Seit 2017 gibt es in der Kantonsschule Wil für Lernende, die bereits das Schwerpunktfach Musik belegen «Musik Plus», ein wertvolles Fördermodell, das die Aufnahme an Musikhochschulen erleichtern soll. Am Konzert haben einige Talente mit Soloauftritte begeistert.„Zwischen Ostern und Frühlingsferien dürfen sie einen bunten Liederstrauss geniessen“ meinte Isabel Bösch in ihrer Begrüssung. Die Gäste in der Aula hörten eine Vielfalt an musikalischen Darbietungen. Künstlerische Aktionen, physikalische Experimente, verbale Erlebnisse und eine Einstimmung auf den Frühling faszinierten die Zuhörenden.

Pop, Rock und Klassik
Frisch-fröhlich eröffnete der Chor der Kantonsschule die Konzertstunde mit dem Song «Have a Nice Day» vom österreichischen Lehrer und Komponisten Lorenz Maierhofer (geb. 1956), die Leitung lag bei Philippe Ellenberger, am Klavier begleitete Anja Steinrisser. Yael Holenstein präsentierte auf dem Klavier das anspruchsvolle «Nuvole Bianche» vom Ludovico Einaudi. «Rumba & Paso doble» eine rhythmisch schwierige Komposition von Ungarn Matyas Seiber, spielten Ilona Benz und Flurina Theler zweihändig auf dem Klavier.

Soloparts
Edouard Lalo konnte zu Lebzeiten nur einen einzigen großen Erfolg verbuchen: seine "Symphonie Espagnol". Seit der Pariser Uraufführung ist sie sowohl bei Geigern als auch beim Publikum ein großer Hit - und der Vortrag von Mana Kobayashi, Violine und Isabel Bösch, Klavier fand grossen Gefallen. «Let Me Love You» von DJ snake wurde vor allem bekannt durch Justin Biber. Thi Y Nhi Dao bot diesen Song ausgezeichnete und begleitete sich auf der Gitarre selbst. Auch Dario Sutter wagte sich – zusammen mit dem Chor - an den gelungenen solistischen Vortrag bei «I’m not the Only One» von Sam Smith.

Gruppeneinsätze
Luca Leonetti, (Gitarre), Simon Hagmann (Klavier) Mattia Leonetti (Synthesizer) Ella May Hagmann (Bass) und Elia Grillo (Schlagzeug) spielten mit «Brest» von Simon Hagmann sowie «The chain» von Fleetwood Mac, »Something» von George Harrison, «Hold the Line» von David Paich einen fantastischen rockigen Teil im Konzert für Junge und Junggebliebene. Das Drömsemblé zeigte dann mit «Dancing Sticks» und African Train» von Stefan Flückiger was alles in den drei Drums steckt, und was selbst mit den Schlegeln möglich ist. Da und dort glaubte man den Trommelruf von Eingeborenen zu hören, die ihre Botschaft zum andern Stamm sandten – oder klingelte da auch eine Bahnhofsuhr?

Queen zum Abschluss
Den Schluss bot der Chor mit «Bohemian Rhapsody» von Queen, wo Laura Kastrati und L
Leslie McLaren mit gelungenen -Sologesang erfreuten - Gitarre, Klavier, Bass und Schlagzeug kamen ebenfalls zum Zug. Das Ensemble glänzten mit fulminanten Forti, aber auch zarte Piani beeindruckten. Mit tosendem Applaus zeigte das Publikum seine Freude und Begeisterung an den musikalischen Vorträgen der jungen Menschen. Bereits nach den Ferien startet ein interdisziplinäres musikalisches Projekt, auf das man gespannt sein darf.