Nach 13 Jahren hat das OK von Rock am Weier das Beizenfestival im Frühling 2018 das letzte Mal durchgeführt. Der Aufwand zum Kernanlass, dem Rock am Weier, war zu gross, begründen die Verantwortlichen. Dem Wiler Publikum geht dieser Anlass aber nicht verloren. Die Beizen im historischen Kern von Wil organisieren seit einigen Jahren einen eigenen Konzertabend mit einem ähnlichen Konzept. Die Veranstaltung "Musik i dä Beiz" bietet lokalen Bands die Möglichkeit für einen Auftritt und den Gästen die Chance, für wenig Geld viele verschiedene Konzerte an einem Abend zu erleben.

Marc Gähwiler vom Restaurant Tigerli und Jürg Sennhauser von der Trinkstube zum Hartz fanden dies schade und organisierten nun diesen Anlass selber. Zusätzlich zum Beizenfestival im Herbst findet es nun auch im Frühling statt. Der Aufmarsch an Leuten zeigt, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Neun Restaurants in und um die Wiler Altstadt boten am Freitagend Musik von Pop über Rock, Funk bis hin zum Soul.

 
Sehen Sie hier einige Höhepunkte der Mai-Ausgabe von Musig i dä Beiz. (Video: Bettina Brauchli)

Wenn in Wil was los ist, muss man hingehen

Diese Aussage machten viele Besucher, so auch der Wiler Rico Bischof, der sich an der Bar im Restaurant Barcelona ein Bierchen gönnte und sich im Takt zur Musik von „Goodbye Rosie“ bewegte. Im Tigerli rockten die Madcuts und zwischen Schlagzeugsolo und Gitarrenriffs hatte hallowil.ch die Gelegenheit, mit Initiant Marc Gähwiler zu sprechen. Das Konzept sei sehr einfach, sagte Gähwiler. Jeder Wirt sei selber besorgt um eine Band. Der Eintrittspreis von zehn Franken sei für die Werbung. Und der Rest würde unter den teilnehmenden Restaurants verteilt für die Kosten der Bands. Auf Konsumationszuschlag wird verzichtet. Wahrscheinlich werde es finanziell eine „Nullnummer“ sagte Gähwiler. Der wichtigste Aspekt sei, dass in Wil diese Kultur gepflegt und gelebt werde.

Ob in Ginos Kunstcafé, im El Pincho, Linde Pub oder im Freischütz: Alle Restaurants waren voll besetzt. In der Trinkstube zum Hartz, wo die Band „Underline“ grad „T.N.T“ von AC/DC zum Besten gab, war es gerammelt voll. Zum Glück hat Jürg Sennhauser ein Zelt errichtet, um die vielen Gäste auch draussen bedienen zu können.