Eine Konsequenz daraus ist entsprechend des aktuellen Plans, dass der Dorfkern von Rossrüti mit seinem Spielplatz und einer prächtigen alten Platane stark beschnitten wird. Aus drei Gründen suchte die IG Rossrüti den Kontakt zum BUV und der vorberatenden Baukommission des Stadtparlaments.

Erstens handelt es sich beim Spielplatz mit dem danebenliegenden Fussballfeld um den sozialen Mittelpunkt von Rossrüti. Neben den Anlässen im Freizeithaus sind dort bei anständiger Witterung sehr häufig Jüngere und Ältere anzutreffen. Eine Beschneidung dieses sozialen Hotspots ist aus diesem Gesichtspunkt wenig erfreulich, auch wenn die geplante flachere Böschung grundsätzlich eine Chance für spielende Kinder darstellen würde.

Der zweite Punkt betrifft den Baum. Die Platane spendet Schatten und wertet durch ihre Erscheinung das Ortsbild erheblich auf. Die Stadtverwaltung versichert zwar, es werde zur Aushebung ein Bauspezialist hinzugezogen. Betrachtet man allerdings die Pläne und führt man sich vor Augen, dass die Baumkrone ungefähr dem Wurzelwerk entspricht, machen sich Zweifel breit.

Nach intensivem Kontakt mit diversen Vertretern der vorberatenden Kommission und Max Forster vom Departement Bau, Umwelt und Verkehr konnte man sich darauf einigen, dass die aktuellen Projekte rund um den Hochwasserschutz von Seiten Rossrüti nicht generell bekämpft werden.

Als Entgegenkommen werden im Stadtparlament bei der Abstimmung Anfang Februar von der Kommission zwei Empfehlungen abgegeben, welche den Erhalt des Baumes und die Neugestaltung des Spielplatzes betreffen. Glücklicherweise wurde bei der Fusion der drei Gemeinden Rossrüti, Bronschhofen und Wil das anstossende Land ebenfalls an die Stadt übertragen. So sind mindestens im Bereich Bauland keine Mehrkosten zu erwarten.

Im Prinzip steht also einer einvernehmlichen Lösung nichts im Weg. Wird das Parlament den zwei Empfehlungen folgen? Mit Spannung werden am 9. Februar viele Augen und Ohren auf die Debatte und die Abstimmung im Stadtparlament gerichtet sein.