Dass die Eltern ihr Kind krankmelden, wenn es nicht zur Schule kann, ist selbstverständlich. Oder sollte es zumindest sein. Doch in Jonschwil geht der Schulrat nun einen Schritt weiter. In der angepassten Absenzenregelung, die hinsichtlich des noch jungen Schuljahres eingeführt wurde, müssen die Schüler nun auch gesundgemeldet werden, wenn sie wieder auf dem Damm sind. Was ist der Hintergrund? Schulpräsident Köbi Zimmermann erklärt: «Dies ist eine vorbeugende Massnahme und hat mit der Schulwegsicherheit zu tun. Es könnte zu Fragen führen, wenn ein Kind zuhause losgelaufen ist, aber nicht in der Schule ankommt. Es ist aber auch zu Planungszwecken wichtig für die Lehrkräfte, wenn diese zum Beispiel auf eine Exkursion gehen.» Dieses Modell sei im Austausch mit anderen Schulpräsidenten besprochen worden.

Neben der «Gesundmeldung» sieht die neue Jonschwiler Absenzenregelung wie folgt aus: Schülerabsenzen sind der Klassenlehrperson am ersten Krankheitstag durch eine erwachsene Person bis spätestens Schulbeginn zu melden. Die Lehrperson kann eine schriftliche Entschuldigung verlangen. Bei längerer oder regelmässiger Absenz kann zudem ein Arztzeugnis eingefordert werden. Die Lehrpersonen machen eine telefonische Rückmeldung an die Eltern, falls eine Schülerin oder ein Schüler 15 Minuten nach Schulbeginn unentschuldigt fehlt. (gk/sdu)