer.

1. Drittelspause: Das war's mit dem ersten Abschnitt. Der EHC Uzwil führt nur mit 1:0 in Reinach.

20. Minute: Aber auch diese Überzahl bringt nichts ein.

19. Minute: Menoooh. Auch Schommer vergibt ein Riesending. Das ist nun aber mal ein gutes Powerplay.

18. Minute: Man wird das Gefühl nicht los, dass hier bald das 1:1 fällt. Nicht, weil Reinach dran wäre. Sondern weil Uzwil so viele Chancen vergibt. Nächstes Powerplay für Uzwil.

16. Minute: Das ist echt unglaublich: Bei 5 gegen 5 sieht das bei den Uzwilern fast mehr nach Powerplay aus als in Überzahl.

15. Minute: Naja. Also mi 5 gegen 5 sind sie gefährlicher. Wieder numerischer Gleichstand.

13. Minute: Nächstes Powerplay für Uzwil. Ein Beinstellen wird geahndet. Kommt dieses Mal mehr als beim ersten Uzwiler Überzahlspiel?

12. Minute: Die Uzwiler vergeben hier Chancen im Multipack. Weiter nur 1:0. Wenn sich das nur mal nicht rächt.

10. Minute: Uzwil im ersten Sechstel des Spiels die klar bessere Mannschaft. Zuvor hatte Klopfer das 2:0 auf der Schaufel. Das Tor war offen.

8. Minute: Noch ein Nachtrag zum Uzwiler Führungstreffer. Er wurde Broder zugeschrieben. Sein siebter Saisontreffer.

8. Minute. Nun wieder beide komplett. In Unterzahl war Uzwil gefährlicher als in Überzahl.

6. Minute: Jetzt ist auch ein Reinacher in der Kühlbox. 4 gegen 4. Zuvor übrigens Hohl bei einem Break mit der Topchance zum 2:0. Er scheiterte aber am Reinacher Goalie.

5. Minute: Dann muss der erste Uzwiler raus - für einen Stockschlag in der Reinacher Zone. Ärgerlich.

3. Minute: TOOOOOOOOR EHC Uzwil zum 0:1. Wem soll man denn dieses Tor geben? Wenn es im Hockey Eigentore gäbe, wäre das eines. Schuss von der rechten Seite bei ganz spitzem Winkel. Und der Reinach-Goalie lenkt den Puck unbedrängt ins eigene Tor. Uns soll's recht sein.

2. Minute: Der erste Abschluss gehört den Uzwilern. Aber gehalten.

1. Minute: Das Spiel läuft.

Die Mannschaften sind da. In Kürze geht es los. Viel Spass mit Reinach- Uzwil.

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Wer gerät zuerst in Schieflage? Stilbild aus der nahezu leeren Eishalle Oberwynental in Reinach.

Geleitet wird das Spiel von Alain Blum. Er hat die Uzwiler schon am vergangenen Sonntag im Derby gegen Wil gepfiffen. Die beiden Assistenten heissen Robin Feuz und Tanja Cadonau.

Werfen wir einen Blick auf die Mannschaftsaufstellung des EHC Uzwil. Da fragt man sich in jedem Spiel: Wie viele Akteure sind denn heute dabei? Am vergangenen Sonntag im Derby gegen Wil waren es nur elf Feldspieler. Heute sind es 15. Immerhin ist Robin Reinmann zurück aus dem Militär. Zudem sind ein paar junge Spieler mit B-Lizenzen von Rapperswil-Jona dabei. Weiterhin verletzt sind Jäpinnen und Breitenmoser.

EHC-Uzwil-Präsident Philipp Herzog sagt vor dem Spiel: «Ich bin überzeugt, dass sich die Jungs trotz nominell schmalem Kader mit einer starken kämpferischen Leistung und grossem Teamgeist die drei Punkte holen.» Nun denn: Das ist mal eine Ansage.

«Nur nicht wieder ein 4:1», sagt man sich bei den Uzwilern. In den letzten drei Partien der Habichte stand am Schluss immer ein 4:1 für den Gastgeber auf der Anzeigetafel.

Betreffend Abstieg sollte der EHC Uzwil aus dem Schneider sein. Betreffend Playoff-Qualifikation muss er aufpassen, dass er nicht bald auch aus den Traktanden fällt. Fünf Punkte gross ist der Rückstand auf das Tabellenachte Prättigau-Herrschaft, das gestern in Bellinzona überraschend mit 4:3 gewonnen hat. Uzwil hat also noch ein Spiel mehr auszutragen als die Bündner, nämlich deren vier – ist aber unter Druck.

Den Uzwilern steht eine Mannschaft gegenüber, die seit dem 28. November nicht mehr gepunktet hat – und bisher 22 von 23 Partien verlor. Alles andere als ein Vollerfolg des EHC müsste als Enttäuschung gewertet werden. Dass Reinach wegen der vielen Niederlagen absteigt, ist allerdings noch längst nicht sicher. Der doch gewöhnungsbedürftige Modus besagt, dass der nach der Qualifikation und der Abstiegsrunde am Tabellenende liegende Klub der 1.-Liga-Ostgruppe nicht direkt runter muss in die 2. Liga, sondern gegen den Vorletzten der Westgruppe einen Playout-Final bestreitet gegen den Abstieg.

Wo sind wir denn eigentlich? Beim Namen «Reinach» denkt wohl manch einer an die zweitgrösste Gemeinde des Kantons Basel-Land mit fast 20'000 Einwohnern. Stimmt in diesem Fall aber nicht. Die Red Lions sind im aargauischen Reinach beheimatet, welches nicht einmal halb so viele Einwohner hat. Gelegen ist die Ortschaft im Bezirk Kulm. Ok? Nun gut: Das liegt im oberen Wynental. Ok? Nun gut. Grenzt an den Kanton Luzern. Schwarzenbach (LU) und Rickenbach (LU) liegen ganz in der Nähe. Zwei historische Ortskerne, zwischen Hügeln gelegen. Und eben die Red Lions als Hockeyklub. Das Frauenteam liegt aktuell auf Tabellenplatz 2 der … NLA. Noch vor den ZSC Lions.

Die Spannung steigt im Kampf um den letzten Playoff-Platz in der 1.-Liga-Ostgruppe. Der EHC Uzwil braucht dringend Punkte, um noch ein Wörtchen mitreden zu können. Für einen kurzweiligen Abend dürfte also gesorgt sein. Herzlich willkommen zum kapitalen Auswärtsspiel der Habichte in Reinach. Simon Dudle tickert für sie aus dem Aargau durch den Abend.