Alle traktandierten Geschäfte wurden einstimmig angenommen. Es gab zu keinem einzigen Punkt eine Wortmeldung. Das Vertrauen in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ist gross. Die Bank hat erneut ein sehr gutes Betriebsergebnis erzielen können. Auch die Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers, die der Bank eine ausgezeichnete Geschäftsführung bescheinigte, wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt.

Man spürte den Stolz auf das neue Bankgebäude aus den Ausführungen sowohl von VR-Präsident Heinz Jost wie auch von Adrian Müller, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, gut heraus. Der Neubau bewähre sich in allen Belangen und vereinfache die Abläufe. Dabei hoben beide Männer die hohe Kompetenz und den grossen Einsatz aller am Bau beteiligten Firmen und Behörden hervor. Zehn Jahre Planung hätten zur Zufriedenheit aller zu einem tollen Ergebnis geführt. Das ehemalige Bankgebäude soll einem Neubau mit gemischter Nutzung weichen und im Spätsommer 2020 bezugsbereit sein.

Erfreuliches Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis der Rechnung 2018 darf sich einmal mehr sehen lassen. So stieg die Bilanzsumme um 7,2 % auf 560 Millionen Franken. Die Kundengelder im Betrag von gut 20 Millionen Franken entsprechen einem Zuwachs von 5,6 % gegenüber dem Vorjahr. Auch im Hypothekengeschäft ist die Bank gut in der Region verankert. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden für 30 Millionen Franken neue Hypotheken vergeben. 10 Millionen wurden dafür zusätzlich auf dem Kapitalmarkt aufgenommen. Der Gewinn stieg ebenfalls und erreichte die stolze Summe von 2,761 Millionen Franken. Ein Teil wird den gesetzlichen und freiwilligen Gewinnreserven zugeteilt, für die Dividenden werden 346‘400 Franken verwendet sowie 277‘000 Franken auf neue Rechnung zurückgelegt. Aktuell hat die Bank 1‘339 Aktionäre und Aktionärinnen und ein Eigenkapital von 43 Millionen Franken. Der ganze Geschäftsbericht kann auf der Homepage der Bank nachgelesen werden. 


Kundenbeziehung zentral

Es ist für alle Verantwortlichen der Bank klar, dass gut funktionierende Kundenbeziehungen das A und O für einen guten Betriebserfolg sind. Adrian Müller und sein Kader begrüssten denn auch bei der Ankunft jede einzelne Person mit einem Handschlag. Man kennt sich eben. Doch auch in Zukunft werden Vorsorgen, Sparen, Anlegen, Finanzieren und Sichern die Hauptpfeiler der Aktivitäten der Clientis Bank sein. Das Beratungszentrum im Mühlenhof in Uzwil bietet dazu vielfältige Beratungen an. Aber auch in den neuen Büroräumlichkeiten beraten die Finanzexperten der Bank ihre Kundschaft gerne.

Werden bald Roboter in der Schalterhalle stehen?

Dazu gab Verwaltungsratspräsident Heinz Jost Entwarnung. Trotz Digitalisierung werden noch immer reale Menschen in der Bank beraten. Die Digitalisierung macht allerdings auch vor dem Bankgeschäft nicht Halt. In Zukunft werden noch vermehrt auf die einzelnen Kundenbedürfnisse zugeschnittene Angebote im Technologiesektor Einzug halten. Die Homepage steht allen Interessierten offen.

Mark Twain wird der Ausspruch zugeschrieben: „Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.“ Verwaltungsrat und Bankleitung sind jedoch überzeugt, für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet zu sein. Die Devise heisst: Am Ball bleiben!


Angekündigter Rücktritt

Zwischen den Zeilen verriet VR-Präsident Heinz Jost, dass er über seinen Rücktritt nachdenke. Ein Mitglied in diesem Gremium muss heute fundierte Kenntnisse der vielschichtigen Materie mitbringen, da ist ein gut vorbereiteter Übergang äusserst wichtig. Doch noch liess sich Jost für die nächste Amtsperiode von 3 Jahren wählen, zusammen mit dem ganzen Verwaltungsrat. Im Geschäftsbericht können die vielfältigen und anspruchsvollen Aktivitäten sowie die Zuständigkeiten nachgelesen werden. 

Am Samstag, 11. Mai 2019, lädt die Bank zu einem Tag der Offenen Türe ein. Die Bankleitung beantwortete allerdings die Frage, ob das „offen“ auch für den Tresor gelte, mit einem „Nein, leider...“

Und für den Kalender: Am 27.März 2020 findet die 145. GV der Clientis Bank Oberuzwil AG statt.