Die Staatskanzlei teilt mit, dass der Kanton Thurgau mit der Impfung gegen Covid-19 begonnen hat. Über die Festtage wurden bereits Impfungen an Spitalpersonal durchgeführt. Am 5. Januar hat die erste mobile Impfequipe ihre Tätigkeit aufgenommen. Im Alterszentrum Park in Frauenfeld wurden 130 Personen mit der ersten Dosis des Impfstoffes Comirnaty® von Biontech/Pfizer geimpft. In den nächsten Tagen werden Impf-Equipen rund 800 weitere Personen in Alters- und Pflegezentren in den Gemeinden Kreuzlingen, Steckborn, Neukirch-Egnach und Aadorf impfen. Mit weiteren Institutionen steht das Amt für Gesundheit bereits im Austausch.

Erstes Impfzentrum in Frauenfeld

Am Montag, 11. Januar, wird zudem das erste stationäre Impfzentrum des Kantons Thurgau in Frauenfeld aufgebaut. Dort werden voraussichtlich am Dienstag, 12. Januar, erste Impfungen durchgeführt. Ein weiteres Impfzentrum wird geplant. Aktuell können noch keine Termine für die Impfung im Impfzentrum reserviert werden, da sich die vom Bundesamt für Gesundheit bereitgestellte Informatiklösung in der letzten Testphase befindet. Diese sollte zeitnah zur Verfügung stehen. Der Fachstab Pandemie wird über die Aufschaltung der Reservationsplattform informieren. Die Registrierung garantiert noch keine direkte Terminbuchung. Noch im Gange sei der Rekrutierungsprozess von Gesundheitsfachpersonal, Ärzte und Administrationspersonal für den Betrieb der Impfzentren, wie die Staatskanzlei schreibt.

Der Anfang eines längeren Prozesses

Aktuell wurden dem Kanton Thurgau bis und mit Februar 2021 rund 20 000 Impfdosen zugeteilt. Mit dieser Menge können 10 000  Thurgauer geimpft werden. «Bis sich alle impfwilligen Personen impfen lassen können, wird es daher etwas Geduld brauchen. Gerade am Anfang wird es zu längeren Wartezeiten kommen», sagt Kantonsapothekerin Nadja Müller. Der Kanton Thurgau hält sich an die Impfempfehlung durch die Eidgenössische Kommission für Impffragen. Die Impfung ist prioritär für folgende Zielgruppen vorgesehen (in absteigender Reihenfolge):

  1. besonders gefährdete Personen;
  2. Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt / Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen;
  3. enge Kontakte (Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen;
  4. Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko (mit altersdurchmischten Bewohnern; wie beispielsweise Wohnheime für Menschen mit Behinderung, Gefängnisse etc.)
  5. Sowie in einem weiteren Schritt alle anderen Personen über 16 Jahre.

Weitere Informationen zum Impfen gegen Covid-19 sind auf der Homepage des Amts für Gesundheit www.gesundheit.tg.ch sowie im Fachdossier Corona unter www.tg.ch/coronavirus aufgeschaltet. Das Bundesamt für Gesundheit hat zudem für Fragen eine Infoline-Covid-19-Impfung eingerichtet: 058 377 88 92, täglich 6 – 23 Uhr. (pd)