An den gemeinsam durchgeführten Bürgerversammlungen der Dorf- und Wasserkorporation und der Kapellgenossenschaft Zuckenriet berichteten die Verwaltungen über ihre Geschäftstätigkeit. Der Herbstmarkt wird weiter geführt. Peter Hengartner junior übernimmt das Amt des Marktchefs von Bea Wildhaber. Obwohl an der Bürgerversammlung der beiden öffentlich-rechtlichen Körperschaften des Dorfes Zuckenriet keine ausserordentlichen Traktanden zu behandeln waren, konnten die Versammlungsleiter dennoch eine beachtliche Beteiligung feststellen. Bei der Dorf- und Wasserkorporation (DWKZ) lag sie mit 8,3 % und bei der Kapellgenossenschaft sogar mit 11,5 % der Stimmberechtigten ähnlich hoch wie in den Vorjahren. Die beiden Versammlungen beanspruchten zusammen nur gut eine dreiviertel Stunde. Die Dorfverwaltung offerierte den Teilnehmenden nach den Versammlungen im Foyer einen Apéro, bei dem rege diskutiert und Kontakte gepflegt wurden.

Wasserverbrauch konstant
Dorfpräsident Eugen Nietlispach legte als erster Rechenschaft über das vergangene Geschäftsjahr der Dorf- und Wasserkorporation ab. Er gab einleitend einige Erläuterungen zur Jahresrechnung 2017 und zum Budget 2018. Die Kobesenquelle konnte den Bedarf des Wasserverbunds der Gemeinde Niederhelfenschwil weitgehend decken. „Der Wasserverbrauch ist vor allem von der Bautätigkeit im Dorf abhängig. Diese wird in Zuckenriet in den nächsten Jahren voraussichtlich stark abnehmen“, berichtete Eugen Nietlispach. Der Verbrauch sei trotz des Bevölkerungswachstums praktisch gleich geblieben. Das zum Teil sehr alte Leitungsnetz wird laufend saniert. Die regelmässig durchgeführten mikrobiologischen Trinkwasseranalysen und die Stichproben-Kontrollen hätten ergeben, dass die Messungen weit unter dem Toleranzwert liegen, gab der Präsident bekannt.

Dorfkultur pflegen
Über eine für das Dorfleben wichtige Entscheidung informierte Eugen Nietlispach ebenfalls in der Einleitung. Die bisherigen Initianten und Organisatoren des rund drei Jahrzehnte durchgeführten Herbstmarkts entschlossen sich im vergangenen Jahr zum Rücktritt. Die DWKZ wollte den Anlass nicht sterben lassen und führte einen gut besuchten Informationsabend durch. Daraus ergab sich der Wunsch nach einer Weiterführung des Marktes im vergleichbaren Rahmen. Mehrere Dorfbewohner erklärten sich spontan bereit für eine Mithilfe. Erste Abklärungen seien getroffen und die Ämter verteilt worden, sagte der Vorsitzende. Peter Hengartner junior wird das Amt des Marktchefs übernehmen. „Die Dorfverwaltung dankt den langjährigen OK-Mitgliedern Bea Wildhaber, Frida Brändle, Isabelle Föllmi, Markus Lehmann und Alois Beer für ihren Einsatz“, würdigte Eugen Nietlispach ihre freiwillige Tätigkeit. Der beliebte Anlass in Zuckenriet soll weiterhin einen kulturellen Akzent setzen und das Dorfleben bereichern.

Rechnung und Budget genehmigt
Die Verwaltungsrechnung blieb im Aufwand leicht höher als budgetiert. Insbesondere fielen unvorhergesehene Kosten für die Rechtsberatung betreffend der Einsprache der DWKZ gegen das Baugesuch Bioschweinestall an. Die im Investitionsplan vorgesehene Leitungssanierung in der Schlossstrasse beansprucht im Budget 184‘000 Franken. Die Arbeit wird 2018 im Zusammenhang mit der vorgesehenen Strassensanierung der Gemeinde koordiniert ausgeführt. Die noch zurückgestellte restliche Erneuerung der Anlagesteuerung in der Sproochbrugg ist mit 3‘000 Franken veranschlagt. Die Gebührentarife bleiben unverändert. Ohne Wortmeldungen genehmigten die Versammlungsteilnehmenden die Rechnung und das Budget.

Mesmerinnenwechsel
Kapellpräsident Peter Imbach konnte zur Bürgerversammlung als Gast Urs Vescoli begrüssen. Er ergänzt seit dem vergangenen Jahr zusammen mit Diakon Primo Grelli und dem Pfarreibeauftragten von Zuzwil-Züberwangen Rolf Tihanyi das Pastoralteam der Seelsorgeeinheit. Ebenfalls einen Wechsel gab es beim Mesmerinnenteam. Margrit Wild trat nach 34 Jahren als Hilfsmesmerin zurück. Im Sommer konnte die Oberbürerin Cornelia Thaddey als Nachfolgerin verpflichtet werden. In Absprache mit Brigitte Meier, die seit vielen Jahren als Hauptmesmerin wirkt, übernimmt Cornelia Thaddey ihr Amt ab März 2018, während Brigitte Meier weiterhin für Aushilfen zur Verfügung steht. Der Präsident dankte den Seelsorgern und Mitarbeitenden und allen, die sich zugunsten der Kapelle und der Lourdesgrotte freiwillig einsetzen.

Mesmerhaus sanft renovieren
Kapellpräsident Peter Imbach erwähnte die wichtigsten Zahlen der Jahresrechnung und die Abweichungen gegenüber dem Budget. Die Rechnung schloss mit einem Verlust von Fr. 1‘376.95 ab. Die geringere Zahl der Gottesdienste wirkte sich positiv auf die Kosten für die Kirchenmusik aus. Hingegen fielen die Ausgaben für die fachmännische Sanierung der Lourdesgrotte um über 5‘000 Franken höher aus als budgetiert. Die renovierte Marien-Gedenkstätte konnte anfangs August mit einer schlichten Feier wieder in Betrieb genommen werden. Das Budget 2018 beinhaltet einen Betriebsbeitrag der Kirchgemeinde von 84‘000 Franken. Diskussionslos genehmigte die Versammlung Rechnung und Budget. Das vom verstorbenen, ehemaligen Kapellpräsidenten Leo Jung der Kapellgenossenschaft geschenkte sogenannte Mesmerhaus bedarf einer Gesamtsanierung. Weil die Liegenschaft sich unabhängig von der ordentlichen Kapellrechnung selbst finanzieren muss, übersteigen die hohen Kosten für eine Gesamtrenovation die Möglichkeiten. So wird in kleinen Schritten saniert und eine Lösung angestrebt.