Das Investitionsbudget des laufenden Jahres der Gemeinde Zuzwil rechnet mit Ausgaben von knapp 12,1 Millionen Franken. Das sind fast neun Millionen mehr als im Vorjahr. Haupt-Kostentreiber ist der Neubau der Dreifachturnhalle mit einer Photovoltaikanlage. Die Bürgerschaft hat einen Kredit von 10,92 Millionen Franken bewilligt. Seit dem vergangenen Sommer wird gebaut. Aktuell wird der Geräteraum erstellt. Die neue Turnhalle soll bis Mitte August dieses Jahres hinsichtlich des nächsten Schuljahres den Benützern übergeben werden können. „Voraussetzung ist, dass das Wetter mitspielt“, schreibt die Gemeinde Zuzwil im aktuellen Mitteilungsblatt. Die Bevölkerung erhält anlässlich der Bundesfeier am 1. August die Möglichkeit, die neue Infrastruktur zu besichtigen. Zudem ist im November ein Tag der offenen Tür geplant.

Weitere Strassensanierungen

Auch zwei Strassensanierungen kosten. Es geht um die Lindaustrasse, Abschnitt Tüfenwies- bis Buchenstrasse, und die Industriestrasse «Nord». Derzeit liegen die beiden Projekte auf. Damit die Bauarbeiten wie geplant im Frühjahr starten können, ist je ein rechtskräftiges Projekt nötig. Über die beiden Kredite von insgesamt rund 850‘000 Franken wird an der Bürgerversammlung Ende März abgestimmt.

Apropos Bürgerversammlung: An der letzten erhielt der Gemeinderat vom Volk den Auftrag, eine Machbarkeitsstudie für einen Hochwasserentlastungsstollen zu erstellen. Sobald die Ergebnisse der Studie vorliegen und diese von Bund und Kanton geprüft sind, wird das weitere Vorgehen festgelegt und die Bevölkerung informiert, schreibt die Gemeinde Zuzwil. Über eine zeitlichen Rahmen werden keine Angaben gemacht.

Zusammenschluss prüfen

Auch anderes Wasser beschäftigt die Gemeinde Zuzwil in diesem Jahr. Studien zeigen, dass eine gemeinsame Reinigung des Abwassers von Jonschwil, Uzwil, Wil und Zuzwil in einer regionalen Anlage mit einer zusätzlichen Stufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen die Wasserqualität der Thur – und damit auch jene der Trinkwasserfassungen zwischen Wil und Niederbüren – substantiell verbessern würde. Erste Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben ergeben, dass eine gemeinsame ARA wegen den anstehenden Investitionen für die Erneuerungen und der insgesamt tieferen Betriebskosten für alle Kostenvorteile bringen würde. Deshalb wird nun die Frage betreffend einer regionalen Abwasserreinigungsanlage geprüft – ob in Zukunft allein oder schlussendlich im Verbund. Zuzwil beteiligt sich für die Abklärungen mit 290'000 Franken. (gk/red)

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Behält Zuzwil eine eigene ARA oder gibt es künftig eine regionale Abwasser-Reinigungsanlage in der Gemeinde Uzwil? Die Abklärungen laufen.