14 Tore hatte es einst in einem Spiel zwischen dem FC Wil und dem FC St. Gallen gegeben. Im Jahr 2002 war es, als an einem regnerischen Sonntag die Tore nicht ganz gleich verteilt waren und die Äbtestädter mit 11:3 siegten. Ganz so viele Treffer wurden es dieses Mal nicht, auch wenn sie möglich gewesen wären. Ganz so lange wird das Spiel auch nicht in Erinnerung bleiben, da es sich nur um ein Testspiel handelte und nicht um ein Derby im Rahmen der Nationalliga-A-Meisterschaft.

Ein Spektakel war es aber auch dieses Mal. Und zwar eines, bei dem der Sieger genau wie im Jahr 2002 schon nach einer Stunde gefunden schien. Nur war dieses Mal der FC St. Gallen auf die Siegerstrasse eingebogen. 4:0 führten die Grün-Weissen nach 60 Minuten – und das ordentlich ersatzgeschwächt und absolut verdient. Thody Elie Youan und Tim Staubli hatten je mit einem Doppelpack bereits früh für klare Verhältnisse gesorgt, wobei das dritte St. Galler Tor von Wils Ivan Sarcevic noch unhaltbar abgelenkt worden war. Die Führung hatte auch in der Höhe ihre Berechtigung, waren doch die Gastgeber das deutlich bessere Team und mindestens eine Klasse besser. Die Wiler hatten sich in der ersten Stunde nicht eine Aktion erspielt, die man hätte Torchance nennen können.

In 23 Minuten mehr Tore als in 6 Meisterschaftsspielen

Doch dann wurde alles anders. Als Valon Fazliu praktisch aus dem Nichts und spitzem Winkel in der 63. Minute das erste Wiler Tor erzielt hatte, begann eine neue Zeitrechnung. So deutlich unterlegen die Gäste zuvor gewesen waren, so deutlich waren sie plötzlich überlegen. Von einem Moment auf den anderen spielten nur noch die Äbtestädter. Und sie sollten so viele Tore erzielen wie letztmals im Dezember des vergangenen Jahres: deren vier. Maren Haile-Selassie profitierte nach einer vergebenen Chance davon, dass dem Ex-Wiler Adonis Ajeti ein Befreiungsschlag völlig missglückte: 4:2. Ajet Sejdija, der nach einem Gastspiel beim SC Brühl zum FC Wil zurückkehrt, stand nach seiner Einwechslung noch keine zwei Minuten auf dem Feld, als auch er traf: 4:3. Und fünf Minuten vor Schluss entwischte Haile-Selassie auf Zuspiel von Robin Kamber der St. Galler Abwehr: 4:4.

Die Wiler schickten sich danach an, gar noch den Siegtreffer zu suchen. Dieser wäre dann aber doch des Guten zu viel gewesen. Schon so war allerhand, dass 4 Tore in 23 Minuten erzielt wurden. Zum Vergleich: In den letzten 6 Meisterschaftsspielen hatten die Wiler 3 Tore geschossen.

Testspieler Pagliuca bleibt blass

Apropos 23: So viele Wiler Spieler wurden in diesem Testspiel eingesetzt. Mit Valon Fazliu, Bledian Krasniqi und U20-Spielmacher Marko Krunic kamen der Spieler in der Pause rein und wurden knapp 20 Minuten später wieder ausgewechselt. Mit Kilian Pagliuca stand ein Stoss-Stürmer im Test, der einst bei Servette und Lyon gespielt hat, zuletzt aber bei Carl Zeiss Jena in der 3. Liga Deutschlands wegen eines vorzeitigen Kaderumbruchs suspendiert worden war. Seit Sommer ist Pagliuca ohne Verein und trainiert seit dieser Woche in Wil. Im Testspiel konnte er kaum von sich Reden machen.

Wie so oft in dieser Saison liess Wils Trainer Alex Frei mit einer so genannten Doppel-6 spielen. Dieses Mal kam aber auch eine Doppel-41 zum Einsatz. Denn in der Schlussphase standen gleich zwei Wiler mit der Nummer 41 auf dem Feld. Einerseits Lavdim Zumberi. Der Bazenheider kam zum ersten Einsatz mit dem FC Wil und trug «seine» 41. Als dann für die letzten zehn Minuten Jan Kronig wieder eingewechselt wurde, trug auch er die Nummer 41 und nicht mehr die Nummer 4 wie vor der Pause.

Goalie Köhn siegt mit der Schweizer U21-Nati

Ein Erfolgserlebnis feierte drei Stunden später auch Wils Goalie Philipp Köhn. Er kam mit der Schweizer U21-Nationalmannschaft im Rahmen der EM-Qualifikation in Thun zu einem 2:1-Heimsieg gegen Aserbaidschan. Es war der neunte Sieg im neunten Spiel, womit die Qualifikation für die Endrunde in Ungarn und Slowenien längst sichergestellt ist. Die Gäste gingen überraschend in Führung und standen gar dem 2:0 nahe, das Köhn mit einer starken Parade verhinderte. Der Siegtreffer glückte dem ehemaligen Wiler und jetzigem Aarauer Filip Stojilkovic in der Nachspielzeit.

Im Video: Doppeltorschütze Maren Haile-Selassie zur Aufholjagd

 

FC St. Gallen (Super League) – FC Wil 1900 4:4 (3:0)

Kybunpark: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit. – Sr: Grundbacher.

Tore: 7. Elie Youan 1:0. 27. Staubli 2:0. 45. Elie Youan 3:0. 49. Staubli 4:0. 63. Fazliu 4:1. 70. Haile-Selassie 4:2. 72. Sejdija 4:3. 86. Haile-Selassie 4:4.

FC St. Gallen: Watkowiak; Rüfli, Nuhu (59. Stillhart), Ajeti, Heule; Staubli, Quintillà, Ribeiro (59. Duah), Ruiz; Babic (71. Besio), Elie Youan (71. Jacovic).

FC Wil 1900:
1. Halbzeit: Abubakar; Mettler, Izmirlioglu, Mätzler, Kronig; Muntwiler, Sarcevic; Camara, Paunescu, Ballet; Pagliuca.
2. Halbzeit: Abubakar (68. Klein); Mettler (80. Kronig), Talabidi, Mätzler, Schäppi; Krunic (68. Sejdija), Krasniqi (68. Kamber); Jones, Fazliu (68. Zumberi), Haile-Selassie; Pagliuca (68. Brahimi).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Abaz, Kamberi, Guillemenot, Fabiano, Gonzalez, Traore, Solimando, Kräuchi, Campos (verletzt/krank), Zigi, Stergiou, Görtler, Fazliji, Lüchinger, Diarrassouba, Letard und Muheim (abwesend/nicht im Aufgebot). Wil ohne De Mol, Ndau, Blasucci, Ismaili (verletzt/krank), Köhn, Mayer, Abazi und Sauter (abwesend/nicht im Aufgebot), dafür mit dem Testspieler Kilian Pagliuca (zuletzt bei Carl Zeiss Jena), Ajet Sejdija (SC Brühl) sowie Marko Krunic aus dem eigenen Nachwuchs. - 44. Pfostenschuss Staubli. - Verwarnung: 90. Talabidi (Foul).

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Der Liveticker:

Das soll es gewesen sein von diesem Liveticker. Haben sie noch einen schönen Donnerstagabend – und einen guten Wochen-Endspurt Richtung Wochenende. Bis bald auf hallowil.ch.

Das nächste Spiel des FC Wil ist auf übernächsten Samstag, 21. November angesetzt. Um 18.15 Uhr treffen die Äbtestädter auswärts auf den FC Thun. Auch von diesem Spiel berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: Was für eine Aufholjagd der Wiler. Nach einer Stunde stand es 4:0 für die St. Galler und der Deckel war im Prinzip drauf. Aber eben nur im Prinzip. Mit dem ersten Wiler Treffer begann ein ganz neues Spiel. Plötzlich waren die Wiler so viel besser, wie es die St. Galler zuvor gewesen waren. Fazliu, Sejdija und zweimal Haile-Selassie sorgen für das nicht mehr für möglich gehaltene Unentschieden. Vier Tore in einem Spiel: So oft haben die Wiler unter Alex Frei noch gar nie getroffen. Das ist gut für die Moral.

Schlusspfiff im Kybunpark: Der FC St. Gallen und der FC Wil trennen sich 4:4 unentschieden.

90. Minute: Talabidi wird verwarnt für eine Grätsche nahe der Mittellinie.

89. Minute: Wil drückt nun gar auf dem Siegtreffer. Aber die Zeit wird wohl zu knapp. St. Gallen ist nun komplett platt.

86. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil durch Haile-Selassie zum 4:4-Ausgleich. Kamber spielt von rechts zur Mitte. Haile-Selassie steht völlig frei und schiebt links unten ein. Wahnsinn. Vier beide.

83. Minute: Beinahe der Ausgleich: Haile-Selassie hat auf links viel Platz zum flanken. Aber zu ungenau. Schade, Jones wäre einschussbereit gewesen.

82. Minute: Da wollen die Wiler einen Penalty. Sie monieren ein Hands des Ex-Wilers Stillhart. Aber die Pfeife von Schiedsrichterin Grundbacher bleibt stumm.

80. Minute: Die Wiler wechseln nochmals: Kronig ist wieder da. Er ersetzt Mettler. Der war platt.

72. Minute: TOOOOOOOR für den FC Wil durch Sejdija zum 4:3-Anschlusstreffer. Was ist denn hier los? Noch vor zehn Minuten haben wir auf die erste Wiler Chance des Spiels gewartet. Nun regnet es Wiler Tore an diesem schönen Donnerstag-Abend. Mit Ajet Sejdija trifft einer, der in Wil war, zuletzt aber an den SC Brühl ausgeliehen wurde. Da dort nur noch ohne Körperkontakt trainiert werden darf, kam er etwas früher nach Wil zurück. Geplant war die Rückkehr im Januar. 2021

71. Minute: Doppelwechsel beim FC St. Gallen: Babic und Elie Youan sind raus. Neu mit auf dem Feld dafür Jacovic und Besio.

70.Minute: TOOOOOOOR für den FC Wil durch Haile-Selassie zum 4:2-Verkürzungstreffer. Im ersten Anlauf scheitert Haile-Selassie noch. Danach kommt er dank einem groben Schnitzer des Ex-Wilers Ajeti wieder an den Ball und macht ihn rein.

68. Minute: Fünffach-Wechsel beim FC Wil. Brahimi, Zumberi, Sejdija, Kamber und Goalie Klein sind gekommen. Raus sind Krasniqi, Pagliuca, Fazliu, Krunic und Torhüter Abubakar. Kurzeinsätze für Krasniqi, Fazliu und Krunic also.

67. Minute: Und gleich wieder Wil: Fazliu mit einer Flanke von links durch den Strafraum. Hinten nimmt Jones den Ball direkt. Aber wieder ist Watkowiak da und hält. Plötzlich sind die Wiler die spielbestimmende Mannschaft.

66. Minute: Schau, schau: Die Wiler wollen gleich nachlegen. Haile-Selassie mit einem Knaller von knapp ausserhalb des Strafraums. Aber Watkowiak kann sich erstmals auszeichnen.

63. Minute: TOOOOOOR für den FC Wil durch Fazliu zum 4:1-Verkürzungstreffer. Und so wird der Schreiberling sofort Lügen gestraft. Wie es sich gehört. Die Wiler kommen für einmal zielstrebig und Fazliu trifft aus spitzem Winkel. Immerhin. Wird sind nun beim gleichen Resultat angelangt, das es beim letzten Testspiel dieser beiden Teams im März gegeben hat.

61. Minute: Bei 4:0 ist Zynismus mal wieder angebracht: Man fragt sich hier nicht, ob die Wiler ein Tor erzielen. Sondern, ob sie zu einer Chance kommen in diesem Spiel. Wobei es der Begriff chancenlos bisher gut trifft.

59. Minute: Doppelwechsel beim FC St. Gallen. Zwei Ex-Wiler kommen: Stillhart ersetzt Nuhu. Und Duah ist neu da für Ribeiro.

58. Minute: Mal für Mal brennt es im Wiler Strafraum. Bisher ohne fünften Kollateralschaden.

55. Minute: St. Gallen macht da weiter, wo es vor der Pause aufgehört hat. Mit Power-Fussball.

49. Minute: TOOOOOR für den FC St. Gallen durch Staubli zum 4:0. Die St. Galler kommen über links. In der Mitte steht Staubli blank und netzt in die rechte Ecke ein. Somit haben wir nun zwei Doppel-Torschützen bei den St. Gallern.

46. Minute: Die Wiler mit sieben neuen Spielern. Taktisch sieht das so aus: Weiterhin ist es ein 4-2-3-1-System. Abubakar ist vorerst im Tor gebliebgen. Die Abwehr bilden von rechts nach links Mettler, Talabidi, Mätzler und Schäppi. Im defensiven Mittelfeld sind Krunic (rechts) und Krasniqi. Im offensiven Mittelfeld spielen von rechts her gesehen Jones, Fazliu und Haile-Selassie. Einziger Stürmer ist weiterhin Pagliuca. Noch keine Wechsel beim FC St. Gallern. Die sind ohnehin mit nur fünf Ersatzspielern angetreten.

46. Minute: Das Spiel läuft wieder.

Die Spieler sind zurück. Gleich geht es weiter. Mit effektiv vielen Wechseln bei Wil, wenn auch nicht gerade elf. Wir gehen das dann gleich mal durch.

Eine ganze Wiler Armada läuft da ein. Wechselt Trainer Alex Frei sein ganzes Team aus? Gleich geht es weiter.

Pausenfazit: Dieses 3:0 geht selbst in der Höhe absolut in Ordnung. Die Grün-Weissen hatten alles im Griff und liessen die Wiler mit aufsässigem, schnellem Spiel nicht zur Entfaltung kommen. Die Gäste ihrerseits fanden in der ersten Halbzeit nicht in die Partie und waren Mal für Mal hinten überfordert. Offensiv war bisher Flaute und eine Wiler Chance nicht zu notieren. Somit bleiben die Äbtestädter seit dem Saisonstart in der ersten Halbzeit ohne Torerfolg.

Pausenpfiff im Kybunpark: Der FC St. Gallen führt bei Spielhälfte gegen den FC Wil mit 3:0.

45. Minute: TOOOOOOR für den FC St. Gallen durch Elie Youan zum 3:0. Noch abgefälscht von Sarcevic. Das geht den Gästen einfach alles viel zu schnell.

44. Minute: Pfostenschuss Staubli. Aus rund sieben Metern an die rechte Stange, wie die Österreicher sagen würden.

43. Minute: Und gleich wieder die St. Galler, wieder Elie Youan. Jetzt schwimmen die Wiler so richtig.

42. Minute: Hier müsste Elie Youan das 3:0 machen: Ein Pass in die Schnittstelle der Wiler Abwehr genügt, um alleine vor Abubakar aufzutauchen. Doch dieser reagiert dieses Mal sackstark. Die Gäste aber hinten à la offenes Scheunentor.

41. Minute: Für einmal kann sich Abubakar auszeichnen. Gegen Babic klärt er und kassiert knapp kein Tunnel.

39. Minute: Es ist bis anhin ein Klassenunterschied ersichtlich hier im Kybunpark - zugunsten der Grünweissen.

36. Minute: Aber keine Gefahr.

36. Minute: Da schenkt Mettler den Gastgebern einen nächsten Corner.

33. Minute: Das läuft irgendwie drauf raus, dass die Wiler auch in diesem Spiel kein Tor vor der Pause erzielen. Dieses Kunststück haben sie ja noch gar nie geschafft seit dem Saisonstart. Das Kunststück eines Tores vor der Pause.

31. Minute: Eine halbe Stunde ist rum. Aber die Wiler sind noch nicht im Spiel. Oder anders rum: Die St. Galler machen es gut. Von beidem hat das etwas.

27. Minute: TOOOOOR für den FC St. Gallen durch Staubli zum 2:0. Die St. Galler führen einen Freistoss aus dem Halbfeld schnell aus, die Wiler schlafen. Tim Staubli komm auf halbrechts zum Abschluss und knallt den Ball ins lange Eck. Auch dieses 2:0 geht in Ordnung.

25. Minute: Die Führung der Gastgeber ist verdient. Sie sind die bessere Mannschaft und kommen zu einem nächsten Corner. Der bringt aber nichts ein.

23. Minute: Ein Viertel des Spiels ist rum. Auf eine Wiler Chance warten wir noch.

21. Minute: Und dann ein ganz schlechter Abschlag von Wil-Goalie Abubakar. Die St. Galler machen dann aber zu wenig daraus, nämlich nichts.

20. Minute: Die St. Galler mit einem Freistoss aus rund 27, 28 Metern: Und  zwar mit einer Variante. Wieder ist die Wiler Abwehr gar leicht ausgehebelt. Schliesslich jedoch keine Gefahr. Die Gäste kriegen es geklärt.

18. Minute: Auch der zweite Wiler Eckball bringt keine Gefahr.

16. Minute: Rüfli aus der Distanz. Aber knapp drüber. Abubakar ist mit den Fingern noch dran. Darum gibt es Corner, der aber keine Gefahr einbringt.

16. Minute: Die Startviertelstunde gehört dem Super-League-Klub. Das geht alles einen Tick schneller und zielstrebiger bei Grün-Weiss.

14. Minute: Die St. Galler versuchen nachzulegen: Babic wird steil lanciert. Er schiesst aber aus halbrechter Position drüber. Aus rund 15 Metern Distanz.

12. Minute: Die Wiler also mal wieder im Rückstand. Aber das ist in dieser Saison ja nichts Neues. Erst einmal ist es den Äbtestädtern gelungen, das 1:0-Führungstor zu erzielen.

7. Minute: TOOOOOR für den FC St. Gallen durch Elie Youan zum 1:0. Da lassen sich die Wiler etwas gar leicht erwischen. Ein einfacher Steilpass von Ribeiro genügt, dass Elie Youan frei vor Abubakar zum Abschluss kommt. Der Winkel ist zwar äusserst spitz. Aber der St. Galler Angreifer sieht das Loch und netzt ein. Kaltstart für den FC Wil.

7. Minute: Die erste Ecke des Spiels gehört den Äbtestädtern. Aber die St. Galler haben die Lufthoheit. Keine Gefahr.

5. Minute: Da ist der erste Abschluss: St. Gallens Elie Youan versucht es von halbrechts. Aber genau auf Abubakar. Der hat die Kugel.

4. Minute: Die St. Galler versuchen zu Beginn das Spiel zu machen. Bisher noch ohne Gefahr. 

1. Minute: Das Spiel ist freigegeben. Auf geht's.

Die Mannschaften sind da. Gleich geht es los mit FC St. Gallen gegen FC Wil. Viel Spass.

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Ein ganzes Team an Ersatzspielern ist beim FC Wil dabei für dieses Testspiel.

Geleitet wird das Spiel von Desirée Grundbacher aus Büsserach im Kanton Solothurn.

Der FC St. Gallen spielt in einem 4-4-2 mit Raute wie folgt: Im Tor steht Watkowiak. Die Abwehr bilden von rechts her gesehen Rüfli, Nuhu, Ajeti und Heule. Im Mittelfeld sind Staubli (rechts), Captain Quintillà (defensiv), Ribeiro (offensiv) und Ruiz (links). Die beiden Stürmer heissen Babic (rechts) und Elie Youan. Das ist ein um drei Stammkräfte verstärkte B-Formation.

Kommen wir nun zu den Mannschaftsaufstellungen. Wils Trainer Alex Frei lässt zu Beginn in einem 4-2-3-1-System mit folgenden Spielern spielen: Im Tor ist Abubakar. Die 4er-Abwehr bilden von rechts her gesehen Mettler, Izmirlioglu, Mätzler und Kronig. Im defensiven Mittelfeld spielen Captain Muntwiler (rechts) und Sarcevic. Eine Reihe offensiver im Mittelfeld agieren von rechts her gesehen Camara, Paunescu und Ballet. Einzige Sturmspitze ist Testspieler Pagliuca. Wer nun beim FC Wil Corona haben könnte – der FC Wil kommuniziert die Namen ja nicht – lässt sich aus dem Matchblatt nicht wirklich ablesen. Testspieler Kilian Pagliuca kennt man noch aus Zeiten bei Servette, Olympique Lyon oder auch Wohlen. Zuletzt war er bei Carl Zeiss Jena in der 3. Division Deutschlands, wo er gemäss Medienberichten wegen eines Kaderumbruchs aber suspendiert worden war.

Eigentlich hätten die St. Galler heute ja gegen den FC Aarau getestet. Aber bei den Rüebliländern sind zahlreiche Spieler in Quarantäne. Die Aargauer mussten für das Testspiel in St. Gallen absagen. Der FC Wil springt in die Bresche.

Trotz Corona kann an diesem Donnerstag-Vorabend Fussball gespielt werden. Das grösste aller möglichen Ostschweizer Derbys steht in kleinem Rahmen auf dem Programm. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit gastiert der FC Wil aus der Challenge League beim Super-League-Klub FC St. Gallen. Simon Dudle ist im fast leeren Kybunpark und tickert durch die Partie.

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Die Vorschau:

Als der FC Wil und der FC St. Gallen letztmals in einem Testspiel aufeinandertrafen, war es März. Zeitgleich zum Spiel informierte der Bundesrat, dass er einschneidende Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ergreifen wird. Das Interesse der im Stadion Anwesenden galt mehr der bundesrätlichen Pressekonferenz als dem Test-Kick, welcher der FC St. Gallen mit 4:1 für sich entschied. Es war das letzte Wiler Spiel vor dem Lockdown-Unterbruch, der bis Juni dauern sollte.

Nun treffen die beiden Mannschaften wieder zu Testzwecken aufeinander. Und noch immer ist Corona das vorherrschende Thema. Beim FC St. Gallen gab es bisher „nur“ Einzelfälle“. Am Mittwoch wurde bekannt, dass Jérémy Guillemenot positiv getestet wurde. Er zeige keine Symptome, heisst es. Der Test fand im Rahmen des Zusammenzugs der Schweizer U21-Nationalmannschaft statt. Auch Dan Ndoye und Jasper van der Werff wurden positiv getestet. Ein negatives Ergebnis gab es für FC-Wil-Goalie Philipp Köhn, der dieser Tage ebenfalls bei der U21-Nati weilt. Der Zusammenzug geht ohne die drei positiv getesteten Spieler weiter.

Der FC Wil ist Ersatz für den FC Aarau

Auch beim FC Wil ist Corona ein Thema. Drei positive Tests gab es gegen Ende der vergangenen Woche. Jene drei Spieler – sie werden nicht namentlich genannt – sind immer noch in Isolation und werden das Testspiel in St. Gallen verpassen. Wieder mittun dürfen jene fünf Akteure, welche näheren Kontakt mit den drei «positiven» Spielern hatten, in der Zwischenzeit aber zweimal negativ getestet worden sind.

Dass der FC Wil gegen den FC St. Gallen testen kann, hat auch mit Covid 19 zu tun. Denn ursprünglich wollten die Stadt-Sankt-Galler am Donnerstag gegen den FC Aarau spielen. Doch bei den Rüebliländern sind aktuell laut der «Aargauer Zeitung» 14 Spieler in Quarantäne. An ein Testspiel ist aus ihrer Sicht derzeit nicht zu denken.