In der Region Wil ist es in den vergangenen Tagen gleich zu mehreren Einbrüchen in Hofläden gekommen. So beispielsweise in Zuckenriet an der Bachstrasse: Dort wurden aus einem unverschlossenen Hofladen mehrere Lebens- und Körperpflegemittel gestohlen. In Lenggenwil an der Huebstrasse wurde, ebenfalls bei einem Hofladen, eine Kasse aufgebrochen und Bargeld gestohlen. Zudem gelangte die unbekannte Täterschaft aufgrund einer unverschlossenen Tür an derselben Örtlichkeit in einen Gartenschuppen und nahm Materialien für die Gartenarbeit an sich. Weiter wurde an derselben Strasse in ein weiteres Geschäft eingebrochen. Nachdem die Täterschaft sich durch ein Fenster Zutritt zu den Räumlichkeiten verschaffte, stahl sie unter anderem diverse Lebensmittel und Messer. «Diebe und Einbrecher nutzen die nun anstehende dunklere Jahreszeit zu ihren Gunsten», weiss die Kantonspolizei St. Gallen. In einer Medienmitteilung bittet die Kapo die Bevölkerung, «besonders wachsam zu sein und verdächtige Feststellungen und Personen umgehend via Notrufnummer 117 zu melden». 

Auch gibt die Kapo Tipps, wie man sich vor Einbrüchen und Hofladen-Diebstählen schützen kann. Denn die unkomplizierte und schnelle Kaufabwicklung in einem landwirtschaftlichen Betrieb lockt jedoch Diebe an. «Sie machen sich die Tatsache zu Nutze, dass entsprechende Läden oft etwas abseits und ländlicher liegen und für jedermann frei zugänglich sind», erklärt die Kapo. Bezahlt werde meist auf Vertrauensprinzip: Der Käufer kann sich selbst bedienen und den entsprechenden Betrag in eine dafür bereitgestellte Kasse legen. «Dabei kommt es vor, dass Diebe die oft unbeaufsichtigte Ware stehlen, Geld aus der Kasse nehmen oder in letztere einen zu geringen Betrag hineinlegen.» Weil die meisten Kunden jedoch ehrlich seien, müssten Schutzmassnahmen verhältnismässig sein.

Diese Schutzmassnahmen empfiehlt die Kapo

«Falls möglich, sollen Hofläden in der Nacht verschlossen sein», rät die Kapo. Sollte es sich um freistehende Verkaufsstände handeln, sollen die Kassen abends geleert und offen präsentiert werden, «um Sachschaden zu vermeiden». Weiter empfiehlt es sich, die massiven Kassen regelmässig zu leeren und über Nacht Kasse und Waren nicht draussen zu lassen. «Indem immer gleich viel Stockgeld für den Geldwechsel in der Kasse bereitliegt, ist es einfacher, die Übersicht zu bewahren», weiss die Kapo. Eine Umstellung auf bargeldlose Mittel wie etwa Twint biete weitere Vorteile. Bei der Bereitstellung der Produkte empfehle es sich, jeweils dieselbe Menge anzubieten. So könne leichter abgeschätzt werden, ob etwas gestohlen wurde. Weiter könne ein Licht mit Bewegungsmelder gute Dienste leisten. «Aus ökologischen Gründen sollte auf eine Sparlampe zurückgegriffen werden.» Sicherheit bringe auch eine Videoüberwachung. Diese müsse allerdings verhältnismässig sein und dürfe keine unnötigen Daten oder nicht privates Terrain speichern. «Die Aufnahmen sollen in der Regel 24 bis 48 Stunden gespeichert werden», heisst es weiter. Der videoüberwachte Raum müsse als solcher gekennzeichnet werden. «Wenn auch nicht ganz billig, so bilden Automaten eine weitere Alternative für den sichereren Warenverkauf.» (kapo)