14. Juni 2019 – Ein Jahr ist seit dem grossen Frauenstreik vergangen. «Die Anliegen und Forderungen, die vor zwölf Monaten auf den Strassen der Schweiz sicht- und hörbar wurden, sind nach wie vor aktuell», erklärt die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen in einer Medienmitteilung. Gerade die Corona-Krise habe die Bedeutung unterschiedlicher Gleichstellungsanliegen erneut sichtbar gemacht und gezeigt, wo in Zukunft angesetzt werden müsse.

Mit der fünften Edition der Veranstaltungsreihe «Gender Matters» wollte sich das kantonale Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG) am 11. Juni genau dieser Thematik widmen. Diese Veranstaltung musste aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden. Die Veranstaltungsreihe «Sender Matters» soll aktuelle Genderfragen in den Fokus rücken und mit unterschiedlichen Referentinnen und Referenten Themen rund um Gleichstellung, Geschlecht und Gesellschaft beleuchten. So wollte das KIG an der geplanten Veranstaltung am 11. Juni mit unterschiedlichen Gästen folgende Fragen beleuchten: Was hat der Frauenstreik 2019 ausgelöst? Wo stehen wir heute und auf welche positiven Entwicklungen schauen wir zurück? Welche Massnahmen müssen noch ergriffen werden, um die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in St.Gallen und in der Schweiz zu gewährleisten? 

Wenn nicht physisch möglich, dann medial innovativ

Stattdessen hat das KIG unterschiedliche Personen aus St.Gallen und der ganzen Schweiz aufgefordert, diese Fragen in einem Videoclip zu beantworten. «Entstanden ist ein spannender und inspirierender Kurzfilm mit Statements von Personen aus der Politik, der Gleichstellungsarbeit, aus dem Kulturbereich und der Verwaltung», heisst es in der Mitteilung weiter.

 
Was hat der Frauenstreik 2019 ausgelöst? (Video St. Galler Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung)

Im Videoclip kommen unter anderem Regierungsrätin Laura Bucher, Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher, Stadtparlamentarierin Andrea Scheck, Jacqueline Schneider (Geschäftsführerin Frauenzentrale St.Gallen), Gudrun Sander (Direktorin Competence Centre for Diversity and Inclusion der Universität St.Gallen), Nicolas Zogg (Mitarbeiter der Stabsstelle Chancengleichheit Kanton Graubünden) und Anna Rosenwasser (Geschäftsleiterin Lesbenorganisation Schweiz) zu Wort. (pd)

Nun will hallowil.ch von seinen Lesern in einer Umfrage (siehe unten) wissen: Hat sich seit dem Frauenstreik 2019 etwas geändert?