Die Abwicklung der Jahrestraktanden des Vereins IG Sport Region Uzwil im Clientis Beratungszentrum wurde beinahe zur Nebensache, wäre da nicht noch eine vielversprechende Neuregelung der Raumnutzung und Entschädigung für Uzwiler Vereine zu Sprache gekommen.

Eine Plattform für Vereine

In ihrem Jahresbericht thematisierte Präsidentin Kathrin Germann die vereinsübergreifende Zusammenarbeit. Die von zahlreichen Vereinen angebotenen Schnupperstunden für Jugendliche seien gut angekommen, auch einige für den Verein gewinnen zu können. «OberUzwil bewegt» 2018 beurteilte sie als Highlight des Vereinsjahres, auch wenn der Sieg letztlich bei Jonschwil geblieben sei.

Die Sportlerehrung am Herbstmarkt habe einmal mehr gezeigt, dass aus Uzwil eine ganze Reihe Schweizer-, Europa- und Weltmeister hervorgehen und vielfach Gold-, Silber- und Bronze Medaillen erreicht werden. Besonders eindrücklich habe sich die Anwesenheit des Uzwiler Sportler Matthias Seger ergeben, der sich für die Gemeinde besonders verdient gemacht habe.

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Der Vostand stellt sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. v.l.: Andrea Habrik, Walter Epprecht, Kathrin Germann, Emilie Lienhard und Roland Erni.


Der Vorstand macht weiter

Die Kasse stimmt bei der IG. Bei einem Gesamtaufwand von rund 9’400 Franken ergab sich ein Plus von 132 Franken. Der Verein verfügt über ein Kapital von knapp 5'600 Franken. Die 30 Vereine werden für 2019 wieder den Beitrag von 100 Franken bezahlen. Hinzu kommt der Betrag der Gemeinde über 6'000 Franken. Eine Zugabe bot Adrian Müller von Clientis unter Allgemeines an mit weiteren 300 Franken.

Der Vorstand stellte sich in Globo der Erneuerungswahl. Applaus gab es zusätzlich für die Präsidentin Kathrin Germann. Ein Wechsel gibt es bei den Revisoren. Für Jeanine Klaus stellt sich Rafaela Müggler zur Verfügung.

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OberUzwil bewegt wird auch für 2019 zum Thema.

Ausblick 2019

Die Schnupperstunde 2019 ist mit 77 gemeldeten Kindern bereits angelaufen. Auch OberUzwil bewegt wird eine weitere Durchführung erhalten, wie Gemeinderätin Christine Wirth kurz vorstellte. In Folge der gestiegenen Zahl Vereine wird eine neue Broschüre erarbeitet.

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Gemeindepräsident Lukas Keel will mit dem neuen Konzept Vereinsentschädigung der Gleichbehandlung mehr Gewicht geben. 

Vereinsentschädigungen

Die teils ungleiche Behandlung der Vereine bezüglich Entschädigung nahm der Uzwiler Gemeinderat zum Anlass für eine ausgeglichenere Regelung. Neu sollen die Entschädigungen über eine Kulturfond Laufen. Dabei wird zwischen Nutzungseinheiten der Anlagen und Räumlichkeiten unterschieden, wie Gemeindepräsident Lukas Keel informierte.

Die Vereinsnutzung erfolgt nur dann gratis, wenn die Anlagen im angetretenen Zustand abgegeben werden. Ansonst müsse der Abwart mit 80 Franken pro Stunde entschädigt werden. Eine Pauschale von 300 Franken ist für Vereinsanlässe mit Aussenwirkung oder grösserem Publikumsaufmarsch vorgesehen.

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Kathrin Germann im Gespräch:

hallowil: Kathrin Germann, sie waren vor 5 Jahren die Initiantin zur Gründung der IG Sport Region Uzwil und stehen dem Verein seit vier Jahren als Präsidentin vor. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?
K. Germann: Das Ziel war, nach fünf Jahren erste Bilanz zu ziehen. Zwar erst am Anfang des fünften Vereinsjahres, stelle ich fest, dass nicht nur die Vereine den Zusammenschluss schätzen, sondern auch die Wahrnehmung in der Bevölkerung bereits optimal läuft.

hallowil: Welche anvisierten Ziele wurden bisher erreicht?
K. Germann: Die Zahl der Vereine ist zum einen von 23 auf heute 30 angewachsen und praktisch ist heute jeder Verein in der IG integriert. Auch die Beteiligung bei Aktivitäten läuft optimal. Die Plattform der IG bietet den Vereinen eine gewisse Stütze sich über Sorgen und Nöte des nicht immer einfachen Vereinslebens austauschen zu können.

hallowil: Sind Sie nach nun bald fünf Jahren an der Spitze der IG noch nicht amtsmüde?
K. Germann: Ich empfinde nach wie vor Begeisterung in der Umsetzung neuer Ideen. Natürlich fühlen sich die Erwartungen auch einmal belastend an. Wir wollen neue Leute in den Vorstand gewinnen, um auch einmal eine Ablösung zu vollziehen. Wenn ich einstmals zurücktrete, ist kaum Amtsmüdigkeit der Grund, sondern eher deshalb, neuen Kräften und Ideen Platz zu machen.