Von Coop lanciert – von Tausenden vollbracht. Der Tag der guten Tat hat schweizweit Spuren hinterlassen. Nächstenliebe und Empathie, vorgelebt wie es sonst leider nur zu selten vorkommt. Zum zweiten Mal hat dieser Tag der guten Tat stattgefunden und innerhalb der Gemeinde Fischingen brachte dies dutzende Freiwillige hervor, die sich für das Gemeinwohl engagierten. Schon frühmorgens versammelten sich Mitglieder des hiesigen Turnvereins beim Startgelände der Finnenbahn, diese weist eine Länge von 650 Metern auf. Ein riesiger Haufen Sägemehl kippte der Lastwagen, ehe Godi Siegfried dieses Holzgut auf weitere Fahrzeuge verteilte. Turnerinnen und Turner füllten nebenan ihre Schubkarren und füllten die vorgängig ausgehobene Finnenbahn mit Sägemehl. Ein Kraftakt mit viel Spass verbunden. «Eigentlich hätte an diesem Samstag unser Tannzapfe-Cup stattfinden sollen. Schade, mussten wir diesen absagen, doch sind wir auch froh, können wir uns wieder miteinander und im Freien betätigen. Dass wir helfen, die Finnenbahn zu erneuern ist selbstverständlich, schliesslich wird diese auch oft von unseren Mitgliedern benutzt», sagt Julia Schmalz. Das Vorstandsmitglied (Ressort Information) legt selber auch Hand an und schaut, dass alles geregelt von statten geht. Willy Nägeli, Ex-Gemeindepräsident sagt indes, dass die Finnenbahn schon in früheren Jahren saniert wurde, «jetzt war es aber wirklich an der Zeit, wieder für neuen Glanz zu sorgen.»


Gemeinsam statt einsam

Es sind am Samstag nicht nur Turnerinnen und Turner, es stehen Mitglieder, des inzwischen aufgelösten Verkehrsvereins Fischingen, vom Verein Natur Plus, Mitgliederinnen der Frauengemeinschaft Dussnang-Oberwangen und zahlreiche Private im Einsatz. Im wunderbaren Naherholungsgebiet hinter der Rehaklinik – entlang des Rehliwegs – trifft man an diesem Morgen auf vier starke Männer. Einer davon ist der zwölfjährige Lorin Schoch. Ausgestattet mit Hammer und Schraubenzieher löst er gekonnt die Schrauben und morschen Bretter der Sitzbänke. «Das mache ich gerne, ich entferne die alten Bretter von den Betonsockeln und mein Papa Dani, Franz Arnold und Paul Brunschwiler montieren dann die Neuen.» Das Ganze läuft Hand in Hand ab, bis schlussendlich rund 12 Sitzbänke erneuert sind. Franz Arnold weiss als ehemaliges Mitglied des Verkehrsvereins, dass in der ganzen Gemeinde Fischingen rund 116 solcher Sitzgelegenheiten stehen, diejenigen am Rehliweg? Nun wieder perfekt saniert und erneuert. Ein Tag der guten Tat, hervorragend vorgelebt innerhalb der Gemeinde Fischingen – die Bevölkerung sagt Danke.