Gute Kunde für den FC Wil: Er wird auch nächste Saison im 16. Jahr hintereinander in der zweithöchsten Spielklasse vertreten sein, so er in den letzten fünf Runden dieser Spielzeit nicht noch einen Komplettabsturz erleidet und seine achte Punkte Reserve auf die Abstiegszone verspielt. Denn von der Lizenzkommission der Swiss Football League hat er am Montag die Lizenz für die Challenge-League-Saison 2019/2020 erhalten. Nicht nur das: Er dürfte sogar in der höchsten Spielklasse ran. Die Lizenz für die Super League, welche ebenfalls erteilt wurde, hatten die Vereinsverantwortlichen im März beantragt, als noch die Chance bestand, sich für die Barrage zu qualifizieren. Die Sache mit dem Aufstieg hat sich mit bisher erst einem Sieg in 13 Rückrunden-Spielen aber erledigt.

Die Lizenz wurde – wie bei allen anderen Klubs der Super League und Challenge League – mit Auflagen erteilt. Diese betreffen beim FC Wil zum Beispiel die Beleuchtung, die wegen einem Einsprache-Verfahren noch immer nicht Challenge-League konform ist, und die Finanzen. So muss der Klub weiterhin vierteljährlich gegenüber der Liga die Bücher öffnen. Die Lizenz ist deswegen aber nicht in Gefahr.

Aufsteiger Lausanne-Ouchy spielt in Nyon

Bereits fest steht, wer aus der Promotion League aufsteigen wird. Es ist Stade Lausanne-Ouchy. Die Waadtländer machten am vergangenen Samstag mit einem 2:1-Heimsieg gegen Breitenrain bereits in der fünftletzten Runde sportlich alles klar und erhielten nun auch die Lizenz für die zweithöchste Spielklasse. Allerdings dürfen sie in der Challenge League nicht in ihre «Stadiönli» in Lausanne am See spielen und müssen nach Nyon ausweichen.

Noch nicht im Besitz der Lizenz für die zweithöchste Spielklasse ist der FC Schaffhausen, der nach dem Tod des langjährigen Präsidenten Aniello Fontana schwierige Zeiten durchmacht. Sportlich hat die Mannschaft die Talfahrt zwar beendet und zuletzt zwei Auswärtssiege in Kriens und Vaduz gelandet. Nun ist die Lizenz aber erstinstanzlich verweigert worden. Gibt es also – wie fast immer in der Challenge League – keinen sportlichen Absteiger? Es ist nicht davon auszugehen. Bernhard Welten, Präsident der Lizenzkommission, geht davon aus, dass die Spielberichtigung in zweiter Instanz erteilt wird. Es sei eine Frage des Timings gewesen und die Unterlagen seien knapp zu spät nachgereicht worden, um die Lizenz noch in erster Instanz erteilten zu können. Die Munotstädter haben nun die Möglichkeit eines Rekurses. Die zweitinstanzlichen, definitiven Entscheide werden am 24. Mai und somit unmittelbar vor der letzten Runde dieser Saison kommuniziert.

Alle anderen Vereine der Super League und Challenge League haben die Spielberechtigung erhalten. Dem FC Winterthur, Wils nächster Gegner, wurde allerdings die beantragte Super-League-Lizenz verweigert, da das Stadion Schützenwiese nicht für die höchste Spielklasse genügt.