Bier und Wein flossen reichlich in der «Eintracht» in Kirchberg. Standesgemäss, ist man fast versucht zu sagen, denn es stand ein Doppelkonzert mit Country-Flair an. «Desert Rats» aus Gähwil tat sich erstmalig mit den Rapperswiler Kollegen von «Crycaptains» zusammen, um US-amerikanisches Feeling ins untere Toggenburg zu bringen.

«Merci, dass ihr gekommen seid», eröffnete Frontmann Michael Gassler das Doppel-Konzert vor anfänglich rund 50 Zuschauern. Wie auch Massimiliano Spennato (Bass), Mauro Barbi (Gitarre) und Vico Gortana (Drums) ist Gassler kein musikalischer Neuling, ganz im Gegenteil. Aber die vier erfahrenen Musiker formierten erst vor gut einem Jahr die Crycaptains. Was man als Zuhörer nur schwer glauben konnte, denn die Jungs spielten ihren bluesigen Rock mit viel Groove und Energie, als hätten sie seit Jahrzehnten nichts anderes gemacht. Während des einstündigen Sets wuchs auch das Publikum, gegen Ende des Abends dürften es an die 100 Gäste gewesen sein.

Die Umbaupause gestaltete sich kurz, was sicher auch daran lag, dass Schlagzeuger Vico Gortana nicht nur für die Crycaptains, sondern auch die Desert Rats in die Felle schlägt. Die Stimmung im Saal heizte sich auf, es kam Schwung in die Menge, auch wenn die Musik im Vergleich weniger rockig ausfiel. Desert Rats startete einst als reine Country-Coverband und hatte im Toggenburg schnell Kult-Status erreicht. Immer öfters schlichen sich Eigenkompositionen ein, seit 2014 bleiben die Covers im Schrank und kommen kaum zum Einsatz.

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Im Verlauf des Abends füllte sich die «Eintracht» zusehens.

Country-Party lässt auf Fortsetzung hoffen

Am Samstagabend überzeugten Gortana, Albi Specker (Gitarre und Gesang), Renato Liera (Pedal Steel Guitar), Fran Meroz (Bass) Simone Keller (Violine) und Nicolo Paganini (Gitarre und Gesang) das Publikum mit den eigenen Country-Krachern – und das nicht zu knapp, oder zu kurz. Erst gegen 1 Uhr war das letzte Bier getrunken, der letzte Tanz getanzt und der letzte Applaus verklungen. Ein gelungener Abend, den die beiden Bands auf die Bühne brachten. Man darf auf weitere Kollaborationen zwischen Gähwil und Rapperswil gespannt sein.