Den Tag der Offenen Türe beim Betreuungs- & Pflegezentrum "Wolfgang" in Oberuzwil nutzte eine grosse Zahl Besucher, um sich vom erneuerten und erweiterten Betreuungs- und Pflegeangebot ein Bild zu machen. Nebst neuer Küche lädt das neue Kafi auch zu spontanen Besuchen ein. Der grosse Garten bietet den Bewohnern reichlich Gelegenheit für Spaziergänge. Das Betreuungs- und Pflegezentrum „Wolfgang“ an der Bahnhofstrasse 1 in Oberuzwil wurde während 1,5 Jahren mit Kosten über 4,5 Mio. Franken renoviert. Eckpunkte der Neuerung sind die baulich ins Untergeschoss verlegte Küche, die Weingartenstube als Besucherkafi und der erweiterte Garten für die Bewohner und Gäste.

Zum Abschluss der Bauarbeiten war in den ersten Junitagen eine Haussegnung angesagt. Tags darauf waren die Familien der Bewohner zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Am Samstag galt die Einladung der Öffentlichkeit mit dem Tag der Offenen Türe. Die zahlreich erschienen Besucher waren bei schönster Witterung im grossen Garten optimal betreut, als wären sie hauseigene Bewohner. Neben dem Akkordeon-Ensemble präsentierten sich die Sängerinnen und Sänger des „all4soul“-Chors mit ansprechenden Melodien. Für Stimmung unter den Gästen sorgte Unterhalterin Lisa Bögli.

Pflegezentrum über vier zusammengebaute Häuser
Patrick Schätti, Leiter des „Wolfgang“ stellte an einer Führung durch das Haus die neu eingerichteten Räumlichkeiten wie auch das Betreuungs- und Pflegeangebot vor. Die umfassende Erneuerung der Altbauten habe 1,5 Jahre in Anspruch genommen. Grossen Aufwand habe die Verlegung der Küche in neue Räumlichkeiten im Untergeschoss ergaben. An die Küche angegliedert folgt gleich der Speise- und Aufenthaltsraum für die Bewohner. Neu lädt die Weingartenstube im Erdgeschoss für spontanen Aufenthalt für Gäste und Bewohner ein. Das Betreuungs- und Pflegezentrum erstreckt sich unterdessen über vier Häuser 1,3,5 und 7, an der Bahnhofstrasse.

Schätti erinnerte daran, wie in den Anfängen um 1964 70 Bewohner das Haus füllten. Unterdessen seien es auf Grund der Raumerweiterungen bei den Zimmern 50 Plätze für Zentrumsbewohner. Betreut werden Sie von 50 Mitarbeitenden, welche zusammen 30 Stellenprozente ausmachten. Sie hätten beim Personal für verschiedenste Bereiche Bedarf. Von der Pflege, Haushalt und Küche müssten alle Sparten abgedeckt sein. Die Wäsche gehe für die Reinigung auswärts.

Für alle Betreuungsformen eingerichtet
Patrick Schätti wies an der Führung darauf hin, dass sie bei der Erneuerung auf optimal wohnliche Gestaltung geachtet hätten. Es gebe keinerlei Aufenthaltssäle. Mit 25m2 Wohnfläche bei den Zimmern, alle mit Dusche und WC, könnten sich die Betagten grosszügig einrichten. Sie seien für alle Formen der Betragtenbetreuung eingerichtet, vom einfachen Bewohner, weitergehend mit Pflegebedarf bis zu Demenzererkrankten. Für etwas verwirrte Betagte biete sich der grosse Garten mit Rundgang optimal an, damit ein unkontrolliertes Weggehen verhindert werde.

Nach Schätti bieten sie weiter Ferienzimmer wie auch tage- oder nachtweise Betreuung an. Auch seien sie für angemeldete Mittagessen von Externen vorbereitet. Bei den Kosten könnten sie im Vergleich gut mithalten. Die Preise seien von reinem Wohnbedarf bis zu acht Pflegestufen gegliedert.