Der Mai gilt als klassischer Monat zum Heiraten, wie fallen die Anmeldungen für die Vermählungen in Covid-Zeiten aus? «Die Auswirkungen der Pandemie sind insofern spürbar, dass oftmals Termine wieder verschoben werden», beantwortet Sandra Niederer, Leiterin Zivilstandsamt Region Wil, die Frage.

Trauungstermine werden gemäss ihren Angaben grundsätzlich im üblichen Ausmass ausgemacht. Rund 200 Paare geben sich im Schnitt in Wil pro Jahr das Ja-Wort. «Je nach geltenden Bestimmungen, beispielweise geschlossenen Restaurants, wollen die Paare jedoch noch zuwarten.»

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In Zeiten der Pandemie stecken die Brautpaare die Eheringe an frisch desinfizierte Finger. 


Händedesinfektion

Wer trotz erhöhtem Ansteckungsrisiko in der Äbtestadt den Bund fürs Leben schliessen will, muss sich gemäss Sandra Niederer an folgende Schutzauflagen halten: «Gästebeschränkungen infolge Grösse des Traulokals; Hände müssen desinfiziert werden; Maskenpflicht für sämtliche Personen; Abstandspflicht, auch für im selben Haushalt wohnhafte Personen; Sitzpflicht.»

Kaum Widerstände

Auch wenn der Romantikfaktor ist beim Heiraten mit Schutzmaske nicht sehr gross ist, werden die Auflagen von den Brautpaaren und den Trauzeugen mehrheitliche verständnisvoll angenommen, erklärt Sandra Niederer.

Ob eine Ehe ein Leben lang hält, weiss man nie. Aber eine Gewissheit haben alle aktuellen Brautpaare: Sie werden eines Tages ihren Enkeln von einer Trauung unter sehr speziellen Umständen erzählen können.