Die Findungskommission hat nur einen Kandidaten präsentiert. Weshalb haben Sie Ihren Namen spät ins Spiel gebracht?

Rückmeldungen aus der Bürgerschaft haben mich motiviert, trotzdem für das Gemeindepräsidium zu kandidieren. Ich möchte, dass die Jonschwilerinnen und Jonschwiler auswählen können.

Was würde Sie am Amt besonders reizen?

Die lebendige, innovative und aufstrebende Gemeinde Jonschwil zusammen mit den Jonschwilerinnern und Jonschwilern weiterzuentwickeln, ist sehr reizvoll.

Welche Eigenschaften könnten Sie als Gemeindepräsident besonders einbringen?

Vor allem folgende Punkte sind mir wichtig: bürgernah, engagiert und erfahren.

Zu bürgernah und engagiert: Die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern ist mir wichtig. Deshalb engagiere ich mich auch im Jonschwiler Dorfleben. So gehöre ich zum Beispiel seit 2019 dem OK der Chilbi Jonschwil an. Ich engagiere mich ebenfalls in Vereinen wie dem Tennisclub Degenau und dem FC Henau. Für die Tätigkeit als Gemeindepräsident ist vor allem auch eine hohe Sozialkompetenz gefragt. Ich begegne meinen Mitmenschen stets auf Augenhöhe und arbeite ausgesprochen gerne im Team.

Zu erfahren: Da ich seit dem Jahr 2013 dem Gemeinderat von Jonschwil angehöre, verfüge ich einerseits über eine reiche Erfahrung in der Exekutive. Ausserdem sind mir als Geschäftsleiter Bau und Infrastruktur der Gemeinde Flawil auch die Gegebenheiten einer Gemeinde bestens vertraut.

Worin sehen Sie die grösste Herausforderung im Hinblick auf das Amt des Gemeindepräsidenten?

Eine der grössten Herausforderungen ist die Zusammenarbeit und die vermehrten Kooperationen zwischen den Gemeinden. Nicht alle Aufgaben lassen sich im Alleingang lösen. Ausserdem benötigt ein Gemeindepräsident ein immer detaillierteres Fachwissen, insbesondere im Bau- und Finanzbereich. Und in den kommenden Jahren wird die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigen.

Wo hat die Gemeinde Jonschwil ihre Vorzüge?

Der Gemeinderat hat im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision festgestellt, dass die Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Gemeinde ausgesprochen hoch ist. Nicht ohne Grund steht sie unter dem Slogan «Wohnen im Grünen». Diese Qualitäten gilt es, zusammen mit den naturnahen Erholungsgebieten, zu erhalten und punktuell zu fördern.

Wo hingegen wäre Verbesserungspotenzial vorhanden?

Eine Gemeinde wird von ihrem Gewerbe und einer lebendigen Vereins- und Bevölkerungsstruktur getragen. Sonst bleibt sie stehen. Umso wichtiger ist es, den Wirtschafts- und Lebensstandort Jonschwil zu stärken, die hochwertige Innenentwicklung der Dörfer im Rahmen der Ortsplanungsrevision anzugehen, die Defizite in der Verkehrsinfrastruktur abzubauen sowie den öffentlichen Verkehr und die Langsamverkehrsverbindungen zu stärken. Kurz: Die Standortattraktivität der Gemeinde muss erhalten und punktuell gesteigert werden.

Welche Geschäfte liegen Ihnen besonders am Herzen?

Das Klima wandelt sich. Dieser Prozess muss mit Innovation und Anreizen gestoppt werden. Wir müssen deshalb ökologische und ökonomische Ziele vereinen. Die öffentliche Hand hat dabei einen Vorbildcharakter. Und die Entwicklung der Gemeinde muss den Jonschwilerinnen und Jonschwilern attraktive Arbeitsplätze, modernen Wohnraum sowie ein zeitgemässes Vereins- und Freizeitangebot ermöglichen.

Wie werden Sie auf Stimmenfang gehen?

Indem ich aktiv auf die Jonschwilerinnen und Jonschwiler zugehe.