Schon früh in dieser Partie zeichnete sich ab, was dann schliesslich Realität wurde: ein torloser Ausgang des Spiels. Es hätte schon eines Schnitzers in einer der beiden Abwehrreihen bedurft, damit es einen Sieger gegeben hätte. Verdient wäre das freilich nicht gewesen. Denn beide Equipen traten offensiv so harmlos auf, dass sie wohl noch lange hätten weiterspielen können, ohne Bewegung auf die Anzeigetafel zu bringen.

Die offensive Harmlosigkeit beider Teams lässt sich auch an den Zahlen des Spiels ablesen: Gerade einmal drei Schüsse aus Tor brachten die beiden Mannschaften zustande – zusammengezählt. Es waren Halbchancen. Gerade einmal vier Eckbälle gab es – zusammengezählt. Es resultierte keine Gefahr. Kurzum: Das 0:0 war die einzig logische Konsequenz. Die Wiler haben somit im neuen Jahr in vier Spielen erst zwei Tore erzielt und warten seit nunmehr 212 Minuten auf einen Treffer – und das nach Partien gegen Stade Lausanne-Ouchy, Kriens und Schaffhausen.

Letzter Pass kommt nicht

Die positive Sichtweise ist, dass es den Äbtestädtern erstmals in diesem Jahr gelungen ist, defensiv durchgehend sicher zu stehen und keine gravierenden Fehler zu begehen. So wenig man offensiv zustande brachte, so wenig liess man defensiv zu. Nur zweimal mussten die gut 900 Zuschauer im Bergholz den Atem anhalten. Einmal klärte Goalie Anthony Mosssi schön gegen Arijan Qollaku, einmal verfehlte Danilo Del Toro das Tor knapp. Ansonsten stellte aber Schaffhausen eindrücklich unter Beweis, warum es den mit Abstand harmlosesten Angriff der Liga stellt. 18 Tore wurden bisher erzielt. Heisst auch: Die Munotstädter brauchen fast zwei Stunden, um einen Treffer zu erzielen. Im Jahr 2020 haben sie in vier Partien aber auch erst einen Gegentreffer zugelassen. Spektakel sieht anders aus. Positiv: Das Team von Murat Yakin bleibt heuer unbesiegt.

Zurück zu den Wilern: Bei den Gastgebern tat sich in der heissen Zone wenig, weil der letzte Pass nie einen Abnehmer fand. Die Schaffhauser konnten fast immer klären. Und als dies mal nicht der Fall war, schlugen mit Silvio, Philipp Muntwiler und Kwadwo Duah gleich drei Spieler in einer Szene innerhalb des Strafraums über den Ball. Oder als die Wiler einen Freistoss an der Strafraumgrenze treten konnten, setzte Mergim Brahimi das Spielgerät deutlich über das Tor. Nicht nur in dieser Szene fehlte das kreative Element und die Präzision eines Valon Fazliu, der sich wie schon in Kriens verletzt abgemeldet hatte. So ist es kein Zufall, dass die Wiler seit dem Abgang von Filip Stojilkovic und der Abwesenheit von Fazliu keine Tore mehr erzielen.

Seite Ende Oktober: 0,5 Punkte pro Spiel

Trotz des ersten Punktgewinns des Jahres befinden sich die Wiler weiterhin im Krebsgang. Weit weg sind die begeisternden Auftritte der Hinrunde, als die Äbtestädter zu den offensiv produktivsten Teams der Liga gezählt hatten. Mit dem torlosen Remis gegen Schaffhausen verlängerten sich einige ungeliebten Serien: Von den letzten zehn Partien hat der FC Wil nur eine gewonnen. Zudem bleibt der FC Schaffhausen Angstgeber. Die Zeitspanne ohne Sieg gegen die Munotstädter verlängert sich auf mehr als zwei Jahre und mittlerweile acht Partien.

Alles in allem ist es beim FC Wil seit Ende Oktober ein Treten an Ort. Nur noch fünf Punkte resultierten aus den letzten zehn Spielen, also im Durchschnitt 0,5 Zähler pro Spiel. Dass es mit dieser jungen Mannschaft einen Hänger gibt im Verlauf der Saison, davon war auszugehen. Dass sich dieser nun schon über mehr als ein Viertel der Saison erstreckt, ist dann aber doch erstaunlich. Es wirft die Frage auf, ob die Mannschaft zu jung und unerfahren ist – oder ob dies allenfalls gar als Vorwand für die jungen Spieler dient.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
Das sind die raren Höhepunkte der Partie.

Resultate, Challenge League, 22. Runde:
Wil - Schaffhausen 0:0
Lausanne-Sport - Aarau 1:0
Vaduz - Chiasso 0:0
Winterthur - Stade Lausanne-Ouchy 1:0
Grasshoppers - Kriens 0:1

FC Wil 1900 – FC Schaffhausen 0:0

Bergholz: 910 Zuschauer. – Sr: Cibelli.

FC Wil 1900: Mossi; Rohner (67. Bosic), Kamberi, Schmied, Schmid; Abedini (71. Ndau); Padula, Muntwiler, Brahimi, Duah; von Moos (63. Silvio).

FC Schaffhausen: Saipi; Qollaku, Kaiser, Mujcic, Belometti; Lika, Bunjaku; Barry (60. Paulinho), Taipi (89. Coulibaly), Del Toro; Sessolo (84. Missi Mezu).

Bemerkungen: Wil ohne Traber, B. Krasniqi (krank), Klein, Schäppi, Fazliu, Wörnhard (verletzt) und Kostadinovic (nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne J. Krasniqi, Nikci, Tanzillo, Vitija (verletzt), Djordjevic, Mevlja, Tranquilli, Zé Turbo, Bislimi, Bajrami und Imeri (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 4. Del Toro (Foul). 53. Lika (Foul). 86. Paulinho (Unsportlichkeit).

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 22/49. 2. Vaduz 22/36. 3. Kriens 22/35. 4. Grasshoppers 22/34. 5. Winterthur 22/31. 6. Wil 22/28. 7. Stade Lausanne-Ouchy 22/27. 8. Aarau 22/25. 9. Schaffhausen 22/24. 10. Chiasso 22/14.

Nächste Spiele (23. Runde):
Freitag, 21. Februar: Winterthur - Lausanne-Sport (20.00 Uhr).
Samstag, 22. Februar: Chiasso - Wil (17.00 Uhr), Schaffhausen - Grasshoppers (17.00 Uhr), Stade Lausane-Ouchy - Vaduz (17.00 Uhr).
Sonntag, 23. Februar: Aarau - Kriens (15.00 Uhr).

Im Video: «Müssen die Tore erzwingen»

 
Im hallowil.ch-Interview sagt Offensiv-Spieler Kwadwo Duah, ob er mit dem einen Punkt zufrieden ist oder nicht.

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein mit diesem Liveticker. Haben Sie noch einen schönen Samstagabend. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für den FC Wil am kommenden Wochenende mit einem Auswärtsspiel gegen den FC Chaisso im Tessin. Gespielt wird am Samstag, 22. Februar um 17 Ihr im Riva IV in Chiasso. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: Will man das Positive herausnehmen, so ist es, dass der FC Wil den ersten Punkt im neuen Jahr gewonnen hat und zum ersten Mal ohne Gegentor blieb. Das ist es aber auch mit dem Positiven. Auf der anderen Seite steht, dass die Wiler nun in vier Spielen gerade zwei magere Tore erzielt haben. Auch heute zeigte sich wieder, dass die grösste Baustelle der Wiler die Offensive ist. Viel zu wenig kam von der gesamten Offensivabteilung, als dass man die Schaffhauser in Verlegenheit hätte bringen können. Da auch von den Schaffhausern ähnlich wenig kam, war es ein Spiel mit tiefem Unterhaltungswert. Wollen die Wiler im nächsten Spiel den ersten Sieg des Jahres einfahren, muss eine Leistungssteigerung her. Die Equipe um Trainer Sforza hat viel Arbeit vor sich.

Schlusspfiff im Bergholz: Der FC Wil und der FC Schaffhauser trennen sich 0:0.

91. Minute: Padula noch fast mit dem Eigentor. Er fälscht einen Schuss gefährlich ab, Mossi ist aber zur Stelle und kratzt den Ball noch von der Linie.

91. Minute: Es werden mindestens drei Minuten nachgespielt.

89. Minute: Dritter Wechsel bei den Gästen: Vom Feld geht Taipi. Für ihn spielt neu Coulibaly.

88. Minute: Was für eine Chance für die Wiler: Bosic kommt über die rechte Seite und spielt den Ball flach in die Mitte. Dort schlagen nacheinander Silvio, Muntwiler und Duah allesamt über den Ball. Hoppla.

86. Minute: Nächste Verwarnung für einen Schaffhauser: Paulinho sieht nach einem Ellbogenschlag die gelbe Karte. Ein Wiler wurde bisher noch nicht verwarnt.

84. Minute: Zweiter Wechsel bei den Schaffhausern: Anstelle von Sessolo spielt neu Missi Mezu.

82. Minute: Freistoss für die Wiler von der Strafraumgrenze nach einem Foul an Brahimi: Der Gefoulte läuft gleich selbs tan und schiesst. Der Ball geht näher zur Eckfahne als zum Tor der Schaffhauser. Symptomatisch für die offensive Harmlosigkeit der Wiler.

80. Minute: Silvio legt den Ball mit der Brust zu Bosic ab. Dieser schiesst von der Strafraumgrenze. Sein Ball hat aber bei weitem nicht genug Zug, um Torhüter Saipi ernsthaft in Bedrängis zu bringen.

77. Minute: Das Spiel ist deutlich abgeflacht. Chancen sind auf beiden Seiten Mangelware. Ob eine Mannschaft hier noch zum Torerfolg kommt, muss stark bezweifelt werden.

71. Minute: Dritter Wechsel bei den Wilern. Für Abedini spielt neu Ndau.

68. Minute: 910 Zuschauer sind heute im Bergholz.

67. Minute: Zweiter Wechsel bei den Wilern: Rohner verlässt das Feld und macht Platz für Bosic.

67. Minute: Taipi versucht es aus 20 Metern. Sein Schuss geht aber weit am Wiler Tor vorbei.

63. Minute: Nun erfolg  auch bei den Wilern der erste Wechsel: Silvio kommt neu aufs Feld für von Moos.

62. Minute: Rohner versucht es wieder über die rechte Seite. Aber wieder kommt der letzte Pass nicht an.

60. Minute: Erster Wechsel bei den Schaffhausern: Anstelle von Barry spielt neu Paulinho).

58. Minute: Qollaku mit einem frechen Versuch aus 30 Metern. Sein direkter Freistoss fällt aber nur auf anstatt ins Tor.

56. Minute: Eine Riesen Chance für Del Toro. Taipi kommt über die rechte Seite und bringt einen hohen Ball direkt in den Lauf von Del Toro. Der schliesst völlig freistehend auf Höhe des Elfmeterpunktes ab. Sein Abschluss geht aber am linken Pfosten vorbei. So eine Chance darf man auch mal machen.

53. Minute: Die nächste Verwarnung des Spiels: Lika sieht nach einem überharten Einsteigen gegen Abedini die gelbe Karte.

50. Minute: Und da ist er: der erste Schuss auf das Wiler Tor der Schaffhauser. Del Toro versucht es von der rechten Ecke des Strafraumes, Mossi hat aber keine Mühe, den Ball zu halten.

48. Minute: Diesmal ist es Padula, der über die linke Seite kommt. Das Ergebnis ist aber dasselbe wie bei Rohner. Auch hier kommt der letzte Ball nicht beim Mitspieler an.

46. Minute: Rohner lässt auf der linken Seite zwei Gegenspieler aussteigen, bringt aber den letzten Ball wieder nicht zu einem Mitspieler.

46. Minute: Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Die Wiler haben Anstoss.

Pausenfazit: Es war eine Halbzeit arm an Höhepunkten. Beide Mannschaften setzten sich ein paar Mal in Szene, ohne das aber wirklich gefährliche Chancen daraus entstanden wären. Zu ungenau waren die Pässe auf beiden Seiten. So spielte sich vieles im Mittelfeld ab. Es erstaunt nicht, dass der FC Wil in der gesamten ersten Halbzeit einen Schuss aufs Tor verbuchen konnte, der FC Schaffhausen keinen einzigen.

Pausenpfiff im Bergholz: Zwischen dem FC Wil und dem FC Schaffhausen sind in der ersten Halbzeit keine Tore gefallen.

45.+1. Minute: Noch ein Aufreger vor der Halbzeit: Brahimi fällt im Zweikampf mit Kaiser im Strafraum der Schaffhauser. Aber auch hier zeigt Cibelli nicht auf den Elfmeterpunkt. Die Proteste der Wiler halten sich in Grenzen.

45. + 1. Minute: Eine Minute wird mindestens nachgespielt.

45. Minute: Von Moos wird wieder mit einem langen Ball lanciert. Sein Abschluss wird aber von Kaiser noch geblockt. Der anschliessende Eckball bringt nichts ein.

42. Minute: Mal wieder eine Aktion in diesem Spiel: Schmid schickt auf der linken Seite mit einem langen Ball von Moos. Dieser erreicht das Spielgerät zwar noch, trifft aber aus spitzem Winkel nur das Aussennetz.

36. Minute: Taipi versucht es aus gut 18 Metern: Sein Ball geht aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

34. Minute: Da hätte mich von Moos Lügen strafen können. Er läuft alleine auf das Tor der Schaffhauser zu, verpasst aber den Moment des Abschlusses und wird abgedrängt. So versandet auch diese Chance.

32. Minute: Die Wiler Offensive ist in dieser Spielphase vollkommen inexistent. Es findet keine Bewegung im Angriff statt und der letzte Pass kommt nicht beim Mitspieler an.

28. Minute: Da macht Mossi einen Ausflug quer durch den Strafraum, um vor Barry am Ball zu sein. Aber weder Barry noch Mossi kommen an dieen. Dafür fällt Barry im Strafraum. Die Pfeiffe von Schiedsrichter Cibelli bleibt aber stumm.

25. Minute: Das müsste der Führungstreffer für die Schaffhauser sein: Nach einem schönen Pass in die Tiefe steht auf einmal Qollaku vollkomen alleine vor Torhüter Mossi. Er schafft es aber nicht, den Ball am Wiler Goalie vorbeizubringen.

24. Minute: Da kann Taipi seinen Fehler gerade noch ausbügeln: Sein Rückpass zu Goalie Saipi wird beinahe zur Vorlage für Brahimi. Taipi kann aber mit einer Grätsche die Situation in extremis noch klären.

22. Minute: Momentan ist nicht viel los hier in Wil. Beide Mannschaften schaffen es nicht, in die heisse Zone zu kommen.

16. Minute: Eine gute Chance für die Wiler: Duah kommt über die linke Seite und prüft Torhüter Saipi. Dieser kann den Ball zur Seite abwehren und Rohner kommt um ein Haar noch an den Ball.

10. Minute: Erste gute Chance für die Wiler: Rohner kommt über die rechte Seite und bringt eine Flanke in der Strafraum. Dort steht auf Höhe des Elfmeterpunktes Duah, der den Ball direkt nimmt. Sein Schuss geht aber knapp am linken Pfosten vorbei.

7. Minute: Ein Energienafall von Schmid. Er kommt über die linke Seite und überläuft drei Verteidiger. In der Mitte steht aber kein Wiler, der die Flanke verwerten könnte.

6. Minute: Doppelchance für die Schaffhauser: Aber sowohl der Schuss von Taipi wie auch jener von Lika werden von der Wiler Abwehr geblockt.

4. Minute: Die erste Verwarnung des Spiels wird bereits fällig: Del Toro sieht die gelbe Karte nach einem rüden Einsteigen gegen Duah auf Höhe der Mittellinie.

3. Minute: Schon einige Zweikäpfe wurden von beiden Seiten geführt. Bislang spielt sich noch alles im Mittelfeld ab.

1. Minute: Anpfiff im Wiler Südquartier. Hoffen wir auf ein spannendes Spiel.

So, die Mannschaften sind da. In Kürze geht es los. Viel Spass mit FC Wil gegen FC Schaffhausen.

Geleitet wird das Spiel von Luca Cibelli.

Bei den Schaffhausern, die in einem 4-2-3-1-System beginnen, steht Saipi im Tor. Die Abwehr bilden von rechts nach links Qollaku, Kaiser, Mujic und Belometti. Im defensiven Mittelfeld laufen Lika und Captain Bunjaku auf. Das offensive Mittelfeld bilden von rechts her gesehen Barry, Taipi und Del Toro. Einziger Stürmer ist Sessolo.

Die Wiler spielen in einem 4-1-4-1-System. Im Torsteht Mossi. In der Verteidigung spielen von rechts her gesehen Rohner, Kamberi, Schmied und Schmid. Im defensiven Mittelfeld läuft Abedini auf. Padula, Captain Muntwiler, Brahimi und Duah spielen im Mittelfeld, von rechts her gesehen. Einziger Stürmer ist von Moos.

Guten Fussball-Vorabend, geschätzte Freunde des Challenge-League-Fussballs. Herzlich willkommen aus dem Wiler Südquartier zur 22. Runde der zweithöchsten Spielklasse. Der FC Wil empfängt heute im Bergholz den FC Schaffhausen. Hoffen wir auf einen unterhaltsamen Anlass. Pascal Ibig führt Sie durch die Partie.

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Die Vorschau:

Nach dem verpatzten Rückrundenstart mit drei Niederlagen kommen die nächsten beiden Spiele gerade richtig. Denn es geht innerhalb einer Woche gegen die beiden Tabellenletzten Schaffhausen und Chiasso. Dies könnte man auf den ersten Blick zumindest meinen. Man kann die Dinge aber auch anders sehen. Während der FC Wil als einziges Team der Challenge League im Jahr 2020 noch keinen Punkt gewonnen hat, gehört der FC Schaffhausen zu den formstärksten Equipen der Liga. Aus den ersten drei Spielen des Jahres resultierten sieben Punkte bei nur einem zugelassenen Gegentor. Damit bewegt sich die Mannschaft von Trainer Murat Yakin im Jahr 2020 bisher auf Augenhöhe mit dem souveränen Leader Lausanne-Sport. Einzig der FC Vaduz ist mi drei Siegen noch besser aus den Startlöchern gekommen.

Kommt dazu, dass der FC Schaffhausen in den vergangenen beiden Jahren zu einem Angstgegner des FC Wil geworden ist. Der letzte Vollerfolg gegen die Munotstäder liegt schon fast zwei Jahre zurück und datiert vom 24. Februar 2018. Seither gab es in sieben direkten Vergleichen vier Schaffhauser Siege und drei Unentschieden – zwei davon in dieser Saison.

Die Wiler:

Die Äbtestädter tun gut daran, sich nicht zu sehr mit irgendwelchen Statistiken zu beschäftigen, sondern mit dem eigenen Auftritt. Nur in gewissen Abschnitten von Spielen ist es in diesem Jahr gelungen, das zweifellos vorhandene Potenzial abzurufen. Dass es noch geht, haben die ersten Halbzeiten im Rheinpark und auf dem Kleinfeld gezeigt. Ansonsten war es zu viel Stückwerk, um Gegner im Zuschnitt von Vaduz, Stade Lausanne-Ouchy oder Kriens ärgern zu können. Punkte sind in den nächsten beiden Spielen nötig. Gibt es auch gegen Schaffhausen und Chiasso Niederlagen, wird man sich unweigerlich die Frage stellen müssen, ob die Mannschaft nicht zu jung und unerfahren ist.

Es wäre nun aber der falsche Moment, um den Stab über der Mannschaft zu brechen. Diese steht nun jedoch in der Verantwortung. Nachdem die Spieler sich im Herbst zum Teil selbst als Spitzenteam der Liga gesehen hatten, müssen sie nun beweisen, nicht zu den schwächeren Equipen zu gehören. Dazu ist in erster Linie von Bedeutung, die einfachen Dinge wie Kampfbereitschaft, Passqualität und Konzentration wieder auf ein vernünftiges Mass zu erhöhen.

Die Schaffhauser:

Und plötzlich läuft es im Lipo-Park. Nach einer Hinrunde mit deutlich mehr Geschichten neben dem Feld als auf dem Kunstrasen hat der FC Schaffhausen als Vorletzter überwintert und musste sich mit dem Abstieg befassen. Drei Spiele und sieben Punkte später ist Schlusslicht Chiasso um zehn Zähler distanziert und das Thema Abstieg wohl gegessen. So gastieren die Schaffhauser nicht als Aussenseiter im Wiler Südquartier, obwohl sie noch immer auf dem vorletzten Platz klassiert sind. Noch nicht abschliessend gelöst ist das Problem mit der offensiven Durchschlagskraft. 18 Tore in 21 Spielen ist der mit Abstand schlechteste Wert aller Teams. Alle anderen Mannschaften haben schon mindesten 24 Treffer erzielt.