Die Non-Profit-Organisation YES (Young Enterprise Switzerland) will jungen Menschen praktische Erfahrungen im Wirtschaftsleben vermitteln. 

Die Wilerin Paula Körner hat im Rahmen dieses Projekts mit fünf Mitschülern des Gymnasium Friedberg in Gossau ein Miniunternehmen gegründet. Es produziert und vertreibt neuentwickelte Gewürze.

Die Basis der Gewürzzubereitungen sind getrocknete und pulverisierte Champignons. Die sechs Jung-Unternehmer wollen mit ihren Kreationen dem Lebensmittel Pilz zu neuer Attraktivität verhelfen. 

Den Markennamen «J`amour», den sie kreiert haben, bedeutet übersetzt Pilzliebe. Grundlage dafür war das indonesische Wort für Pilz, Jamur, sowie das französische Wort für Liebe.

Ökologisch und gesund

Das Logo zeigt einen liegenden Pilz in der Farbe Grün, dessen Hut ist mit braunen Herzchen verziert. Damit sollen die Grundsätze der sechs Jungunternehmerinnen und -unternehmer, Ökologie, Gesundheit und Natur, veranschaulicht werden.

Mit ihren Produkten richten sich die Startup-Gründer an Hobbyköcherinnen und –köche mit beschränkter Zeit zum Kochen.

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Bisher sind drei Varianten des neuartigen Gewürzes erhältlich. (Foto: zVg) 


Verschiedene Vertriebskanäle

Die Gewürze werden über den eigenen Webshop und über Instagram vertrieben.

Im Weiteren sind sie im Spar Rossrüti, im Bioladen Kiebitz in Amriswil sowie in der Buchhandlung ad:hoc in Wil erhältlich. Auch im schulinternen Laden im Gymnasium Friedberg kann es bezogen werden. 

Zwei Mal boten die jungen Geschäftsleute bisher ihre Produkte am Wiler Samstagsmarkt an. Die nächste Präsenz ist 9. April 2022 an der Nationalen Handelsmesse am Zürcher Hauptbahnhof.

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Die Wilerin Paula Körner ist CEO des Unternehmens. Sie hat sich den Fragen von hallowil gestellt. (Foto: zVg) 

Paula Körner, wie ist die Idee für «J`amour» entstanden?

Paula Körner: In der Schule teilten wir uns am Anfang des Schuljahres 2021 in zwei Gruppen auf. Wir alle haben das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht gewählt und es ist schon lange bekannt, dass in der 5. Klasse als Yes-Wettbewerb  mitgemacht wird. Also starteten wir nach den Sommerferien voller Elan in ein neues Abenteuer. Relativ schnell kamen wir auf das Thema Pilze. Wir studierten, was man alles aus Pilzen herstellen könnte und bald kamen wir auf die Idee ein Pilzgewürz zu produzieren. Dann war der Firmennamen der nächste Schritt. unsere Eröffnungsveranstaltung hatten wir dann am 30.10.2021.

Hatten Sie beim Aufbau ein Coaching oder eine andere Begleitung?

Es ist zwar ein Schulprojekt, jedoch hat sich unser Lehrer im Hintergrund gehalten. Alle Fragen, die wir hatten, stellten wir direkt per Mail an Yes. Von Yes aus hatten wir auch einen Workshop, jedoch ging es in ihm mehr um eine Einführung und nicht als Unterstützung.

Wie verwenden Sie die Einnahmen, werden sie reinvestiert?

Unsere Einnahmen werden direkt investiert in neue Gewürze, den Stand, den wir für die Handelsmessen benötigen, oder anderes Equipment. Wir arbeiten zur Zeit gratis und möchten einfach die Erfahrung nutzen und unser Bestes geben, damit wir im Wettbewerb möglichst weit kommen.

Welches sind Ihre bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Geschäftstätigkeit?

Unsere Erfahrungen sind durchaus positiv wir hatten einige Momente, die besser hätten laufen können, jedoch sind wir durch genau diese Momente als Team umso mehr zusammengewachsen. Wie alle haben das selbe Ziel und wir wollen nur das beste für« J’amour».

Wie soll es nach der Matura mit J`amour weitergehen?

Der Wettbewerb ist nächsten Juli leider zu Ende somit ist auch J’amour in dem Sinne aufgelöst. Jedoch haben einige von uns schon mit dem Gedanken gespielt, das Unternehmen neu zu gründen und weiter zu führen. Mit dem Ende des Yes-Wettbewerbs Endet auch die Rechtsform des Unternehmens.