In einer deutschen Studie wurden 2500 Personen befragt, die mehrmals pro Woche im Homeoffice arbeiten. Ein Drittel der Menschen hat mindestens drei Kilogramm zugenommen, bei sieben Prozent waren es sogar mehr als fünf Kilogramm.

Ein wesentlicher Grund dafür ist die reduzierte Bewegung im Alltag. 71 Prozent der Studienteilnehmenden bewegen sich im Alltag weniger als vor der Pandemie, 44 Prozent sogar wesentlich weniger.

Einseitige Belastungen

Bewegungsdefizite können zu gesundheitliche Beschwerden führen, in der Studie klagten 32 Prozent der Befragten über vermehrte Rückenschmerzen.

Schreibarbeiten am Computer sowie Online-Sitzungen beanspruchen den Körper sehr einseitig, einige Partien werden übermässig gefordert, andere sind dauerhaft unterbeschäftigt.  

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät zu minimal 150 Minuten körperlicher Aktivität pro Woche um damit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit vorzubeugen.

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Die Weltgesundheitsorganisation rät zu mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche. (Foto: pixabay silviarita) 

Mit diesen hallowil-Tipps werden negative Auswirkungen durch langes Sitzen reduziert:

  • Im Sitzen sollte der Winkel der Hüft-, Knie- und Ellbogengelenke im 90 Grad-Winkel betragen. Eventuell muss man mit einem Fussschemel oder mit Kissen für die optimale Arbeitshöhe sorgen.
  • Der Computer-Bildschirm sollte so eingerichtet sein, das die Oberkannte leicht unterhalb der Augenhöhe ist. Falls nötig, kann man die entsprechende Höhe mit gestapelten Büchern erreichen.
  • Insbesondere bei der Arbeit am Laptop sollte man darauf achten, dass die Kopfhaltung aufrecht ist. Andernfalls kommt es zu einer Überdehnung der Muskulatur, die Folgen sind Nacken-, Kopf-und Rückenschmerzen. Regelmässiges sanftes Bewegen und Dehnen der Nackenmuskulatur beugte Beschwerden durch Überbelastung vor. Regelmässiges Kreisen der Schultern wirkt Verspannungen der entsprechenden Muskeln entgegen.
  • Der Rücken sollte beim Arbeiten möglichst aufrecht sein.
  • Wenn der Schreibtisch höhenverstellbar ist, kann man zur Abwechslung im Stehen arbeiten.
  • Zum Stehen und zum Sitzen sind flexible Matten bzw. Kissen optimal. Sogenanntes dynamisches Sitzen veranlasst die Rückenmuskultur immer wieder zum Ausbalancieren, so bleibt sie aktiv. Als Alternative eignet sich auch ein Gymnastikball als Sitzgelegenheit.
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Regelmässige Büroarbeit fordert den Körper sehr einseitig, mögliche Folgen sind Rückenbeschwerden. (Foto:pixabay Joergelman) 


  • Das Sitzen sollte immer wieder unterbrochen werden, in dem man sich etwas zu trinken oder einen Apfel holt, das Fenster zum Lüften öffnet, zum Drucker geht oder im Stehen oder Gehen telefoniert.
  • Regelmässige Pausen sind sehr wichtig, sie sollten möglichst bewegt sein. Man kann zum Beispiel eine Treppe hochsteigen, einmal um den Häuserblock gehen oder Yogaübungen praktizieren. Eine aktive Beschäftigung in der Pause ist auch eine Waschmaschine füllen oder den Geschirrspüler ausräumen.
  • Eine optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz ist sehr wichtig. Sie sollte so eingerichtet sein, dass das Reflektieren des Bildschirms verhindert wird.
  • Um die Augenmuskultur zu entlasten, sollte der Blick immer mal wieder auf einen Punkt in der Ferne gerichtet werden.