Das Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen ist sich bewusst: Die Ungeduld bei den Patienten wächst. Viele Arztpraxen erhalten täglich unzählige Anrufe von Personen, die dringend eine Impfung wollen. Die Arztpraxen können aber nur begrenzt Impftermine anbieten, weil es erst wenig Impfstoff gibt. Da die Kantone auch in den kommenden Wochen nur kleine Impfstoffkontingente erhalten, muss bei der Verteilung der Impfdosen weiterhin priorisiert werden.

Die Reihenfolge der Impfung ist in der Impfstrategie des Bundes festgelegt. Gemäss dieser Strategie sollen zuerst alle besonders gefährdeten Personen geimpft werden. Dazu gehören Personen über 75 Jahre und Personen mit einer chronischen Krankheit mit höchstem Risiko. Diese Menschen haben ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Die Impfung bietet ihnen einen sehr guten Schutz. Ebenfalls kann Gesundheitspersonal geimpft werden, damit die Gesundheitsversorgung funktionsfähig bleibt.

Logistische Herausforderung für alle

Für Mitte und Ende März waren zwei weitere Lieferungen des Impfstoffs Moderna angekündigt. Dieser Impfstoff wird im Kanton St.Gallen in den Arztpraxen verimpft. Gestern wurden die Kantone informiert, dass beide Lieferungen erst eine Woche später eintreffen werden. Diese kurzfristigen Verschiebungen bei den Impfstofflieferungen bedeutet grosse logistische Herausforderung und erschweren die Planung. Die Kantone sind gezwungen, den Zeitplan für die Impfaktion immer wieder kurzfristig anzupassen. Entsprechend kurzfristig erhalten auch die Arztpraxen die Informationen zu Impfstofflieferungen. Auch gab es schon Kürzungen bei den angekündigten Impfstoffkontingenten. Der Kanton ist sich bewusst, dass diese kurzfristigen und von aussen gegebenen Änderungen für die Arztpraxen und die Patienten mühsam sind und von allen beteiligten viel Flexibilität und Geduld abverlangen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.