«An der Spitze der Stadt Wil wäre eine dynamische Persönlichkeit notwendig, die einerseits bereits Erfahrung in der Führung einer grösseren Gemeinde oder eines Unternehmens hat und anderseits einer neuen Politikergeneration angehört, die losgelöst von den herkömmlichen politischen Seilschaften wirken könnte.» Das schreibt die Wiler SVP am Montag in einer Medienmitteilung. Sie kommt zum Schluss, dass aus ihrer Sicht keiner der drei Kandidaten für das Stadtpräsidium – Hans Mäder (CVP), Daniel Meili (FDP) und Dario Sulzer (SP) – die Voraussetzungen erfüllt. Eine Wahlempfehlung für den ersten Wahlgang am 27. September wird deshalb nicht abgegeben. Sollte es zu einem zweiten Wahlgang kommen, wird die Partei die Ausgangslage neu beurteilen.

Die Wiler Volkspartei schreibt weiter: «Seit einigen Jahren stagniert die Entwicklung der Stadt Wil in verschiedenen wichtigen Bereichen. Bei der Projektierung von brachliegenden Bauarealen, der nach wie vor prekären Verkehrssituation im Stadtzentrum oder bei der Ausgestaltung der Oberstufe und der Frage der Stellung der Sekundarschule St. Katharina gibt es kaum Fortschritte.» Der Wahlstab der Partei habe sich eingehend mit der Meinungsbildung über die drei Kandidaten für das Wiler Stadtpräsidium befasst. Durch persönliche Gespräche, Beobachtung ihrer öffentlichen Auftritte, sowie mittels Analyse ihrer Handlungen und Verlautbarungen habe er sich ein Bild der Kandidaten gemacht – und kann nun niemanden empfehlen.

Notiz am Rande: Trotz langer Suche ist es der SVP als einzige grosse Partei der Stadt nicht gelungen, eine Kandidatin oder einen Kandidaten für das Stadtpräsidium zu stellen. (pd/sdu)