Der Zwischenfall geht laut Polizeiangaben auf den Sommer des vergangenen Jahres zurück. Beschädigt wurden demnach im Juli ein Stück Mauer und ein Fensterrahmen. «Es wird vermutet, dass ein Auto oder ein Lastwagen den Schaden verursacht hat. Die aufgefundenen Fahrzeugteile ergaben jedoch keine Hinweise auf den Verursacher», sagt Polizeisprecher Florian Schneider zu hallowil.ch. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 2000 Franken und konnte nicht über eine Versicherung gedeckt werden. «Noch offen und Gegenstand von Abklärungen ist, ob eventuell ein Teil der Schadenssumme über einen Versicherungspool gedeckt werden kann», schreibt die scheidende Hof-Stiftungsratspräsidentin Susanne Hartmann im Jahresbericht.

Hof-Sanierung: Das sind die Pläne

Von grösserer Tragweite ist die bevorstehende dritte Umbauetappe des Hof zu Wil. Die Planungen sind laut Hartmann weit fortgeschritten. Im Aussenraum wird die Absenkung der Hofterrasse auf Bodenniveau von Restaurant und Küche sowie die Öffnung über eine grosszügige Freitreppe als Anbindung an den Hofplatz realisiert. Zudem wird man den Hof künftig öffentlich durchqueren können, da die Hofhalde nach hinten zum Weier einen Aufgang erhält. Ferner ist eine zweite Vertikal-Erschliessung über das so genannte Haus Toggenburg geplant. Diese dient auch als Servicestrang für die Gastronomie, für welche die Küchenanlage in Produktions- und Fertigungsküche unterteilt und um Nebenräume im Untergeschoss erweitert wird. Damit wird die Voraussetzung für die Bewirtung paralleler Anlässe und Bankette über mehrere Stockwerke geschaffen.

Das Infocenter, welches touristische Anlaufstelle der Stadt ist, wird vom jetzigen Standort an der Marktgasse ins Brauhaus des Hofes verschoben, dort mit grossen Schaufenstern sichtbar gemacht und mit der Bibliothek verwoben. Die Dienerschaftskapelle, welche sich mit raumhohen Fenstern zum Hofgarten öffnet, kann dank der neuen Erschliessung im Haus Toggenburg von den grossen Fluchtstegen befreit werden.

Stadtparlament und Kantonsrat befinden

Noch dieses Jahr soll das Wiler Stadtparlament die Vorlage beraten. Auch der St. Galler Kantonsrat hat über das Projekt zu befinden. Die Gesamtkosten dieser dritten Bauetappe sind mit 24 Millionen Franken veranschlagt. 9,3 Millionen sollen auf die Stadt Wil entfallen.