Von klirrend kalt bis brütend heiss – Hanspeter Sieber kann sich nichts Schöneres vorstellen, als täglich bei Wind und Wetter draussen im Wald zu sein. Was viele erst in der Coronazeit schätzen gelernt haben, weiss Hanspeter Sieber schon lange. Um genauer zu sein: über 40 Jahre. Am 16. August 1982 trat er seine Stelle als Revierförster im Forstrevier Mosnang an, und blieb dieser bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters erhalten. «Ich ging jeden Tag gerne zur Arbeit», sagt der Neu-Pensionär. Die Natur, zusammen mit den administrativen Arbeiten im Büro, war für ihn die ideale Kombination, welche er auch nach so vielen Jahren zu schätzen wusste.

Von der Schlaganzeichnung bis hin zum Holzmessen gab es vielfältige Hauptaufgaben zu erledigen. Projekte, wie in der Anfangszeit die Waldzusammenlegung und Erschliessung des Erbachwaldes, waren interessante Zusatzarbeiten. Die Förderung der Artenvielfalt gewann immer mehr an Bedeutung. Diverse ökologische Projekte konnte er ebenfalls begleiten. Aber auch in seiner Freizeit liegt ihm die Natur am Herzen. In etwa dann, wenn er in seinem Garten werkelt oder im eigenen Waldstück unterwegs ist. «Ich finde, als Förster geniesst man sehr viele Freiheiten. Das ist ein grosser Vorteil des Berufs», fasst er es zusammen.

Bereits früh war für ihn klar, was er später werden will – schliesslich war er auch als Junge viel im Wald, in einem Tobel oder auf den Wiesen zu finden. Die Natur verbindet er mit Erholung und auch als wichtigen Lebensinhalt. «Das bleibt sicher künftig so bestehen. Langweilig wird es mir kaum.» Die Pensionierung nimmt er als fliessenden Übergang wahr. Draussen gäbe es immer etwas zu tun. Und falls nicht, finde er Abwechslung beim Wandern oder seinen Schneeschuhtouren.

Die Revierförsterstelle in Mosnang ist übrigens noch vakant. Interimistisch betreut Projektförster Nikolaus Fankhauser das Forstrevier Mosnang.