Barbara Gysi war bereits Präsidentin der «Heimstättenkommission». Dies zu einer Zeit, in der die Heimstätten Wil noch eine rechtlich unselbständige, dem Kanton St. Gallen unterstellte Institution war. Nach dem Wechsel der Organisation hin zu einer privatrechtlichen Stiftung blieb Gysi weiterhin in ihrem Amt. Ihr sei das Präsidium immer mehr gewesen als einfach «eine Aufgabe», sagt sie. «Eine Herzensangelegenheit» war es, betont Gysi. Die Entwick-lung und der Ausbau der Angebote im Wohn- und Arbeitsbereich, wie etwa das Wohnen in der Stadt und die Tagesstätte, der Aufbau einer mehrköpfigen Geschäftsleitung sowie die Erarbeitung eines Gesamtarbeitsvertrags, fielen ebenfalls in die Zeit ihres Präsidiums. Für Barbara Gysi ist es nach elf Jahren nun Zeit für einen Wechsel.

Erhalt von Arbeitsplätzen als finanzielle Herausforderung

Nach mittlerweile rund eineinhalb Jahren der Mitgliedschaft im Stiftungsrat stellt die künftige Präsidentin fest, dass der Stiftungsrat der Heimstätten Wil kein «geheimes» Gremium sei, sondern ein Gremium mit Bodenhaftung und gelebtem Kontakt zu den Bewohner und den Mitarbeitenden mit und ohne IV-Rente.

Auf die Frage, welche besonders wichtigen Aufgaben auf sie zukommen werden, sagt Mettler, dass die Übernahme der Gärtnerei von der Psychiatrie St. Gallen Nord per 1. Januar 2020 mit Arbeitsplätzen verbunden sei, die so erhalten und ausgebaut werden können, aber auch eine finanzielle Herausforderung bedeute. Ausserdem stehe die Implementierung einer umfassenden Informatik-Software-Lösung bevor sowie verschiedene Bauprojekte, um die Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten zeitgemäss gestalten und neue Angebote schaffen zu können. Marianne Mettler arbeitet seit vielen Jahren als Leiterin Betriebswirtschaft in einem Me-dizinbereich des Unispitals Zürich.

400 Personen werden betreut

Die Stiftung Heimstätten Wil stellt Wohn- und Arbeitsräume zur Verfügung, die rund 400 Menschen mit einer psychischen oder kognitiven Beeinträchtigung nutzen und mitgestalten können. In Zusammenarbeit mit Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes bieten sie zusätzlich externe Arbeitsplätze an. (pd/red)