Der ehemalige Gemeindepräsident von Eschlikon, Hans Mäder, begrüsst in seiner Funktion als Stadtpräsident von Wil die Gäste im Stadtsaal. Er lobt die sehr gute Zusammenarbeit mit den Thurgauern, vor allem im Hinblick auf Wil-West. Nach fast 18 Monaten kann der HEV Hinterthurgau wieder eine physische Versammlung durchführen. Dass dies grad eine Jubiläums-Versammlung ist, das freut Präsident Matthias Erne umso mehr. Während der Pandemie wurde die Hauptversammlung schriftlich durchgeführt. So auch die Wahl von Jacqueline Scherrer in den Vorstand. Erne stellt Jacqueline Scherrer kurz vor und gratuliert mit einem Blumenstrauss zur Wahl ins HEV-Team. Verabschiedet wurde Angela Haltiner, die viel für den HEV Hinterthurgau geleistet hat.  Nach fünf Jahren wird Vize-Präsident Pascal Grob aus Busswil ebenfalls verdankt. Für ihn konnte Esther Breitenmoser aus Wiezikon gewonnen werden. Die ausgewiesene Finanzfachfrau ist verheiratet, hat eine Tochter und arbeitet in Weinfelden bei der Thurgauer Kantonalbank. Sie wird einstimmig von der Versammlung gewählt.

Die Rechnung 2020 schliesst mit einem Minus von rund 1500 Franken ab. Das Budget 2021 belastet die Rechnung 2021 mit einem fünfstelligen Rückschlag, dies ist der diesjährigen Jubiläums-Versammlung geschuldet. Rechnung und Budget wurden aber von den Stimmberechtigten einstimmig gutgeheissen.


Die Tage des Eigenmietwerts sind gezählt

Ein grosses Anliegen, dass nun schon Jahre die Politik beschäftigt kann in Bälde «ad acta» gelegt werden. Im Sommer 2016 lancierte der HEV Schweiz die Petition «Eigenmietwert abschaffen». Am 10. November 2016 wurden die gesammelten Unterschriften in Bern der Bundesversammlung überreicht. Matthias Erne berichtet mit einem gewissen Stolz, dass die Sektion Hinterthurgau als eine der wenigen Sektionen eine Unterschriftensammlung organisiert hat. Das Resultat kann sich sehen lassen; rund 1,5 Prozent aller Unterschriften stammt aus dieser Aktion.

Markus Meier, Direktor HEV Schweiz orientiert in einer ausführlichen Rede über die Verbandstätigkeiten, aber auch über die «Vorstellungen» unter der (Zirkus-)Kuppel vom Bundeshaus in Bern. Er erläutert anhand Tabellen und Grafiken über die Entwicklung der Immobilienpreise in den verschiedenen Teilen der Schweiz. Die Pandemie habe bei den Käufern den Drang in ländliche Gegenden ausgelöst, was die steigenden Preise nun zeigen, berichtet Meier. «Wir sind sehr weit gekommen, aber noch nicht ganz am Ziel», meint er zum Thema Eigenmietwert.

Nach dem Dessert und einem weiteren Auftritt von Martin O. konnte jedes Mitglied sein Jubiläumsgeschenk abholen, das gefüllt war mit regionalen Köstlichkeiten.