Die Wohnbevölkerung ist im vergangenen Jahr stärker gewachsen als noch 2017. Im Wahlkreis Wil betrug der Anstieg 0,5 Prozent. Im Jahr zuvor waren es 0,2 Prozent gewesen. Die Stadt Wil wies per Jahresende 2018 genau 23'955 Einwohner aus. Sie hat um 0,8 Prozent zugelegt, nachdem im Jahr zuvor eine Stagnation festzustellen war. Somit ist die Äbtestadt um 187 Personen grösser geworden und könnte dieses Jahr die 24’000er-Marke knacken.

Der Netto-Zuwachs ist fast ganz genau gleich gross wie jener im deutlich kleineren Münchwilen. Im Hinterthurgauer Bezirkshauptort betrug der Anstieg satte 3,3 Prozent, womit vergangenes Jahr die 5500-Einwohner-Grenze durchbrochen wurde. Gar noch markanter war das Wachstum in Oberbüren (+ 3,8 Prozent) und in Bettwiesen (+ 5,4 Prozent).

Zwischen 6 und 37 Prozent Ausländer

Doch nicht alle Gemeinden haben zugelegt. 7 von 26 Kommunen der Region Wil mussten einen Rückgang akzeptieren – mehrheitlich auf St. Galler Kantonsgebiet. Wobei anzufügen ist, dass es sich bei den vom Kanton St. Gallen publizierten Daten um provisorische Werte handelt. Die definitiven werden nach den Sommerferien kommuniziert. Zwar gibt es im Grossen und Ganzen in der Regel jeweils keine Verschiebungen mehr, in Nuancen sind solche aber möglich. So hat zum Beispiel Zuzwil in den kantonalen Zahlen ein negatives Wachstum erlitten, während die Gemeinde selber einen Zuwachs registriert hat. Die Zahlen sind also mit Vorsicht zu geniessen.

Interessant ist auch ein Blick in die Ausländerstatistik. Erwartungsgemäss haben die vier grössten Gemeinden der Region hohe Werte. Wil, Uzwil, Flawil und Kirchberg liegen zwischen 28 Prozent und 29 Prozent – und somit über dem kantonalen Mittel von 25 Prozent. Den höchsten Wert – und das mit Abstand – hat aber weiterhin Rickenbach mit mittlerweile 36,8 Prozent Ausländeranteil. Das ist hinter Kreuzlingen der zweithöchste Werte im Kanton Thurgau. Den tiefsten Wert weist Wuppenau mit nur 6 Prozent Ausländer auf.


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