Die Bürgerversammlung vom 30. November 2020 erteilte einen Kredit von 350‘000 Franken für den Projektwettbewerb des Werkhofs des Unterhaltsdienstes auf dem gemeindeeigenen Areal am Hummelweg in Niederuzwil, beim Werkhof der Technischen Betriebe. Sie beauftragte damit den Gemeinderat, den Weg hin zu einem abstimmungsreifen Projekt zu gehen, wie er im Uzwiler Blatt vom Freitag 5. März mitteilt. 

Bereit zur Ausschreibung

Inzwischen sind die Vorarbeiten auf dem Weg zum Wettbewerb abgeschlossen. Das Raumprogramm steht im Detail, ist hinterfragt und verifiziert, die räumlichen Bedürfnisse sind definiert. All diese Arbeiten mündeten in der Ausschreibung des Projektwettbewerbs, die die Wettbewerbsjury nun freigegeben hat.

Die Gemeinde erhofft sich aus dem Wettbewerb eine breite Auswahl an Projektideen. Resultieren soll ein Werkhof, der die Anforderungen des Betriebes erfüllt, der nachhaltig und wirtschaftlich ist und der auch architektonisch und städtebaulich überzeugt. Nach dem Raumprogramm beanspruchen innerhalb des Vorhabens die grosse Fahrzeughalle, Lagerräume, eine Fahrzeugwaschbox, Werkstätten, Garderoben- und Aufenthaltsräume die grössten Flächen. Ein Aussenwaschplatz und Aussenlagerräume runden das Vorhaben ab. Aufzuzeigen ist auch, wie eine Wertstoffsammelstelle – allenfalls als Ersatz für die Sammelstelle Markplatz – ins Vorhaben integriert werden kann.

Nachhaltig, wirtschaftlich, effizient

Den Wettbewerbsteilnehmenden werden als wesentliche Anforderungen effiziente Betriebsabläufe, Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit in Bau, Betrieb und Unterhalt ebenso mit auf den Weg gegeben wie flexible Raumstrukturen, damit sich der Werkhof wandelnden Bedürfnissen anpassen kann. Für die Langlebigkeit des neuen Werkhofstandorts soll zudem die Erweiterbarkeit durch den haushälterischen Umgang mit der zur Verfügung stehenden Bodenfläche sichergestellt werden. Und schlussendlich erwartet die Gemeinde von den Teilnehmern des Wettbewerbs den feinen Abgleich des neuen Vorhabens mit dem bestehenden Werkhof der Technischen Betriebe. Die Ausschreibung berücksichtigt auch verschiedene Synergien zwischen den beiden Werkhöfen. So sollen im Neubau auch Damengarderoben für die handwerklichen Mitarbeiterinnen beider Bereiche entstehen. Heute fehlen sie vollständig. Wohl mit ein Grund dafür, dass heute keine Frauen in den beiden handwerklichen Bereichen arbeiten.

Breites Leistungssektrum

Im Werkhof arbeiten neun Mitarbeitende. Zum Leistungsumfang des Werkhofs gehören Strassenunterhalt, Winterdienst, Grünanlagen pflegen, Robidog-Behälter und Abfallkübel leeren, aufräumen um die Sammelstellen und im öffentlichen Raum, Marktstände aufstellen, die Tierkörpersammelstelle betreuen, Signalisationen und Absperrungen aufstellen, Gewässerunterhalt sowie Dienstleistungen für andere Bereiche der Gemeinde.

Der Fahrplan

Am 8. März publiziert die Gemeinde auf simap.ch und im kantonalen Amtsblatt den offenen, anonymen Projektwettbewerb für den Neubau des Werkhofs. Bis am 16. April können Sie sich anmelden, um am Wettbewerb teilzunehmen. Spätestens am 11. Juni müssen Sie ihre Wettbewerbsarbeiten einreichen. Die Jurierung des Wettbewerbs erfolgt bis im August. Die Jury setzt sich zusammen aus Architekten und Vertretern der Gemeinde. Gemeinderätin Renate Graf präsidiert das Preisgericht, Gemeinderat Ruedi Müller ist ebenfalls Mitglied der Jury. Fachleute der Verwaltung stehen der Jury mit beratender Stimme zur Verfügung. Die Wettbewerbsbeiträge werden im Oktober öffentlich ausgestellt. 2022 wird das Vorprojekt-Plus ausgearbeitet. Die Volksabstimmung über den erforderlichen Kredit ist im 2023 vorgesehen. Gibts grünes Licht, wird anschliessend das Bauprojekt ausgearbeitet. Baubeginn könnte 2024 erfolgen, Bezug des Werkhofes wäre dann im 2025.