Noch keine zwei Wochen sind vergangenen seit dem letzten Zwischenfall. Labra-dor-Mischling Chuck des Wiler Besitzers Boris Zaalberg wurde von Schäferhund Campino während eines Morgenspaziergangs angegriffen. Laut Zaalberg hatte sich dieser von der Halterin losgerissen und Chuck an Bauch und Bein verletzt. Das es nicht der erste Vorfall mit Campino war, wuchs der Unmut gegenüber der Hundebe-sitzerin. Vier Anzeigen sind innerhalb von nicht einmal eineinhalb Jahren gegen sie eingegangen. In einem Fall setzte es eine Verurteilung ab wegen Tierquälerei, Übertretung des Tierschutzgesetzes und Übertretung des kantonalen Hundegeset-zes. Das Strafmass war eine bedingte Geldstrafe von 4200 Franken und eine Busse von 420 Franken. Eine von der Stadt Wil auferlegte Maulkorb-Pflicht für Campino wurde laut Augenzeugen nicht beachtet.

Einer der beiden Schäferhunde eingeschläfert
Nun gibt es eine Wende in diesem Fall. Die Besitzerin von Campino hat sich vor einigen Tagen entschieden, ihn einschläfern zu lassen. Euthanasie nennt sich dies in der Fachsprache. Diese ist in der Zwischenzeit vollzogen worden, wie Phi-lipp Gemperle von der Stadt Wil auf Anfrage bestätigt. Und was ist mit dem zweiten Schäferhund, mit welchem die Halterin häufig unterwegs ist? «Beim anderen Hund gab es keine aktenkundigen Vorkommnisse», sagt Gemperle.

Boris Zaalberg sagt zur aktuellen Situation: «Ich finde es sehr gut, dass endlich ei-ne Lösung gefunden wurde. Jedoch ist es schade, dass das Tier bestraft wurde, obwohl der Menschen die Fehler gemacht hat.»