Können Sie die Skepsis verstehen, die aufgrund Ihrer persönlichen Beziehung mit dem Uzwiler Gemeindepräsidenten bei gewissen Leuten entstanden ist?

Die Beziehung ist seit langem bekannt, auch in den Medien, nicht allein in der Region. Ich verstehe eine skeptische Haltung und kritische Fragen, solange es offene Punkte gibt. Diese wurden inzwischen von den Medien aufgenommen und abgeklärt. Deshalb sehe ich keine Gründe für Skepsis mehr.

Es könnten spätere Interessenskonflikte entstehen, lautet der Vorwurf. Wie stehen Sie dazu?

Wer sich für gesellschaftliche und politische Aufgaben engagiert, kann in diese Situation kommen. Unsere Systeme sind überschaubar. Je mehr Menschen sich zur Verfügung stellen, umso kleiner werden Berührungspunkte. Auch unter diesem Aspekt ermutige ich die Menschen gerne, sich für gesellschaftliche Aufgaben zur Verfügung zu stellen.

Dass Ihre Beziehung in diesem Zusammenhang thematisiert werden könnte, lag auf der Hand. Weshalb kommunizierte man nicht von Anfang an offen? Um den Leuten quasi den Wind aus den Segeln zu nehmen?

Da die Partnerschaft in der Öffentlichkeit seit langem bekannt ist, waren bei Einreichen meiner Bewerbung alleinformiert. Ich könnte niemanden nennen, der nicht davon gewusst hätte. Allerdings hatte ich die Medien nicht informiert.

Durch Ihre verschiedenen Ämter sind Sie es sich gewohnt, in der Öffentlichkeit zu stehen. Dennoch: Wie gehen Sie mit solchen Vorfällen um, dass auch gewisse private Sachen zum Thema werden?

Transparenz schafft Vertrauen. Vertrauen ist die wichtigste Grundlage im erfolgreichen Miteinander - privat, in der Berufswelt, ganz besonders in Pflegeheimen, für mich persönlich aber auch in der Politik. Deshalb schätze ich es sehr, wenn nachgefragt und seriös abgeklärt wird - wie Sie es hier vorleben.

Hätten Sie rückblickend etwas anders gemacht?

Nein. Allerdings konnte ich mich dazu noch nicht mit Menschen meines Vertrauens austauschen.