So deutlich hatte man die Sache nicht erwartet. Gleich mit 1:6 musste sich der TTC Wil im dritten und entscheidenden Halbfinal-Spiel dem «ewigen Rivalen» aus Muttenz geschlagen geben. Das Unheil nahm für Christian Hotz, Elia Schmid und Matiss Burgis schon früh seinen Lauf, als es nach den ersten vier Einzeln bereits 4:0 für die Basler stand. Das Satzverhältnis in diesen Partien lautete 12:2 für die Gastgeber. Zwar kam Schmid danach zu einem Fünfsatz-Sieg gegen Cédric Tschanz. Trotzdem konnte bereits nach dem Doppel abgebrochen werden. Denn dieses ging aus Wiler Sicht ebenfalls verloren – wenn auch hauchdünn mit 10:12 im fünften und entscheidenden Satz.

Somit hat Muttenz Revanche genommen für die Final-Niederlage vor Jahresfrist, also sich die Wiler in eben diesem Duell den dritten Meistertitel hintereinander gesichert hatten. Dass der Titel dieses Jahr verpasst wird, kommt nicht allzu überraschend. Der TTC Wil hat hinsichtlich dieser Saison eine neue Ausrichtung vorgenommen und die Anzahl Legionäre von drei auf eins reduziert, um Schweizer Spielern eine bessere Perspektive geben zu können. So war die Titelverteidigung zwar nicht unmöglich, aber auch kein Muss.

Im Super-Final, der am kommenden Samstag (1. Juni) in Schaffhausen gespielt wird, trifft Muttenz auf Lugano.

Resultate, NLA, Playoff-Halbfinals:
MUTTENZ - Wil 6:2, 4:6, 6:1 (Schlusssand: 2:1)
LUGANO - Meyrin 6:2, 6:3 (Schlussstand: 2:0)

Nächstes Spiel (Super-Final):
Samstag, 1. Juni: Muttenz - Lugano (in Schaffhausern)

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Vorschau auf das Entscheidungsspiel:

In extremis erzwang der TTC Wil vor zwei Wochen dieses Entscheidungsspiel. Nach der Niederlage in Muttenz wurde in der heimischen Lindenhofhalle ein 6:4-Erfolg realisiert. Basis zum Erfolg war der Sieg im Doppel. Auch im alles entscheidenden dritten Aufeinandertreffen der "ewigen Rivalen" dürfte am Sonntag bedeutend sein, wer im Doppel die Oberhand behält. Muttenz geht also Favorit in die Partie, haben doch die Basler bereits die Qualifikationsphase als Leader beendet. Allerdings ist der Druck bei Muttenz grösser. Nachdem sich der TTC Wil hinsichtlich dieser Saison zu mehr Swissness bekannt hat und mir nur noch einem Legionär auskommt, sind die Ansprüche bei den Äbtestädtern weniger hoch als auch schon.

Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft von Captain Christian Hotz Lunte gerochen und will ins Endspiel. Dieses wird, wie schon im Vorjahr, im Rahmen eines Super-Finals in Schaffhausen gespielt - und zwar schon sechs Tage später gegen Lugano, das seine Halbfinalserie gegen Meyrin mit 2:0-Sieg bereits für sich entschieden hat.

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Der Bericht von Spiel 2 in Wil:

Der TTC Wil musste am Sonntag im «Rückspiel» gewinnen, um weiterhin im Rennen um die Titelverteidigung zu sein. Denn am Samstag hatte in Muttenz eine 2:6-Niederlage resultiert. Vor eigenem Anhang stand es in der Lindenhofhalle vor dem letzten und entscheidenden Einzel 5:4 für die Äbtestädter. Ein 5:5 wäre gleichbedeutend mit einer Niederlage gewesen und hätte das Aus bedeutet. Doch es kam anders. Der lettische Legionär Matiss Burgis kam gegen den Chinesen Chemgbowen Yang zu einem Dreisatz-Sieg und entschied die Partie für die Wiler. Somit fällt die Entscheidung nun am 26. Mai bei Spiel drei in Muttenz.

Zuvor war es im Rückspiel für die Wiler, die wie schon am Samstag in Bestbesetzung mit Burgis, Elia Schmid und Christian Hotz angetreten waren, ein Wechselbad der Gefühle gewesen. Jedoch lag der amtierende Schweizer Meister nie in Rückstand. Entscheidend war schliesslich auch, dass Burgis alle seine vier Spiele gewann – zwei davon über fünf Sätze.

Wer es auch immer am 26. Mai in den Final schafft: Er wird eine Woche später in Schaffhausen im Endspiel auf Lugano treffen. Die Tessiner setzten sich im anderen Halbfinal gegen Meyrin mit 6:2 sowie 6:3 durch und stehen ohne Zusatzschlaufe im Endspiel.

Resultate, Nationalliga A, Playoff, Halbfinals:
Wil - Muttenz 2:6, 6:4 (Zwischenstand: 1:1)
LUGANO - Meyrin 6:2, 6:3 (Schlussstand: 2:0)

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Der Bericht von Spiel 1 in Muttenz:

Diese Reise in den Kanton Basel-Landschaft hat sich der TTC Wil anders vorgestellt. Er trat mit dem Ziel an, mindestens ein Unentschieden zu holen, um am Sonntag vor eigenem Publikum den Sack zumachen und den Einzug in den Playoff-Final feiern zu können. Doch es kam anders. Gleich mit 2:6 verloren die Wiler, die in Bestbesetzung mit den drei A20-Spielern Matiss Burgis, Elia Schmid und Christian Hotz angetreten waren. Nur gerade acht Sätze konnten die Äbtestädter gewinnen. Entscheidend waren die zweiten beiden Einzel. Nachdem sich die Wiler bereits einen 0:2-Rückstand eingehandelt hatten, waren sie auf dem Weg zurück. Schmid gewann sein Spiel gegen den Chinesen Chengbowen Yang. Auch Burgis war auf dem Weg zu einem Sieg und führte gegen Lionel Weber mit 2:1-Sätzen. Doch dann entglitt die Partie doch noch und im fünften und entscheidenden Satz musste eine 10:12-Niederlag hingenommen werden. Zwar gewann Schmid danach auch sein zweites Einzel. Doch es sollte nicht mehr reichen.

Nach dieser 2:6-Niederlage stehen die Wiler mit dem Rücken zur Wand. Der Finaleinzug kann an diesem Wochenende nicht mehr geschafft werden. Gewinnen die Wiler am Sonntag ab 14 Uhr in der Lindenhofhalle das Rückspiel, kommt es am 26. Mai zu einem Entscheidungsspiel in Muttenz. Bei einem Unentschieden und einer Äbtestädter Niederlage ist Muttenz durch – und der TTC Wil nach drei Meistertiteln in Folge entthront.

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Die Vorschau:

Im Tischtennis-Playoff darf jene Mannschaft, die nach der Qualifikationsrunde besser klassiert war, auswählen, ob sie zuerst zuhause oder auswärts antreten will. Für gewöhnlich wird zuerst das Auswärtsspiel gewählt, um dann im zweiten und womöglich schon entscheidenden Spiel vor eigenem Publikum antreten zu können. Doch dieses Mal ist es anders. Muttenz, der Qualifikations-Sieger, entschied sich dafür, am Samstag zuhause zu spielen und am Sonntag in Wil. Somit haben die Wiler den Heimvorteil. Doch warum um alles in der Welt gibt Muttenz das Heimrecht freiwillig ab? Auch Wils Captain Christian Hotz kann nur mutmassen und tippt auf ein taktisches Spiel. So kann man argumentieren, dass der Druck im Rückspiel in der eigenen Halle grösser ist als auswärts – vor allen, wenn man das Hinspiel nicht gewonnen hätte. Wie auch immer: Das Rückspiel geht am Sonntag ab 14 Uhr in der Wiler Lindenhofhalle über die Bühne.

Es kommt somit bereits im Halbfinal zur gleichen Affiche wie im erstmals ausgetragenen Super-Final vor knapp einem Jahr. Damals setzten sich die Wiler deutlich mit 6:2 durch und holten ihren dritten Meistertitel hintereinander. Zuvor war allerdings Muttenz während mehr als einem Jahrzehnt das Mass aller Dinge gewesen und immer Meister geworden. Ein Punkt am Samstag in Muttenz – wie schon in der Qualifikation – wäre aus Wiler Sicht verheissungsvoll. So könnte am Sonntag mit einem Heimsieg bereits alles klargemacht werden. Gewinnen beide Teams je einmal, kommt es am 26. Mai in Muttenz zu einer Entscheidungspartie. Schon eine Woche später findet in Schaffhausen der Super-Final statt.

Wiler Legionär erleidet Autounfall

Zu vermerken ist noch dies: Der TTC Wil besiegte am vergangenen Samstag im Schweizer Cup Neuhausen im Achtelfinal mit 9:6. Obwohl die Wiler nur zu fünft, also mit einem Spieler weniger, antraten, meisterten sie ihre Aufgabe souverän. Grund für die «Unterzahl» war, dass ihr Legionär Mattis Burgis auf dem Weg zum Spiel in einen Autounfall verwickelt war. Nebst einem Sachschaden – die Schuld lag beim dahinterfahrenden Autolenker – ist nichts passiert.