Der Hunzenberg. Für die Einheimischen ein Weiler, der zu Fischingen gehört wie das Kloster. Bekannt für seine grünen Wiesen, Wälder und Aussichtspunkte wie etwa auf dem Kapf, oder beim Häneloch. Fussgänger, Wanderer und Naturliebhaber fühlen sich hier oben wie im Paradies.

Seit gut einem Jahr lassen sich davon nicht nur Menschen verwöhnen. Auch rund 50 Kühe, Rinder und Ochsen allen Alters und Rassen sowie neun Alpakas leben hier, von der Landwirtefamilie Kappeler betreut. Sie leben jetzt auf Kappelers Altersweide. Nach reichlich gemachten Überlegungen haben sich Irma und Patrik Kappeler dazu entschieden, die Milchwirtschaft aufzugeben und voll auf die Karte Altersweide und Pension zu setzen.

Männliche Alpakas retten

«Männliche Alpakas, die sich nicht zur Zucht eignen, werden oft geschlachtet. Diese Tiere möchten wir unterstützen. Die Vermittlung der Tiere basiert auf einer Zusammenarbeit mit einem Züchter. Möglichst vielen Tieren soll ein frühzeitiges Lebensende erspart werden», sagt Patrik Kappeler. Aktuell leben neun Alpakas hier. Irma Kappeler erklärt, dass für die Tiere genug Weidefläche und die nötige Infrastruktur vorhanden ist. Die Familie hat sich getraut, ihr Leben – zumindest beruflich – zu verändern. 

Der Chäppis-Hof steht auf dem Hunzenberg, Gemeinde Fischingen. Gemeinsam bewirtschaften Patrik und Irma Kappeler mit ihren vier Töchtern Carolin, Yvonne, Nicole und Renée den Hof. Patrik Kappeler hat den Betrieb 1996 von seinen Eltern übernommen. 2010 konnten die Tiere, nach intensiver Planung und einer Bauphase, in den neuen Laufstall einziehen. Das Hauptaugenmerk lag dabei noch in der Produktion von Käsereimilch. Ebenso, und für die Direktvermarktung, wurde eine kleine Trutenmast gehalten. Ende 2018 fiel der endgültige Entscheid auf die Umstrukturierung. So ist der Hof seit Juli 2019 eine Altersweide und Pension für Kühe, Rinder und Alpakas. Die ersten männlichen Alpakas kamen Anfang November des vergangenen Jahres auf den Hof.

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Nebst den Tieren gehören auch Motorräder zum Leben der Familie Kappeler. Von links: Carolin, Renée, Irma und Patrik Kappeler.