Verschiedene Produktions- und Arbeitsprozesse in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft lassen Geruchsstoffe entstehen. Die menschliche Nase als sensibles Sinnesorgan nimmt sie wahr. Erreichen Geruchsstoffe umliegende Wohngebiete, schmälert das die Lebensqualität. Dabei sind die Wahrnehmungen einzelner Personen unterschiedlich. Soweit die Theorie.

Die Praxis: Im und rund ums Industriegebiet Grueben in Niederuzwil kommt es zu Geruchsbelästigungen durch die Abluft von Betrieben. Die Gerüche können dabei von ganz verschiedenen Betrieben ausgehen. Sie zuzuordnen, ist teilweise einfach, teilweise kaum möglich. Das führt zuweilen auch dazu, dass sich Betriebe ungerechtfertigt «verdächtigt» fühlen.

Auf offene Ohren gestossen

Natürlich: Immissionen lassen sich nie ganz vermeiden. Und sie stammen nicht nur aus Produktionsprozessen, teils auch aus der Landwirtschaft oder vom Verkehr. Eine deutliche Verbesserung scheint trotzdem realistisch. Deshalb hat die Gemeinde Uzwil eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das erklärte Ziel: Eine gemeinsame Abluftbehandlung der relevanten Betriebe im Industriegebiet soll Verbesserungen bei allen potentiellen Geruchsverursachern bringen.

Die Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, was es dafür braucht, welches die geeigneten Verfahren sind, wo der richtige Standort einer solchen Anlage ist. «Die Startveranstaltung mit den möglichen Partnern im Gebiet hat stattgefunden, das Anliegen der Gemeinde ist allseits auf offene Ohren gestossen. Ein guter Start», schreibt die Gemeinde Uzwil im aktuellen Mitteilungsblatt. (gk/red)