Kaum einer scheint im Corona-Jahr Halloween zu feiern. Bei einer Umfrage von hallowi.ch, die auf Instagram und der Seite selbst total rund 300 Klicks generiert hat, gaben nur 6 Prozent aller Teilnehmer an, dieses Fest zu feiern. Dies hatte einen positiven Einfluss auf das Halloween-Fazit der Kantonspolizei St.Gallen. Diese zeigte laut eigenen Angaben eine starke Präsenz. Dabei habe sie in ermahnenden Gesprächen Jugendliche auf ihr Handeln aufmerksam gemacht. Einige Personen seien nach Beschwerden aus der Bevölkerung kontrolliert worden. Dies teilt die Kantonspolizei am Sonntagmorgen mit.

Entgegen früherer Jahre mussten nur wenige Sicherstellungen, wie zum Beispiel Eier oder Spraydosen gemacht werden. «Erfahrungsgemäss werden Sachbeschädigungen oftmals erst am Tag festgestellt. Daher ist es nicht ganz auszuschliessen, dass sich Geschädigte bei der Kantonspolizei St.Gallen noch melden werden», schreibt die Polizei. In früheren Jahren wurden oftmals auch jüngere Kinder von ihren Eltern begleitet. Diese Feststellung konnte in diesem Jahr kaum gemacht werden. Hat da geholfen, dass wegen der Corona-Situation weniger Menschen als sonst unterwegs waren? Gut möglich. (kapo/sdu)

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So rüstet sich die Polizei auf die Halloween-Nacht (31.10.20)

Wenn das Ei an die Hausmauer klatscht, daran herunterläuft und das Ganze dann noch mit einem kräftigen Schuss Mehl bestäubt wird, mag das für gewisse Leute lustig aussehen. Der Ärger für die Hausbesitzer ist aber gross, denn es entstehen hohe Reinigungskosten und ist eine Sachbeschädigung. Was als Spass beginnt, kann schnell ernst werden, wenn die Polizei ermittelt und der Gang vor die Jugendanwaltschaft ansteht.

Die Kantonspolizei St.Gallen versucht diesem Spuk vorzubeugen. Die Shop-Betreiber im Kanton St.Gallen wurden deshalb in den vergangenen Tagen angeschrieben. Sie werden gebeten, mit dem Verkauf gewisser Artikel an Jugendliche und junge Erwachsene zurückhaltend zu sein. Ebenso wurden Eltern von Oberstufenschülern angeschrieben, die Konsequenzen des Handelns mit den Jugendlichen zu besprechen.

Die Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen werden in der Nacht auf Sonntag auch in Zivil unterwegs sein und Kontrollen von Halloween-Gruppierungen machen. Wie in den Jahren zuvor werden Gegenstände, die für Sachbeschädigungen eingesetzt werden können, sowie gefährliche Gegenstände und gewisse Maskierungen eingezogen. Sie können, sofern sie nicht verboten sind, nach der Halloween-Nacht wieder abgeholt werden. (kapo/red)