Spätestens nach diesem Spiel ist die Frage im Bergholz ernsthaft angebracht: Ist der FC Wil eine Spitzenmannschaft? Auch wenn die Beantwortung nach 10 von 38 Pflichtspielen verfrüht wäre, so ist doch festzuhalten: In den letzten beiden Partien sind die jungen Wiler im Stil einer Spitzenmannschaft aufgetreten – und können nun mit geschwellter Brust in die beiden Spitzenspiele gegen die Liga-Krösusse Lausanne-Sport und Grasshoppers steigen.

Vier Tage nach dem selbst in der Höhe verdienten 3:0-Sieg in Winterthur kamen die Wiler zu einem selbst in der Höhe verdienten 4:1-Heimsieg gegen Vaduz. Dank dieser beiden Partien stellt der FC Wil nun nicht mehr «nur» die beste Abwehr der Liga, sondern neuerdings auch den zweitbesten Angriff der Challenge League. Vier Tore in einem Heimspiel: Das gab es letztmals vor knapp drei Jahren unter türkischer Herrschaft – am 23. Oktober 2016 bei einem 5:1-Heimsieg gegen den FC Winterthur.

Entscheidung fällt 30 Sekunden nach der Pause

Gegen Vaduz machte der FC Wil nahtlos dort weiter, wo er auf der Schützenwiese aufgehört hatte: mit druckvollem Spiel. Zwar verflachte die Partie nach schwungvollem Start etwas. Doch genau in jener Phase fiel der Wiler Führungstreffer. Der starke Valon Fazliu schoss von der linken Seite. Zwar wurde sein Versuch noch pariert, jedoch setzte Filip Stojilkovic gut nach und erzielte per Kopf seinen vierten Saisontreffer. Es bleibt dabei: Stojilkovic trifft «nur», wenn er in der Startaufstellung steht. In dieser stand er anstelle von Silvio, obwohl der eingebürgerte Brasilianer am vergangenen Samstag Doppeltorschütze gewesen war.

Später trugen sich drei Wiler Spieler erstmals in dieser Saison in die Torschützenliste der Challenge League ein. So zum Beispiel Fazliu, der einen von Stojilkovic herausgeholten Penalty zentral aufs Tor beförderte – und damit sicher traf. Nachdem er schon im Cup gegen den FC Zürich getroffen hatte, tat es Fazliu nun auch im zweiten Heimspiel seit seiner Ankunft. Spätestens als Verteidiger Joël Schmied schon nach rund 30 Sekunden der zweiten Halbzeit nach einem Corner im Nachsetzen auf 3:0 stellte, war die Partie gelaufen. Zu konzentriert und geradlinig spielten die Wiler auf, zu wenig kam vom FC Vaduz.

Klar erkennbare Handschrift

Es wurde auch nicht mehr spannend, als noch vor Ablauf der ersten Spiel-Stunde Dominik Schwizer am hinteren Pfosten frei zum Abschluss kam und für die Gäste mühelos traf. Es war in der Meisterschaft das erste Wiler Gegentor zuhause seit Ende Juli. Zwar brauchten die Gastgeber danach ein paar Minuten, um sich wieder zu ordnen. Doch alles in allem gelang es problemlos. So war es Bledian Krasniqi vorbehalten, sich in einem Zweikampf gegen drei Gegenspieler durchzusetzen und sein erstes Meisterschaftstor im Profifussball zu erzielen. Er freute sich so sehr, dass er hernach angeschlagen vom Feld musste. «Es ist nicht schlimm und keine Verletzung», gab der Flügelspieler noch auf dem Feld beim Platz-Interview Entwarnung. Was der U19-Nationalspieler im hallowil.ch-Interview sagt, sehen Sie unten.

Mit dem zweiten klaren Sieg in Folge hat der FC Wil deutlich aufgezeigt, was möglich ist. Beeindruckend sind nicht nur die Resultate, sondern die Art und Weise, wie die junge Wiler Mannschaft auftritt. Eigentlich ist ja das Ziel von Vereinspräsident Maurice Weber, in der kommenden Saison eine starke Mannschaft beisammen zu haben, wenn es womöglich wegen der Modus-Änderung bis zu drei Aufsteiger in die Super League gibt. Schon jetzt macht das Team aber viel Freude – und die Handschrift von Trainer Ciriaco Sforza ist bereits klar zu erkennen. Die einzige Enttäuschung war am Mittwochabend die Zuschauerzahl. Nur 790 Fans wollten sich den Wiler Sprung auf Platz zwei der Tabelle anschauen – so wenige wie noch in dieser und der vergangenen Saison.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
Über so viele Tore konnten sich die FC-Wil-Spieler seit fast drei Jahren nicht mehr freuen in einem Heimspiel.

Resultate, Challenge League, 8. Runde:
Wil - Vaduz 4:1
Lausanne-Sport - Grasshoppers 2:1
Aarau - Stade Lausanne-Ouchy 1:1
Chiasso - Winterthur 0:2
Schaffhausen - Kriens 0:2

FC Wil 1900 – FC Vaduz 4:1 (2:0)

IGP-Arena: 790 Zuschauer. – Sr: Wolfensberger.

Tore: 15. Stojilkovic 1:0. 25. Fazliu (Foulpenalty) 2:0. 46. Schmied 3:0. 55. Schwizer 3:1. 74. Krasniqi 4:1.

FC Wil 1900: Kostadidnovic; Rohner (60. von Niederhäusern), Schmied, Kamberi, D. Schmid; Abedini, Muntwiler; Krasniqi (76. Traber), Fazliu (70. Ndau), Brahimi (69. Bosic); Stojilkovic.

FC Vaduz: Büchel; Dorn, Hofer, Y. Schmid Göppel; Prokopic, Gajic (81. Sele); Frick (81. Gomes), Cicek (68. Lüchinger), Schwizer; Sutter (81. Djokic).

Bemerkungen: Wil ohne Tolino (gesperrt), Celant, Schäppi (verletzt), Wörnhard, Sejdija, Rahimi und Beka (nicht im Aufgebot). Vaduz ohne Antoniazzi, Simani (gesperrt), Drazan, Milinceanu, Coulibaly, Wieser (verletzt), Chande und Mikus (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 18. Göppel (Foul). 25. Hofer (Foul). 30. Sutter (Foul). 65. Dorn (Foul). 89. Traber (Foul). – 69. Pfostenschuss Krasniqi.

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 8/19. 2. Wil 8/16. 3. Grasshoppers 8/14. 4. Kriens 8/12. 5. Stade Lausanne-Ouchy 8/11. 6. Aarau 8/11. 7. Winterthur 8/11. 8. Schaffhausen 8/8. 9. Vaduz 8/6. 10. Chiasso 8/4.

Nächste Spiele (9. Runde):
Freitag, 27. September: Winterthur - Schaffhausen (20.00 Uhr).
Samstag, 28. September: Stade Lausanne-Ouchy - Kriens (17.00 Uhr), Grasshoppers - Chiasso (17.30 Uhr).
Sonntag, 29. September: Wil - Lausanne-Sport (14.30 Uhr), Vaduz - Aarau (16.00 Uhr).

Torschütze Bledian Krasniqi im Interview:

 
"Die Maschine läuft. Aber wir müssen nun mit beiden Füssen auf dem Boden bleiben", sagte Bledian Krasniqi, der gegen den FC Vaduz sein erstes Challenge-League-Tor seiner Karriere erzielt hat.

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein mit diesem Liveticker. Haben Sie noch einen schönen Mittwochabend. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für den FC Wil bereits am kommenden Sonntag mit dem Spitzenspiel gegen den FC Lausanne-Sport. Gespielt wird am Sonntag, 29. September, 14.30 Uhr, in der IGP-Arena. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: Ein Sieg, der auch in dieser Höhe vollends verdient ist. Die Wiler knüpften nahtlos an die Leistung, welche sie gegen Winterthur gezeit haben, an und liessen sich auch durch den Gegentreffen der Vaduzer nicht aus dem Konzept bringen. Dies ist doppelt bemerkenswert, weil die Wiler Mannschaft eine sehr junge Truppe ist. Auch die Art und Weise, wie die Wiler die Leistung gegen Winterthur bestätigt haben, überzeugt. Weil gleichzeitig Lausanne-Sport gegen die Grasshoppers mit 2:1 gewonnen hat, grüssen die Wiler von Tabellenplatz zwei in der Challenge League.

Schlusspfiff in der IGP-Arena. Der FC Wil gewinnt gegen den FC Vaduz verdient mit 4:1.

93. Minute: Ein Novum in dieser Partie: der erste Eckball für Vaduz. Gefährlich wird es aber nicht.

90. Minute: Drei Minuten werden nachgespielt.

Nochmals Blick auf die Pontaise: Lausanne-Sport führt wieder gegen die Grasshoppers. 2:1 steht es für die Waadtländer. Somit ist der FC Wil auf bestem Weg, Platz zwei von den Zürchern zu übernehmen.

90. Minute: Das war erneut nun ganz knapp: Prokopic setzt sich gegen vier Wiler durch. Sein Schuss aus fünf Metern geht aber über das Tor.

89. Minute: Erste Verwarnung für einen Wiler: Traber sieht nach einem Foul an Dorn die gelbe Karte.

88. Minute: Das war ganz knapp. Lüchinger versucht es mit einem Schuss aus zehn Metern. Sein Ball geht nur Knapp am Lattenkreuz vorbei.

84. Minute: Die Wiler verwalten den Vorsprung, ohne dass die Vaduzer wirklich gefährlich werden. Weiterhin zeigen sich die Gäste wenig kreativ. Und so haben die Wiler keine Mühe, die Führung über die Zeit zu bringen.

82. Minute: Dreifach-Wechsel beim FC Vaduz: Für Frick spielt neu Gomes, Sutter macht Platz für Djokic und Gajic wird durch Sele ersetzt.

80. Minute: Dominik Schmid versucht es mit einem Schuss aus linker Position. Sein Versuch geht knapp am rechten Pfosten vorbei.

76. Minute: Vierter und letzter Wechsel bei den Wilern: Torschütze Krasniqi geht vom Feld und für ihn spielt neu Traber.

75. Minute: 790 Zuschauer sind heute bei nasskaltem Wetter in der IGP-Arena. Nur 790. Das Spiel hätte mehr Fans verdient.

73. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Krasniqi zum 4:1. Nach herrlicher Vorarbeit von Bosic auf der rechten Seite legt dieser den Ball flach in die Mitte. Krasniqi ist zwar von drei Verteidigern umringt, wird aber nicht wirklich angegriffen. So hat er keine Mühe, den Ball ins Tor zu befördern. Das dürfte die definitive Siegsicherung sein.

70. Minute: Ein weiterer Wechsel bei den Wilern: Torschütze Fazliu geht vom Feld und macht Platz für Ndau.

69. Minute: Was für eine Chance für die Wiler: Krasniqi trifft aus 20 Metern von der linken Seite den rechten Pfosten. Da wäre Büchel chancenlos gewesen

69. Minute: Und die Wiler wechseln erneut: Brahimi geht vom Feld und neu spielt für ihn Bosic.

68. Minute: Erster Wechsel bei Vaduz: Cicek macht Platz für Lüchinger.

Nochmals kurz nach Lausanne geschaut. Da hat GC gerade eben das 1:1 erzielt. Dieses Resultat ist aus Wiler sicht der Optimalfall, sollten sich die Mannschaften die Punkte teilen.

65. Minute: Die nächste gelbe Karte für einen Vaduzer: Diesmal wir Dorn verwarnt, nachdem er sich gegen Krasniqi nur noch mit einem Foul helfen konnte.

64. Minute: Da versucht es Frick mit einem Schuss aufs Tor. Der Ball rutscht ihm aber über den Spann und so entsteht keine Gefahr für das Wiler Gehäuse.

60. Minute: Erster Wechsel bei den Wilern. Für Rohner spielt neu von Niederhäusern.

59. Minute: Da versucht es Fazliu mit einem Schlenzer nach dem Zuspiel von Brahimi. Der Ball geht aber knapp am Tor vorbei.

57. Minute: Wilkommen FC Vaduz in diesem Spiel. Die Kicker aus dem Ländle haben nun Lunte gerochen. Prokopic versucht es mit einem Abschluss aus 20 Metern. Kostadinovic hat keine Probleme den Ball zu halten. Die Vaduzer werden stärker.

55. Minute: TOOOR für den FC Vaduz durch Schwizer zum 3:1. Fast aus dem Nichts. Nach einem Konter steht dieser alleine vor dem Tor und kann Kostadinovic ohne Probleme überwinden. Da waren die Wiler - die immer noch die beste Abwehr der Liga stellen - für einmal nicht gut organisiert.

53. Minute: Brahimi versucht es über die rechte Seite und will einen Pass in die Mitte spielen. Ein Vaduzer Verteidiger kann aber noch klären. Die Proteste der Wiler nach einem Handspiel bleiben ungehört.

47. Minute: Uiuiui, das war knapp: Schon wieder die Wiler. Rohner zeigt einmal mehr, wie schnell er ist und überläuft auf der rechten Seite alle Gegenspieler. Sein Abschluss schrammt nur ganz knapp am linken Pfosten vorbei.

46. Minute: TOOOOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Schmied zum 3:1. Nach einer Ecke von Rohner, welche Büchel nur ungenügend abwehern kann, netzt Schmied aus fünf Metern ins Tor ein. Und dies nach rund 30 Sekunden in der zweiten Halbzeit.

46. Minute: Anpfiff zum zweiten Umgang in Wil. Beide Mannschaften kommen unverändert aus der Kabine.

Pausenfazit: Es war eine erste Halbzeit, die zu gefallen vermochte. Die Wiler knüpften nahtlos an die Leistung an, welche sie schon gegen Winterthur gezeigt hatten. Sie liessen den Vaduzern keinen Raum für Kombinationen und agiert selber offensiv. So stellten sie die Gäste aus dem Ländle vor grosse und teilweise unlösbare Probleme. Die 2:0-Führung Führung geht absolut als in Ordnung. Dies untermauert auch die Statistik: 62 Prozent Ballbesitz, 5:0-Eckbälle und 10:3-Schüsse. Alles zugunsten der Wiler. Da gleichzeitig Lausanne gegen GC mit 1:0 führt, ist der FC Wil mit zwei Punkten Vorsprung auf den Zürcher Klub auf Rang zwei der Challenge League vorgerückt.

Pausenpfiff: Der FC Wil geht mit einer 2:0-Führung in die Kabine.

42. Minute: Und wieder ein Wiler Angriff: Stojilkovic geht auf das Tor zu, wird aber von einem Vaduzer Verteidiger noch geblockt. Der Nachschuss von Abedini landet dann direkt bei Büchel, der den Ball ohne Probleme halten kann.

Blick auf die Pontaise: Lausanne-Sport hat gegen die Grasshoppers das Skore eröffnet und führt mit 1:0.

39. Minute: Dominik Schmid will nicht weiterspielen, weil zwei Bälle auf dem Feld sind. Schiedsrichter Wolfensberger unterbricht die Partie. Aber auch den zweiten Ball wollen die Vaduzer nicht, so muss Schmid den Ball selbst vom Feld entfernen.

Schauen wir noch kurz nach Lausanne. Da es auf der Pontaise zwischen Lausanne und GC noch 0:0 steht, ist der FC Wil momentan auf dem zweiten Platz in der Challenge League vor GC und nur einen Punkt hinter Lausanne.

34. Minute: Da ist die nächste guten Chance für die Wiler: Rohner sucht in der Mitte Stojilkovic. Dieser schiesst aber einen Vaduzer Verteidiger an. Anstelle des 3:0 gibt es nur einen Eckball.

30. Minute: Und noch eine Verwarnung für einen Vaduzer: Sutter sieht nach einem Frustfoul an Abedini die gelbe Karte. Bis auf die vielen Verwarnungen sind die Gäste nicht gross im Erscheinung getreten.

29. Minute: Und weiter nur die Wiler: Diesmal sucht Fazliu Brahimi in der Mitte, Hofer kann aber noch klären.

25. Minute: TOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Fazliu per Foulpenalty zum 2:0. Er schickt Büchel in die falsche Ecke und verwandelt den Straffstoss souverän in die Tormitte.

25. Minute: Stojilkovic fällt im Strafraum, nachdem er von Hofer am Trikot gehalten wurde. Schiedsrichter Wolfensberger zögert keine Sekunde und zeigt auf den Punkt und Hofer die gelbe Karte. Klare Sache. Antreten wird Fazliu.

20. Minute: Die Vaduzer setzten weiterhin wenig entgegen und können sich keine gefährlichen Aktionen herausspielen.

18. Minute: Erste Verwarnung des Spiels: Göppel sieht nach einem Foul an Fazliu die gelbe Karte. Der Freistoss von Muntwiler geht aber so weit aus dem Stadion, dass er schon fast auf der Winterthurer Schützenwiese ins Tor geht - wieder einmal.

15. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Stojilkovic zum 1:0. Zunächste geht Fazliu alleine auf Torhüter Büchel zu und schliesst ab. Büchel reisst die Arme nach oben und kann den Ball abwehren. Während alle denken, es gibt einen Eckball, reagiert Stojilkovic am schnellsten und trifft mit dem Kopf aus fünf Metern.

14. Minute: Da ist sie nun die erste gute Chance der Gäste: Sutter tankt sich durch die Wiler Abwehr und schliesst aus fünf Metern ab. Kostadinovic reagiert aber gut und kann den Ball halten.

10. Minute: Die Vaduzer haben sich nun besser auf das Spiel der Wiler eingestellt und versuchen nun, selbst aktiv zu werden. Wirklich gefährlich ist das aber noch nicht.

7. Minute: Und die Wiler powern weiter: Diesmal versucht es Muntwiler mit dem Kopf. Aber sein Versuch geht knapp am linken Pfosten vorbei.

7. Minute: Gute Chance für Stojilkovic. Nach einem Eckball von Rohner kann der einzige Wiler Stossstürmer aufs Tor köpfen. Der Ball kommt aber zentral auf Büchel, der keine Probleme hat, die Kugel zu halten.

5. Minute: Die Wiler machen da weiter, wo sie in Winterthur aufgehört haben: Sie setzten die Vaduzer früh unter Druck und kombinieren gut. Viel Gefährliches resultierte bis dato aber noch nicht.

4. Minute: Erster Eckball des Spiels, nachdem Fazliu erst im letzten Moment von Dorn abgegrätscht werden konnte. Die Ecke von Fazliu wird von Büchel aber ohne Probleme aus der Luft gepflückt.

1. Minute: Das Spiel ist freigegeben. Der Ball rollt.

Geleitet wird das Spiel von Sven Wolfensberger.

Die Gästen aus dem Fürstentum spielen wie die Wiler in einem 4-2-3-1-System. Im Tor der Ländle-Kicker steht Büchel. In der Verteidigung spielen von rechts nach links Dorn, Hofer, Yannick Schmid und Göppel. Im defensiven Mittelfeld laufen Prokopic (rechts) und Gajic auf. Im offensiven Mittelfeld spielen von rechts her gesehen Frick, Cicek und Schwizer. Einziger Stürmer bei den Gästen ist Sutter. Bemerkenswert: Der Ex-Wiler Cédric Gasser, der in der Startformation geplant war, hat sich beim Einlaufen verletzt und fällt aus. Für ihn spielt nun Hofer.

Die Aufstellungen sind auch schon bekannt. Der FC Wil spielt in einem 4-2-3-1-System. Im Tor steht wie immer bislang in dieser Saison Kostadinovic. In der Verteidigung spielen heute von rechts her gesehen Rohner, Schmied, Kamberi und Dominik Schmid. Im defensiven Mittelfeld laufen Abedini (rechts) und Captain Muntwiler auf. Offensiv im Mittelfeld spielen von rechts nach links Krasniqi, Fazliu und Brahimi. Für Tore sorgen soll Stürmer Stojilkovic. Somit muss der Matchwinner des vergangenen Wochenendes, Silvio, vorerst auf der Bank platz nehmen.

Guten Fussball-Abend, geschätzte Freunde des runden Leders. Herzlich willkommen aus dem Wiler Südquartier zur achten Runde der Challenge League. Der FC Wil empfängt heute Abend den FC Vaduz. Mit einem Sieg kann der FC Wil am Spitzenduo Lausanne Sport und GC dran bleiben und sogar aufrücken, da diese beiden Mannschaften heute Abend auf der Lausanner Pontaise im Direktduell aufeinandertreffen. Hoffen wir auf einen unterhaltsamen Abend hier in der IGP-Arena. Pascal Ibig führt Sie durch die Partie.

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Die Vorschau:

Dass der FC Wil am vergangenen Samstag gegen Winterthur siegte, war keine Überraschung. Denn die Eulachstädter sind, statistisch betrachtet, der Lieblingsgegner der Äbtestädter. Da trifft es sich gut, dass mit dem FC Vaduz am Mittwochabend ein nächster Verein aufkreuzt, gegen den die Wiler positive Zahlen aufzuweisen haben. Seit sieben Partien und mehr als zwei Jahren hat der FC Wil gegen die Liechtensteiner nicht mehr verloren. Allerdings ist auch anzumerken, dass von allen diesen Partien nur ein einziges Spiel gewonnen wurde – im November des vergangenen Jahres mit 2:0 im Rheinpark. Sechs der sieben letzten direkten Vergleiche dieser beiden Teams endeten also unentschieden. Auf einen Heimsieg gegen Vaduz wartet der FC Wil schon mehr als fünf Jahre.

Die Wiler:

Dieses Mal läuft der Bergholz-Klub mit besonders breiter Brust auf. Den der Auftritt am vergangenen Samstag in Winterthur war der beste dieser Saison. Der 3:0-Erfolg spiegelte das Gezeigte vollends. Schon im Spiel davor gegen den Super-League-Klub FC Zürich hätte mit etwas mehr Spielglück ein Sieg resultieren können. Zudem sind die Äbtestädter in der Meisterschaft zuhause seit nahezu zwei Monaten ohne Gegentor. Der einzige Gegentreffer, den Goalie Zivko Kostadinovic in den bisherigen drei Heimspielen hinnehmen musste, war jener unnötige, welcher Ende Juli die 0:1-Heimniederlage gegen die Grasshoppers besiegelte. Der FC Wil stellt momentan die beste Abwehr der Liga. Erst fünf Gegentore mussten in den ersten sieben Meisterschaftsspielen zugelassen werden. Viermal wurde das «zu Null» gehalten. Alle anderen Teams haben schon mindestens sieben Gegentore kassiert.

Nun stehen diese Woche gleich zwei Heimspiele an. Nach dem FC Vaduz am Mittwoch gastiert am Sonntagnachmittag der momentane Leader Lausanne-Sport im Wiler Südquartier. Damit wird das erste Meisterschaftsviertel abgeschlossen. Nach diesen beiden Spielen wird man beurteilen können, ob der FC Wil effektiv ein Spitzenteam ist in dieser Saison.

Die Vaduzer:

Alles andere als zufriedenstellend ist der Saisonstart für den FC Vaduz verlaufen. Zwar schaltete der 47-fache liechtensteinische Cupsieger in der Europa-League-Qualifikation den ungarischen Spitzenklub Fehérvár völlig überraschend aus und kam in den Genuss zweier Spiele gegen Eintracht Frankfurt, in der Meisterschaft hinken die «Residenzler» aber den eigenen Ambitionen hinterher. Seit bald zwei Monaten warten sie in der Challenge League auf einen zweiten Sieg. Und wäre in den Spielen gegen Chiasso und die Grasshoppers nicht in der Nachspielzeit jeweils noch der Ausgleich geglückt, es sähe noch düsterer aus. Auswärts wurde von den bisherigen sechs Pflichtspielen seit der Sommerpause kein einziges gewonnen.

Festzuhalten ist aber auch, dass von den drei Niederlagen in der Meisterschaft alle mit nur einem Tor unterschied ausgefallen sind. Am vergangenen Sonntag hielt die Mannschaft von Trainer Mario Frick gegen Leader Lausanne-Sport gut mit und durfte bis zuletzt auf Zählbares hoffen. Allerdings brachte jenes Spiel mit sich, dass nun in Wil Denis Simani und Gianni Antoniazzi je eine Sperre absitzen müssen.