Mehr als 60 Personen waren im Pfarreizentrum dabei. Pfarrer Markus Schöbi erzählte zahlreiche Begebenheiten vom Besuch in Wiamoase, einer Stadt mit rund 20'000 Einwohnern in der Nähe der Millionenstadt Komasi etwa 300 Kilometer nördlich von Accra. Das Kernthema Kinderblindheit liess er am Schluss seines Vortrages einfliessen. Auf einem der ersten Bilder zeigt er die Währung, die unter Inflation leidet. Ein ganzes Bündel an Noten wird benötigt, um den Gegenwert von 100 Franken zu erhalten. Ein Portemonnaie kennen die Leute in Ghana nicht. „Ich möchte nicht wissen, wohin die Leute ihr Geld stecken, bevor es weitergeht", sagte Schöbi.

Das Hilfsprojekt kam zustande, weil eine Hebamme aus dem Kanton Baselland mit dem Direktor des Spitals befreundet ist. Die Sternsinger aus der Seelsorgeeinheit hatten im Januar einen Betrag von rund 26'000 Franken gesammelt.

Hilfe für ein Spital der Ärmsten
In der Folge machte sich das aus fünf Personen bestehende Team auf den Weg: zwei Hebammen, eine Naturheilärztin, ein Sanitärfachmann und Markus Schöbi. Obwohl der Container ordnungsgemäss als Hilfsgut deklariert war, hatten sie erhebliche Mühe, das Transportgut in Daccar beim Zoll auszulösen.

Das Team hat vor Ort einiges erreicht. Insbesondere konnte die Kanalisation besser verlegt werden. Lavabos wurden im neuen, im Bau befindlichen Spital installiert. Neben vielen sanitären Gütern waren auch einige medizinische Geräte im Container geladen, die das Spital gut brauchen kann. Es bleibt die Hoffnung, dass auch die fehlenden Betten in absehbarer Zeit geliefert werden.