Es ist ja schon auffällig: Seit der Bundesrat Mitte März wegen dem Coronavirus alle Läden abseits der Grundversorgung geschlossen hat, ist fast durchgehend schönes Wetter. Zeit für den Garten also. Wenn man denn das entsprechende Material zu Hause hätte.

Darum würde es überhaupt nicht verwundern, wenn sich kommenden Montag bei der Wiedereröffnung der Gartencenter und Baumärkte Szenen abspielen würden, wie vor wenigen Tagen im Österreich. Zum Teil waren die Schlangen mehrere Hundert Meter lang, als diese Geschäfte nach dem Lockdown erstmals wieder öffneten.

«Vakuum spüren wir enorm»

Einer dieser Gartencenter in der Region ist die Gärtnerei Rutishauser in Züberwangen, die auch in Wil einen Laden betreibt. Am kommenden Montag ist soweit und nach knapp sechs Wochen Lockdown darf wieder vor Ort verkauft werden. «Wir erwarten, dass sich unsere Kunden stark mit Pflanzen eindecken werden», sagt Geschäftsführer Bruno Rutishauser knapp eine Woche vor der Wiedereröffnung zu hallowil.ch.

Doch was wird besonders gefragt sein? Bruno Rutishauser nennt eine Top-Five-Liste:

  • Geranien
  • Dipladenien
  • Petunien
  • Setzlinge (Salat, Naschgemüse, Erdbeeren)
  • Erden/Substrat

Ganz zuoberst wird also so genannter Sommerflor wie Geranien, Dipladenien und Petunien stehen. «Dank ihren leuchtenden Farben und Düften im eigenen Heim wird die eigene Lebensfreude gestärkt. Das diesbezüglich entstandene Vakuum der Menschen aus den vergangenen Wochen spüren wir enorm», sagt Bruno Rutishauser.

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Es ist angerichtet: Die Gewächshäuser der Gärtnerei Rutishauser in Züberwangen ist nach dem Lockdown gut gefüllt.


Eigene Produkte sind im Trend

Des Weiteren sind Setzlinge für den eigenen Garten eine weitere Warengruppe, die besonders gut laufen dürfte. «Immer mehr Leute legen Wert auf selbst erzeugte Produkte. Das Bewusstsein für eine gesunde, ökologische und ausgewogene Ernährung ist gestiegen», sagt Rutishauser. Dazu gehören auch Beeren, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, der eigenen Terrasse oder vom eigenen Balkon.

Für den Erfolg und die Freude im eigenen Garten sei auch die richtige Wahl der Erde und Düngung entscheidend. «Somit wird die Erde ebenfalls unter den Top 5 anzutreffen sein», ist Rutishauser überzeugt.