Am Montagmittag stellte sich der neue Trainer des FC Wil, Konrad Fünfstück, den Medien vor. Seine Schwerpunkte sieht Fünfstück im Wiedergewinn des Vertrauens seitens der Fans, der Bevölkerung allgemein und auch der Stadtverantwortlichen. Im Wissen um die schwierige Situation in Wil wolle er keine Luftschlösser in die Welt setzen, sondern kontinuierlich am Aufbau der Mannschaft arbeiten. Konrad Fünfstück bringt reiche Erfahrungen mit aus seiner Trainerzeit bei Kaiserslautern.Den Wechsel vom grossen Kaiserslautern zum kleinen und in schwieriger Situation stehenden FC Wil begründet Konrad Fünfstück im notwendig gewordenen Abgang bei Kaiserslautern. Der zweimalige Wechsel bei der Klubleitung habe für ihn unerträgliche Unruhe gebracht. In Wil finde er die Möglichkeit im kleineren Rahmen, aber feinen Fussball spielen zu können. „Die Grösse des Vereins ist zweitrangig“, so Fünfstück wörlich, „immer spielten 11 gegen 11“.

Wil ist bei Trainern offensichtlich begehrt
Zum Werdegang bei der Auswahl des Trainers hielt VR-Präsident Roger Bigger fest, dass sich nicht nur eine Vielzahl Trainer, sondern auch bekannte Grössen für die Stelle beworben hätten. Aus einer Auswahl von 12 Bewerbern hätten sie mit sechs Trainergrössen direkte Gespräche geführt. Konrad Fünfstück, bisher beim FC Kaiserslautern, habe sich dank seinen bisherigen reichen Erfahrungen deutlich abgehoben. Seine Aufbauarbeit in Kaiserslautern bis zur ersten Mannschaft dürfe beim harten Pflaster Kaiserslautern als gute Voraussetzung für Wil gelten. Konrad Fünfstück habe deshalb auch einen Vertrag über zwei Jahre erhalten.

Der Verein steht über allem
Der 36-jährige Trainer hat trotz seinen jungen Jahren alle Stufen der Trainerausbildung durchlaufen und darf sich auch Trainerausbildner bezeichnen. Fünfstück stellte klar, dass bei ihm das Gelingen im Verein an oberster Stelle stehe. Jetzt gehe es darum, die Spieler dort arbeiten zu lassen, wo sie sich entfalten können. Auch bei ihm werde es Hoch und Tiefs geben.

Fünfstück bringt mit Marco Grimm auch den Assistenztrainer von Kaiserslautern mit. Zum Team gehört weiter Denis Sonderegger (Cheftrainer), Torhütertrainer Stephan Lehmann und B. Sanchez, Teamcoach bei der U20.

Für glaubwürdigen Aufbau sorgen
Nach dem Intermezzo mit den Türken geht es nach Roger Bigger um einen glaubwürdigen Aufbau. So hätten sie den neuen Trainer auch in die Spielerkommission aufgenommen. Konrad Fünfstück will auch bald einmal mit seiner Familie in Wil wohnhaft werden.

Fünfstück betonte seine Denkstruktur im Aufbau
Es gehe jetzt darum, in kleinen, festen und sicheren Schritten vorwärts zu gehen, um den FC Wil wieder in ruhigere Gewässer führen zu können. Weil er alle Facetten der Trainerlaufbahn durchlaufen habe, könne er aus reicher Erfahrungen aufbauen.

Er komme zwar als deutscher Staatsangehöriger ohne grosse Detailkenntnisse im Schweizer Fussball nach Wil. Im Wissen um seinen baldigen Wechsel von Kaiserslautern habe er unter anderem auch die Schweizer Fussballszene beobachtet. Er habe Respekt über die optimale Situation in der Schweiz. Er freue sich auch in einem so komfortablen Stadion in Wil eine Mannschaft trainieren zu können.