Das ging schnell. Aufgrund von Anpassungen im übergeordneten Schutzkonzept wird das Schutzkonzept des Uzwiler Schwimmbads nach etwas mehr als einer Woche bereits gelockert. Dies schreibt die politische Gemeinde in einer aktuellen Mitteilung. Unter anderem weil die Personenbelegung für die einzelnen Becken nicht mehr definiert sei, dürften nun 1360 statt 800 Gäste auf das Gelände des Schwimmbads. Im Wasser und auf dem restlichen Areal gelte aber der Sicherheitsabstand von 2 Metern. Auch bei der Nutzung des Gemeindesaals gibt es Lockerungen beim Schutzkonzept. Statt 50 können nun 120 Leute den Saal nutzen. Für die Badi muss jetzt nur noch das Wetter bessern. Für das Wochenende sehen die Prognosen, Stand Mittwoch, aber eher trüb aus.

(gk/red)

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Auch Uzwiler Badi öffnet (3.6.20)

Das Uzwiler Schwimmbad ist ein Publikumsmagnet. An Spitzentagen vergnügen sich dort weit über 3000 Badegäste. Soweit kommt es diese Saison nicht. Oder nur dann, wenn die Corona-Massnahmen bald enden. Die letzten Lockerungen des Bundesrates machen möglich: Mit drei Wochen Verspätung startet die Uzwiler Badi am Montag, 8. Juni, in die Saison 2020. Der Start wird alles andere als gewohnt. Die Schutzkonzepte für Freibäder limitieren die maximale Besucherzahl. Pro zehn Quadratmeter Liegewiese und pro zehn Quadratmeter Wasserfläche ein Besucher. Das heisst: Bis auf weiteres können maximal 800 Badegäste eingelassen werden. Das wird dazu führen, dass Gäste abgewiesen werden müssen, dass es enttäuschte Gesichter gibt.

Die Preise der Saisonabos werden um 20 Prozent reduziert, weil die Saison kürzer ist und Gäste auch mit Saisonabo damit rechnen müssen, nicht eingelassen zu werden, wenn die maximale Belegung der Badi erreicht ist. Das muss wissen, wer sich trotzdem für ein Saisonabo entscheidet. Und wer in der Badi ist, wird sich dort an die Abstandsregeln zu halten haben. Gegenstände zum Ausleihen – ob Liegestühle, Bücher oder Schwimmhilfen – gibt es vorerst nicht.

Durch den Onkel «vorbelastet»

Seit dem Frühling bereiten sich die neuen Pächter des Schwimmbadrestaurants auf die Saison vor. Das war zuweilen – wie auch für andere Unternehmer – eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Der frühere Job war aufgegeben. Die Ungewissheit, ob und wann es losgeht, nagte. Das ist nun vorbei, der Start steht bevor. Wer sind die neuen Pächter? Mirjam Lustenberger blickt auf zehn Jahre Erfahrung in der Gastronomie zurück, Rolf Dörflinger bringt betriebswirtschaftlichen Hintergrund mit und bezeichnet sich selbst als gesellige und zukunftsorientierte Persönlichkeit mit «dem Drang zur organisatorischen Perfektion». Das Ehepaar sieht sich als ideale Ergänzung – und beide freuen sich auf die neue Herausforderung und vor allem auf den Kontakt mit den Gästen und der Uzwiler Bevölkerung.

Wenn man so will, ist Rolf Dörflinger durch seinen Onkel Hans Muhr «vorbelastet», den langjährigen erfolgreichen Gastronomen in Badi und Eishalle. Und was ist von den neuen Pächtern zu erwarten? Mirjam Lustenberger: «Ein familienfreundliches Gastronomieangebot, Kinderteller, eine speditive, freundliche und familiäre Bedienung.» (gk/red)

Das tut sich bei den Wiler Bädern.