Abseits von öffentlichen Strassen und Wegen ist das Radfahren oder eben das Biken verboten. So will es das kantonale Waldgesetz. «Tiere haben immer mehr Mühe, ruhige Plätze zu finden. Das Rehwild wird aufgescheucht und braucht mehr Energie. Als Folge davon werden junge Pflanzen gefressen, womit wir mehr Mühe haben, den Wald aufzuziehen», sagt Raphael Lüchinger, Regionalförster der Waldregion 1, welche sich von Kirchberg und Wil bis in die Region Rorschach erstreckt.

In den vergangenen Monaten und Jahren sind auch in eben dieser Waldregion 1 immer mehr illegale Biketrails quer durch den Wald entstanden. Dies hat Jagdorgane und Forstdienst dazu veranlasst, verstärkt für das Thema zu sensibilisieren, aber auch den Vollzug zu forcieren.

Zu wenige Angebote für ambitionierte Biker

Vergangenen Samstag postierten sich Mitarbeitende der Polizei-, Forst- und Jagdorgane bei illegalen Biketrails im Wald. Vorgängig waren Bikeclubs und Veloorganisationen angeschrieben worden. Die Gespräche mit den angehaltenen Bikern seien konstruktiv gewesen. Die fehlbaren Personen hätten Verständnis für die Anliegen des Lebensraumschutzes gezeigt, aber auch darauf hingewiesen, dass geeignete Angebote fehlen würden – vor allem für ambitionierte Bikesportler.

In nächster Zeit werden nun diverse Gespräche mit privaten und öffentlichen Institutionen stattfinden, bei welchen das Thema Biken im Wald vertieft erörtert wird. Parallel dazu wird die Aufklärungsarbeit weitergeführt. Die Kontrollaktionen im Wald werden im Frühjahr wiederholt. Dann müssen fehlbare Personen mit einer Busse oder Anzeige rechnen. (pd/sdu)