„Für mich ist dieser Markt voll gelungen. Ich freue mich sehr, dass neben dem motivierten OK auch zahlreiche Helferinnen und Helfer zum grossartigen Erfolg beigetragen haben. Das fördert den angestrebten Zusammenhang der Bevölkerung“, äusserte sich nach dem Anlass Marktchef Peter Hengartner. Dieser positiven Einschätzung stimmte auch Dorfpräsident Eugen Nietlispach zu, der im OK die Dorf- und Wasserkorporation als Trägerschaft vertritt. Er habe sowohl von Seite der Ausstellenden wie auch von zahlreichen Besuchenden zum Teil überschwängliches Lob gehört. Den Ausstellenden wurden beim Einrichten geholfen und ein Kaffee mit Gipfeli offeriert. Das gebe es an keinem anderen Markt, meinte eine erfahrene Marktfahrende, die trotz bescheidenem Verkauf ihre Begeisterung zeigte.

Solidarische Zusammenarbeit
In der Tat funktionierten sowohl die Vorbereitungen mit dem Aufbau der Infrastruktur wie auch der Service in der Festwirtschaft oder die Betreuung der Ausstellenden reibungslos. Neben den fünfzehn OK-Mitgliedern standen in der Festwirtschaft, welche von der Brass Band Zuckenriet geführt wurde, weitere 20 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz. Sie hatten vor allem am Mittag alle Hände voll zu tun. Dank des herrlichen Herbstwetters konnten die Organisatoren die Festwirtschaft mit rund 500 Sitzplätzen im Freien auf der Schulwiese einrichten. OK-Mitglied Brigitte Okle schmückte die Tische mit sehr schönen Arrangements. Im Party-Chalet des Musikvereins standen weitere rund 100 Plätze zur Verfügung. Das kulinarische Angebot mit Grillwürsten, Risotto ai funghi, gebrannten Mandeln, Apfelküchlein oder heissen Marroni zauberte ein südliches Ambiente herbei und fand vom Mittag an grossen Zuspruch. Am Abend genossen hungrige Gäste im Party-Chalet das Raclette oder die Weisswürste mit Brezeln.

Vielfältiges Angebot
Die Organisatoren legten Wert auf Stände mit hochwertigem Kunsthandwerk aus der Region. Eine Mehrheit der bisherigen Aussteller meldete sich auch auf dem neuen Marktplatz beim Primarschulhaus an. Daneben konnten einige Neue gewonnen werden, sodass ein vielfältiger Mix aus Kunsthandwerklichem aus verschiedenen Materialien, bäuerlichen Erzeugnissen sowie neuen Ideen entstand. Berücksichtigt wurden vor allem einheimische Gewerbler und Hobbykünstler. Die Brass Band Zuckenriet spielte vor dem Mittag ein halbstündiges Ständchen. Zur Marktstimmung trugen auch die beiden Drehorgelspieler Barbara und Markus Bürgler aus Thalwil bei. Die beiden Kleinwüchsigen wurden bekannt durch die SRF-Sendung Happy Day, wo sie vor acht Jahren einen Flug von Zürich nach Genf zugesprochen erhielten. Dabei konnten sie erste Kontakte mit dem Zuckenrieter Piloten Michael Okle knüpfen. Das Wiedersehen vor zwei Jahren an der Nostalgiechilbi St.Gallen brachte ihn auf die Idee, die beiden für das Herbstfest einzuladen.

Gemütliche Stimmung
Der Herbstmarkt entwickelte sich zu einem gemütlichen Dorffest, bei dem sich neben der Dorfbevölkerung auch viele auswärtige Gäste trafen. „Ein Hauptgrund für die Weiterführung des Herbstmarktes war für uns, möglichst viele Neuzuzüger ins Dorfleben zu integrieren und den Zusammenhalt der Zuckenrieter Bevölkerung zu fördern. Erfreulicherweise kam es vor allem in der Festwirtschaft zu zahlreichen freundschaftlichen Begegnungen oder neuen Kontakten“, stellte Eugen Nietlispach fest. Allgemein wurde bei den Besuchenden das tolle Ambiente, die grosszügigen Platzverhältnisse und die gute Stimmung erwähnt und sehr geschätzt. Zu den Gästen zählten wie seit vielen Jahren der Ex-Bürgermeister Istwan Bimbo von der ehemaligen ungarischen Partnergemeinde Mindszentgodisa mit seiner Gattin Klari. Nachdem vor einigen Jahren die Partnerschaft aufgelöst wurde, blieben einige persönliche Kontakte weiter bestehen. Auch die beiden Gemeindepräsidenten von Niederhelfenschwil und von Zuzwil besuchten den Herbstmarkt. Für den Wettbewerb spendete Michael Okle einen Alpenrundflug, den bei der Verlosung Tanja Eilinger aus Lenggenwil gewann.